/ Aktuelles vom Tag

60 Jahre im Dienst verfolgter Christen

Audios: Titel 1: Bericht vom Jubiläum, Titel 2: Interview mit Markus Rode


„Jeder Mensch wird von Gott geliebt. Also liebt Gott auch Terroristen.“ Mit diesem Grundsatz wagt sich der Gründer von Open Doors, der Niederländer Anne van der Bijl, bekannt als der Schmuggler Gottes, Brother Andrew, in die Höhle des Löwen. Er spricht mit Arafat, der Hamas und mit Islamisten, aber nicht, um sie zu bestärken, sondern um sie mit der Liebe Gottes, wie sie sich in Jesus Christus offenbart, bekannt zu machen. Oftmals habe man ihn nicht abgewiesen sondern sehr aufmerksam zugehört, erzählt Brother Andrews Weggefährte Johann Companjen.  

Alles beginnt, als van der Bijl 1955 Bibeln mit seinem VW-Käfer nach Polen schafft. Wo andere verschlossene Mauern sehen, sieht er stets eine Tür, die darauf wartet, von Gott geöffnet zu werden. So entsteht das Hilfswerk Open Doors. Es gelingt der Hilfsorganisation u.a. 1981 eine Million Bibeln unter Lebensgefahr per Schiff in das kommunistische China zu bringen, berichtet Companjen weiter. Am Wochenende feierte Open Doors 60jähriges Jubiläum in der dm-Arena in Karlsruhe laut eigenen Angaben mit etwa 3.800 Teilnehmern.

Kauder kritisiert EKD und dankt Open Doors

Auch der Vorsitzende der Unionsfraktionen im deutschen Bundestag, Volker Kauder, gehört zu den Festrednern. Kauder gilt als einer der wenigen deutschen Politiker, die sich explizit für verfolgte Christen einsetzen. Als er angefangen habe, sich mit dem Thema zu beschäftigen, habe er „weder bei der evangelischen Landeskirche noch bei der katholischen Kirche Informationen gefunden, dafür aber sehr schnell bei Open Doors.“ Kauder lobt auch den von Open Doors herausgegebenen Weltverfolgungsindex, in dem nach einem von Open Doors erstellen Erhebungssystem in 50 Staaten dieser Welt Christenverfolgung herrscht. Nach diesem Index gelten 110 Millionen Christen als Verfolgte. Angeführt wird der Index von Nordkorea, Somalia, dem Irak und Syrien. Es stehen aber auch Länder wie Mexiko und Kuwait auf der Liste.

Nothilfe für Christen im Irak und Syrien dringend erforderlich

Weniger einen Grund zum Feiern angesichts dieser bitteren Fakten vielmehr aber einen Grund zum Danken sieht der Leiter von Open Doors Markus Rode. Open Doors habe immer wieder erlebt, wie Gott Wunder getan habe. Auch sei er den vielen Unterstützern, Betern, Spendern und ehrenamtlichen Helfern von Open Doors sehr dankbar: „Ohne sie wäre die Hilfsorganisation Open Doors nicht da, wo sie heute ist.“

Aktuell gebraucht werden jetzt 10 Millionen Euro. Damit will Open Doors eine Nothilfe für Christen im Irak und Syrien in den Jahren 2015 und 2016 aufbauen, weil die UN sich aus diesem Programm zurückgezogen habe.

Andreas Odrich


Seit 60 Jahren überkonfessionelle Hilfe

Open Doors ist nach eigenen Angaben ein überkonfessionelles Hilfswerk, das sich seit 60 Jahren in 50 Ländern für verfolgte Christen einsetzt. Dazu gehöre u.a. die Verteilung von Bibeln und Schulungsmaterial, die Ausbildung von Pastoren, Gefangenenhilfe und die Unterstützung der Familien von ermordeten Christen, der Aufbau von Zufluchtsstätten und der Anschub von Selbsthilfeprojekten.

>> Homepage von Open Doors

 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren