Prof. Vogel: Politik hat verlernt Ziele vorzugeben und zu führen

Wartburg-Gespräche von ERF Medien

Eisenach/Wetzlar (ERF). „Die Politik hat verlernt Ziele vorzugeben und zu führen“. Diese Ansicht äußert der ehemalige thüringische Ministerpräsident Professor Dr. Bernhard Vogel (CDU) in der Fernsehsendung Wartburg-Gespräche von ERF Medien (Wetzlar), die am Dienstag, 18. Januar, um 21 Uhr auf ERF 1 ausgestrahlt wird. Unter dem Thema "Politik in der Glaubwürdigkeitskrise" sagt Vogel weiter: „Wir müssen den Mut zur Zielsetzung haben. Politik heißt nicht nur umsetzen, sondern auch führen.“


Die Sendung wird vom dem ERF Vorstandsvorsitzenden Jürgen Werth moderiert. Darin vertritt Prälat Dr. Bernhard Felmberg (Berlin) die Ansicht, das Erklären komplizierter Sachverhalte mit einfachen Sätzen müsse eine herausragende Fähigkeit von Politikern sein. Felmberg ist Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. Allerdings litten die Politiker darunter, dass Inhalte in den Medien oft verkürzt dargestellt würden. Glaubwürdigkeit hänge nicht davon ab, dass man unpopuläre Entscheidungen treffe, sondern davon, dass nachvollziehbar ist, warum und wie man eine Entscheidung fälle, so Felmberg.
 

Eine veränderte Rolle der Medien im politischen Alltag sieht der Professor für Journalistik Dr. Wolfgang Stock (Woltersdorf bei Berlin): „Die Medien inszenieren und skandalisieren die Konflikte, um Quote bzw. Auflage zu erreichen. Das verändert auch die politische Kultur.“ Dazu gehöre beispielsweise eine stärke Präsenz der Bürger bei politischen Entscheidungen, so Friedrich Gregory (Ahaus), Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V.", zugleich Presbyter in der evangelischen Christuskirchengemeinde Ahaus und dort Mitglied im synodalen Ausschuss „Gesellschaftliche Verantwortung“. Er begrüßte, dass Politik von den Bürgern stärker in der Öffentlichkeit kommentiert wird: „Ich halte es für eine gute Entwicklung, wenn Menschen wieder auf die Straße gehen, um zu zeigen, was ihnen wichtig ist“, so Gregory.

Die Sendung wird am 19. Januar um 15 Uhr wiederholt über ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de).

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