ERF Medien feiert Konzert und Adventsgala

EKD-Ratsvorsitzender Schneider: Weihnachten ist Geburtstag der Hoffnung

Wetzlar (ERF).  Mit mehreren Tausend Besuchern hat ERF Medien ein Advents-Wochenende mit Konzert und Gala in Wetzlar gefeiert. Als höchster Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland war der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider mit seiner Frau Anne Ehrengast der mehr als dreieinhalbstündigen Veranstaltung. Schneider nannte das Weihnachtsfest einen Geburtstag der Hoffnung. Jesus Christus sei nicht nur vor 2.000 Jahren als Kind in diese Welt gekommen. Der Sohn Gottes werde wieder kommen und seine Schöpfung vollenden. Der Gott der Bibel sei ein Gott, „der mit uns unterwegs ist, der auch die schlimmen Seiten des Lebens kennt.“ Der Ratsvorsitzende und seine Frau Anne berichteten vom plötzlichen Tod ihrer jüngsten Tochter Meike, die 2005 an Leukämie verstarb. Er sei zwar an seine Grenzen gekommen, habe sich aber in der schweren Zeit von Gott gehalten und geborgen gefühlt. Als Eheleute trage sie die Hoffnung, Meike einst im Himmel wieder zu sehen.

 

Das Wort „Hoffnung“ durchzog die gesamte Gala, die unter dem Motto „Unterwegs für die Hoffnung“ stand. Der Moderator der Gala, ERF Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth, bezeichnete Weihnachten als Geheimnis, weil Jesus ganz Gott und ganz Mensch sei. Der Sohn Gottes und der Sohn der Maria sei „eine heilvolle, eine heilende Kombination“, so Werth. Jesus habe himmlische Hoffnung gebracht. Deshalb könnten Hoffnungslose in aller Welt aufatmen.

 

Das Programm bot eine breite Bandbreite musikalischer Höhepunkte. Dazu gehörte sicher der Auftritt des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Reiskirchen unter der Leitung von Otmar Scheld. Das Orchester gilt als die erfolgreichste Musikformation im Deutschen Feuerwehrverband mit Konzerten in ganz Europa. Die Reiskirchener hatten die Adventsgala mit der Petersburger Schlittenfahrt eröffnet. Auch mit einem Dudelsackspieler trat das Blasorchester auf.

 

Gast war auch der britische Schauspieler Andrew Harrison, der in einem vom ERF produzierten Film als der bekannte Waisenhaus-Gründer George Müller auftritt. Von George Müller (1805 -1898), der einst von Deutschland nach England auswanderte, war schnell ein Bogen gespannt zu dem Allgemeinmediziner und Rettungsarzt Georg Müller (Solms bei Wetzlar). Der Hausarzt gehörte 1999 zu den Gründern des humedica-Ärzteteams, das weltweit Menschen in Katastrophen und wirtschaftlich schwerer Lage Hoffnung bringt. Müller berichtete, dass im November ein Krankenhaus in der haitianischen Hauptstadt Port au Prince von humedica nach dem Wiederaufbau eingeweiht werden konnte. „Mit unserem Einsatz können wir die Liebe Gottes direkt zu den Menschen bringen und ihnen Hoffnung geben“, so Georg Müller.

 

Der angekündigte und erwartete Fußballspieler Cacau musste sich kurzfristig wegen Anwesenheitspflicht bei seinem Verein, dem VfB Stuttgart, entschuldigen, betonte aber in einem vor der Gala noch aufgezeichneten Telefonat den Wert der Hoffnung, den er in seiner eigenen Familie und in seinem eigenen Leben zu schätzen gelernt habe.

 

In einem Filmbeitrag stellte der ERF seine Hilfe für Menschen in Afrika vor. Per Radiowellen werden Sendungen für Menschen mit Aids, aber auch zur Vorbeugung der Immunschwächekrankheit verbreitet. Mehrere staatliche Sender haben diese Programme zum Leben bei ihren Sendestationen aufgenommen. Für die ERF Projekte wurde beim Konzert und bei der Gala um Spenden gebeten.

 

Für kräftige Lacher und zugleich nachdenkliche Gesichter sorgte der Komödiant Karsten Feist. Mit seiner Leiter, auf der er rauf und runter unterwegs war, erklärte er seinen Glauben an Gott. „Glaubenswege sind Hoffnungswege. Und die können zuweilen steil sein“, erläuterte er, während er die Sprossen hinaufkletterte.

 

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war der Auftritt des aus Texas stammenden Ehepaares Cae und Eddie Gauntt. Cae Gauntt ist als Gospel- und Popsängerin in der christlichen Musikszene sehr bekannt. Eddie Gauntt hat eine feste Anstellung als Bariton am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Gemeinsam mit Florian Sitzmann (Flügel) und ihrem Sohn Lukas Gauntt (Cajon) präsentierten sie Weihnachtslieder aus ihrer Heimat USA. Dabei karikierten sie den international bekannten Song Jingle bells, der – so Cae Gauntt – untrennbar mit ihren Kindheitserinnerungen an Weihnachten zusammen hänge. Die Sängerin hatte auch ein selbst geschriebenes Weihnachtslied mitgebracht: „If love had Hands“ (Wenn Liebe Hände bekommt). Teilweise unterstützt wurden die Lieder der Gauntts vom ERF Chor (Leitung Mirjam Langenbach), der auch ein Lied der aktuellen Chorproduktion vortrug.

 

Berührt waren die Besucher auch von der Arbeit der Sandmalerin Conny Klement, die zum Thema „Unterwegs für die Hoffnung“ ein Bild entwickelte. Schwung brachten die rund 100 Sängerinnen und Sänger des Adonia-Teen-Chores auf die Bühne. Sie unterstützten ihren Gesang mit Bewegungen.

 

Die Adventsgala wurde von ERF Fernsehen aufgezeichnet. Sie wird am Sonntag, 19. Dezember um 20 Uhr (Wdh. am 24. Dezember, 14 Uhr und 26. Dezember, 20 Uhr) im Programm ERF 1 ausgestrahlt. Bei ERF Radio ist die Gala am Sonntag, 19. Dezember, ab 16 Uhr zu hören.

 

Zum Auftakt des ERF Adventswochenendes klatschten, tanzten und sangen 1.200 begeisterte Besucher bei dem von den zwei Radioprogrammen CrossChannel.de und ERF Pop präsentierten Konzert am Freitag. Während des über vierstündigen Programms überzeugten der Engländer Matt Redman mit seiner Band und die aus Barbados stammende Sängerin Judy Bailey mit Band.

 

Das Konzert von Redman wurde vom ERF aufgezeichnet und wird am Freitag, 21. Januar, um 20 Uhr (Wiederholung: 22. Januar, 16 Uhr) über den Sender ERF 1 ausgestrahlt. Judy Baileys Auftritt wird bei ERF 1 am Samstag, 1. Januar, ab 21 Uhr ausgestrahlt.

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