Thilo Hoppe, MdB: Regierung muss mehr tun für Milleniumsziele

ERF Fernsehsendung „Wartburg-Gespräche“

Eisenach/Wetzlar (ERF). Die Bundesregierung muss mehr tun, um die bis 2015 gesetzten Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Diese Ansicht vertrat der Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe (Bündnis 90/Die Grünen) bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung der Reihe „Wartburg-Gespräche“ auf der Wartburg bei Eisenach. Die Sendung,die der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), moderiert, wird am 21. Dezember um 22 Uhr (Wh. am 22. Dez., 15 Uhr) im Programm ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de) ausgestrahlt.

Hoppe wies darauf hin, dass die Bundesrepublik noch nicht die versprochenen 0,7 % des Brutto-Inlands-Produktes für Entwicklungshilfe aufwendet, sondern zur Zeit bei rund 0,4 % liegt. „Alle haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, so das Resümee von Hoppe, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist sowie Sprecher für Welternährung und Leiter der „AG Globalisierung, Global Governance und Welthandel“ der Bundestagsfraktion der Grünen. Die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind acht Ziele für das Jahr 2015, die im Jahr 2000 von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der UNO, der Weltbank, der OECD und mehreren Nichtregierungsorganisationen formuliert worden sind. Diese wurden im Rahmen des so genannten Millennium-Gipfels von den Vereinten Nationen verabschiedet. Die Ziele betreffen die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger, eine bessere Schulbildung, Gleichstellung der Geschlechter, Senken der Kindersterblichkeit, verbesserte Gesundheitsversorgung der Mütter, Bekämpfung der Immunschwächekrankheit HIV/Aids, eine ökologische Nachhaltigkeit, und den Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung.

Pastor Michael Voss, Mitglied des leitenden Arbeitskreises der Micha-Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz, wies darauf hin, dass sowohl Entwicklungshilfe als auch die Verkündigung der christlichen Botschaft wichtig seien. Voss: „Die Verkündigung des Wortes Gottes und der Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt – beides ist wichtig und beides ist unser Auftrag als Christen.“ Die Micha-Initiative ist eine christliche Antwort auf den Beschluss der Millenniums-Entwicklungsziele der UNO.

An der Gesprächsrunde beteiligten sich auch der ZDF-Reporter Marcus Niehaves(Stuttgart) und der Vorstandsvorsitzende des christlich-humanitären Kinderhilfswerks World Vision Deutschland, Christoph Waffenschmidt (Friedrichsdorf bei Frankfurt).

Die „Wartburg-Gespräche“ sind eine Fernseh-Talkshow von ERF Medien. Einmal im Monat diskutiert Jürgen Werth auf der Wartburg mit Gästen über ein breites Spektrum an Themen.ERF 1 ist zu empfangen über Satellit und Kabel digital, sowie im Internet: www.erf.de.

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