ERF Medien verfilmt Buch- und Hörspielreihe "Der Schlunz"

„Ruhe bitte, wir drehen“: Szenen entstehen in Wetzlar

„Ruhe bitte, wir drehen!!“- So schallt es über den Eisenmarkt in Wetzlar, Schauplatz der ersten Szenen für die Kinder-Action-Comedyserie „Der Schlunz“.  Während der Sommerferien dreht ERF Medien fünf Folgen dieser Reihe. Drehorte sind die Colchesteranlage und der Parkplatz Lahninsel, der Dutenhofener See und etliche Orte in der Umgebung.

Die Rolle der Erwachsenen sind alle mit professionellen Schauspielern besetzt, so der Regisseur Rainer Hackstock.  Zu ihnen zählt beispielsweise Michael Gahr, der in mehreren Folgen von Tatort, Der Alte und Derrick mitgespielt hat. Andere kennen ihn aus den Reihen “Forsthaus Falkenau” und “Ein Fall für Zwei” und Loriot Filmen. Im Kino war er unter anderem bei “Erkan und Stefan” sowie “Zwei Nasen tanken Super” zu sehen. Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolff von Lindenau wird als Bürgermeister in den Schlunz-Folgen auftreten. Auch Hanna Steidle und Yvonne Gallo sind nicht nur durchs Theater, sondern auch durch Filmrollen bekannt.

Bei den Kinder-Darstellern dürfte Philip Wiegratz bekannt sein. 2005 hat er in den gierigen Augustus Glupsch in der Hollywood-Kinderbuchverfilmung „Charlie und die Schokoladenfabrik“ dargestellt. Seit 2006 stand er für die drei Folgen der Kinofilm-Serie „Die Wilden Hühner“ vor der Kamera. In Wetzlar spielt er aktuell den schlimmen Brutus. Rainer Hackstock ist sehr froh all diese hochkarätigen Leute zu „moderaten“ Gagen bekommen zu können.

In der Kinderbuchreihe „Der Schlunz“ entdeckt die christliche geprägte Familie Schmidtsteiner während eines Picknicks ein verwahrlostes, verwirrtes und einsames Kind. Der Junge hat sein Gedächtnis verloren, er kann sich lediglich erinnern „Schlunz“ genannt worden zu sein.. Die Schmidtsteiners nehmen den Schlunz (gespielt von Finn Lucas Mayer) in ihre Familie auf und erleben fortan so manches Abenteuer. Für Sohn Lukas (10 Jahre, Luca Claar aus Ebsdorfergrund-Leidenhofen bei Marburg) und Tochter Nele (9 Jahre, Lea Sophie Schmidt) bedeutet das neue Familienmitglied eine große Herausforderung. Weil er den christlichen Lebensstil überhaupt nicht kennt, stellt der Schlunz völlig unbefangen Fragen: über Gott, übers Beten, über die Geschichte vom „verlorenen Sohn“. Und er lässt sich nicht mit den üblichen Antworten abspeisen. Zielgruppe der Reihe sind die Sechs - bis 12jährigen, aber auch deren Eltern..

Die Verfilmung ist eine Koproduktion von ERF Medien, der Stiftung Christliche Medien (Holzgerlingen) und des Bibellesebundes (Marienheide bei Gummersbach), bei dem der Autor der Buchvorlage, Harry Voss, als Kinderreferent arbeitet. Mit der Produktion beauftragt ist die ERF mediaservice GmbH. 

„Normalerweise entstehen bei einem Spielfilm pro Produktionstag etwa zweieinhalb Minuten Film“, erläutert Hackstock. Das Budget erfordert bei Serien dieser Art aber ein Pensum von fünf Minuten pro Tag. Rund 30 bis 50 Filmleute sind ständig „am Set“, also am Drehort anzutreffen. Nach dem Aufruf für ein Casting haben sich über 300 Kinder und Erwachsene gemeldet. Etwa 150 sind tatsächlich zum Vorsprechen ins ERF Medienhaus in Dalheim gekommen.  Aus ihnen wurden die Akteure der Filmreihe ausgewählt. Interessantes Detail für eingefleischte Schlunz Fans: In einer Szene spielen die drei Hauptsprecher der Hörspielreihe tatsächlich im Film mit, darunter der Wetzlarer Tim Weide.

Bei der Serie geht es zuweilen recht turbulent zu. Da fällt Frau Rosenbaum (Hanna Steidle) ins Wasser, da brettert der Schlunz mit einem Rasenmäher-Traktor durch einen Zaun oder jagt eine kleine Hütte mit einer zu früh ausgelösten Explosion spektakulär und zig-meterhoch in die Luft. Dazu sind eigens Pyrotechniker eingeladen, die gefährliche Szene für die Kameras umzusetzen.

„Ich möchte den Zuschauern durch gute Unterhaltung Werte servieren“, so der Drehbuchautor und Regisseur. Dabei will er die Botschaften nicht verstecken sondern offensiv bringen. Die Rolle des Schlunz sei dafür bestens geeignet, weil er die Fragen, die fast jeder an den christlichen Glauben hat, unbedarft heraus plaudert. Jeder Episode liegt ein Abschnitt aus der Bibel zugrunde. Die erste Folge unter dem Titel „Rettung in letzter Minute“ erzählt die Geschichte vom barmherzigen Samariter, der einem unter die Räuber Gefallenen erste Hilfe leistet und für seine Genesung ein Quartier besorgt. Hackstock möchte nicht einfach nur erzählen, sondern so drehen, dass die Szenen in die Erlebniswelt von Kindern hinein wirken. Allerdings müsse das fertige Produkt auch mit anderen Serien oder Spielfilmen in Tempo und Machart mithalten.

"Dieses Film-Projekt ist bestens geeignet, christliche Inhalte in für Kinder verständlicher Sprache weiterzugeben. Christliche Werte wie Hilfsbereitschaft, Teamgeist und Rücksichtnahme sind für das Zusammenleben einer ganzen Gesellschaft unverzichtbar", so Hartmut Diehl, Vorstand Technik und Marketing bei ERF Medien. Er hofft, die Kosten auch über Sponsoring erwirtschaften zu können.

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