Eurovision Song Contest-Teilnehmerin spricht bei ERF Medien über ihren Glauben

Albanische Finalistin Juliana Pasha setzt sich für ERF/TWR-Projekt Hannah ein

Oslo/Tirana/Wetzlar (ERF). Die albanische Finalistin des 64. Eurovision Song Contest bekennt sich zum christlichen Glauben. Die 30-jährige Juliana Pasha hatte im Dezember den Vorentscheid in ihrem Heimatland Albanien gewonnen. Bereits 2008 und 2009 konnte sie die Plätze drei und zwei im Vorentscheid für sich gewinnen. Am 29. Mai erreichte sie in Oslo nur Platz 16.

In einem Interview mit ERF Medien (Wetzlar) sprach sie über ihren Glauben. Vor sechs Jahren habe sie sich zusammen mit ihrem Mann für ein Leben mit Jesus Christus entschieden, berichtete sie bei CrossChannel.de, dem jungen Webradio des ERF. Freunde hätten dem Krisen geschüttelten Paar immer wieder vom christlichen Glauben erzählt. Nach einem Gottesdienstbesuch hätten sie endlich begriffen, dass sie Jesus als ihren Herrn und Erlöser brauchten. „Nur mit seiner Liebe und Vergebung können wir ein erfülltes Leben leben.“, sagte Juliana Pasha.

Auch ihr Song, mit dem sie in Oslo angetreten ist, handelt von der Liebe. Für den Contest wurde er ins Englische übersetzt: „It´s all about you“ ("Es geht immer um Dich"). Zwar gehe es darin mehr um das wunderbare Geschenk der Liebe zwischen Mann und Frau, so Juliana Pasha. Sie habe diese Zeilen aber zuallererst für Gott gesungen. Und gleich danach für ihr Land, das die Botschaft der Liebe und Vergebung so dringend nötig habe.


Doch Juliana Pasha singt nicht nur Albanien, sie hilft ihrem Land auch praktisch. Seit einiger Zeit engagiert sich die Sängerin bei dem vom ERF und seinem internationalen Partner TWR unterstützten Projekt Hannah, das die Lage von Frauen weltweit verbessern möchte. Das Projekt besteht aus den drei Standbeinen Gebet, Radiosendungen und Information über die Situation von Frauen weltweit. In Albanien unterstützt das Projekt Frauen, die von der so genannten Blutrache betroffen sind. Eine Tradition, die dort mit aller Härte praktiziert wird: Geschieht ein Mord, empfindet es die betroffene Familie als ihre Pflicht, den Mörder und auch seine männlichen Nachkommen zu töten – und so dreht sich die Spirale der Gewalt immer weiter. Auch Frauen werden zu Mörderinnen.


So war es bei Katerina, eine der vielen betroffenen Frauen: Kurz vor ihrer Hochzeit erschießt sie den Sohn des Mannes, der ihren Vater umgebracht hat. Was sie antreibt, ist ihr tiefer Hass und das Verlangen nach Rache. Durch die Radiosendungen von Projekt Hannah lernt Katerina zum einen mit ihrer Schuld umzugehen und zum anderen, wie wichtig es ist zu vergeben.


„Vergebung ist der einzige Schlüssel zur Lösung dieses furchtbaren Problems“, ist sich Juliana Pasha sicher. Zusammen mit der Leiterin von TWR Albanien, Enkelejda Kumaraku, besuchte sie die junge Frau erst kürzlich im Gefängnis. Dabei erlebte sie mit, wie Katerina sich dafür entscheidet, ihr Leben Jesus Christus anzuvertrauen. In Albanien gibt es zudem über 100 Gebetsgruppen, die täglich für Projekt Hannah beten. Auch in Deutschland wird für die Anliegen gebetet. Diese Unterstützung bedeutet den albanischen Frauen viel.


„Ich vertraue Gott, er wird es gut machen“, sagte Juliana Pasha im Interview voller Überzeugung. Auch nach dem Eurovision Song Contest möchte sie sich auf alle Fälle weiter für die Frauen einsetzen, die mit ihren Familien in einem Kreislauf aus Hass und Gewalt gefangen sind.

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