ERF Medien: Positives Fazit nach einem Jahr ERF eins

Jürgen Werth: „Wir senden den Himmel auf die Erde!“

Wetzlar (ERF). Ein positives Fazit nach einem Jahr Betrieb des eigenen Fernsehkanals „ERF eins“ haben die Verantwortlichen bei ERF Medien (Wetzlar) gezogen. „Wir freuen uns über ein Jahr ERF eins“, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth bei der Jahresversammlung des ERF Trägervereins. „Wir senden den Himmel auf die Erde! Und das ist es was die geschundene Erde vor allem braucht: den Himmel“.

Der Sendestart am 1. März und das Füllen des Programms seien „die große Herausforderung des vergangenen Jahres“ gewesen, so Vorstand Programm Udo Vach. Mit dem eigenen Kanal könne der ERF nun selbst entscheiden, „was wir wann und wo senden“.  Dieser Schritt habe sich sowohl in praktischer als auch in theologischer Hinsicht bewährt. Von der ersten Fernsehsendung des ERF bis zum eigenen Kanal habe es 25 Jahre gedauert, so der Leiter Fernsehen, Wolf-Dieter Kretschmer, im Rückblick. Damit sei ein damals vorhandener Traum Alltag geworden, die christliche Botschaft täglich im „normalen“ Fernsehen zu bringen. Den Sendestart mit der Übertragung der Aktion ProChrist aus Chemnitz zu verbinden, habe sich als gute Strategie erwiesen. So hätten viele Zuschauer, die keinen Übertragungsort in ihrer Nähe fanden, die Veranstaltungen am heimischen Fernseher mitverfolgen können. Eine große Akzeptanz erleben nach Angaben von Kretschmer die Fernsehgottesdienste, die in unterschiedlichen Gemeinden aufgezeichnet werden. Hierzu hat der ERF eine eigene mobile Aufnahmetechnik angeschafft.

Mit den Wartburg-Gesprächen habe der ERF ein weiteres, monatliches, exklusives Fernsehformat auf dem Markt etabliert. Der Aufzeichnungsort, die Wartburg bei Eisenach in Thüringen, und die Themenauswahl ermöglichten es Zugang zu einer neuen Gruppe öffentlicher Verantwortungsträger aufzubauen, die in der Regel nicht ins Fernsehstudio nach Wetzlar kommen würden. Die Wartburg-Gespräche werden von Jürgen Werth moderiert. Gäste in den vergangenen Monaten waren unter anderem der einstige Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Prof. Norbert Walter, Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt, die auch Präses der EKD-Synode und Mitglied des Rates der EKD ist, der katholische Erfurter Bischof Prof. Dr. Joachim Warnke, sowie mehrere Landesbischöfe der EKD-Gliedkirchen.

Zum Auftrag des ERF äußerte Werth in seiner Zeitansage in Anlehnung an die Barmer Theologische Erklärungvon 1934: „Jesus Christus ist das eine Wort an alles Volk. Und das haben wir auszurichten.“  Niemand hätte bei der Gründung des ERF 1959 zu träumen gewagt, dass es einmal Völker in aller Welt sein würden, für die der ERF das eine Wort Gottes, das Jesus Christus heißt, senden würde. Gemeinsam mit seinem internationalen Partner TWR verantworte der ERF heute Sendungen in 230 Sprachen und Dialekten.

Die meisten Reaktionen kommen auf ERF Radio
Die meisten Reaktionen erhalte der ERF immer noch auf sein klassisches Radioprogramm „ERF Radio“ über Satellit, Kabel sowie über Mittelwelle. Bei dem Programm werde vor allem der theologische Kurs sehr geschätzt, so Vach. Rund 1.000 ehrenamtliche Autoren gestalteten das Programm mit. Durch sie komme eine reiche Vielfalt der Frömmigkeit zur Sprache. Vach wies auch darauf hin, dass seit mittlerweile fünf Jahren eine neue Hörerschaft durch CrossChannel.de, das junge Webradio, gewonnen wird. CrossChannel.de ist Ende April mit dem Goldenen Webfish der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgezeichnet worden.

Seit einem Jahr sei zudem auch ERF Pop als Begleiter für den Tag mit viel Musik und kurzen pointierten Beiträgen als Webradio auf Sendung (www.erfpop.de). Werktäglich wird das Programm morgens von 7 bis 10 Uhr auf ERF eins per Studiokamera übertragen.

Lebenshilfe sei nach wie vor gefragt, so Vach. Im vergangenen Jahr hätten über 2.700 Menschen Rat per Telefon, Mail oder Brief gesucht.

Nach Angaben von Vorstandsmitglied Ulrich Rüsch erzielte der ERF im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von 15,07 Mio. Euro (2008: 13,94 Mio. Euro). U. a. durch den Start des eigenen Fernsehkanals ERF eins stiegen die Aufwendungen auf 15,54 Mio. Euro (2008:13,92 Mio. Euro). Dadurch ergab sich ein negatives Ergebnis in Höhe von 474.000 Euro (2008:22.000).

Für 50-jährige Mitgliedschaft im ERF Verein wurde Helmut Gärtner (Burbach) als einer der Mitinitiatoren, für 35 Jahre der Unternehmer Jochen Loh (Haiger), für 30 Jahre Pastor Manfred Bönig (Schneverdingen) und für 25 Jahre Pastor Wolfgang Buck (Extertal) geehrt.

Neu in den Trägerverein aufgenommen wurden der Leiter des Referats für Medien und Publizistik der Evangelischen Kirche in Deutschland, Udo Hahn (Hannover), der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), Dr. Hartmut Spiesecke (Berlin), der Medienbeauftragte der Evangelischen Freikirchen in Deutschland (VEF), Christoph Maas (Gera), der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein (Berlin/Siegen), Geschäftsführer Reinhard Lüling (Wetter), der Expo-Wal-Pastor Heino Masemann (Hannover) sowie Pastor Andreas Schröder (Bremen).

 

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