Knapp 15.000 Besucher feiern in Wetzlar „50 Jahre ERF“

Vom Speedcarver bis Popstar-Juror gratulieren viele Gäste

Wetzlar (ERF). Insgesamt knapp 15.000 Besucher haben am Wochende in der Wetzlarer Rittal-Arena das Jubiläum „50 Jahre ERF“ gefeiert, darunter zahlreiche internationale Gäste.

Bei der Gala traten u. a. der Weltmeister im Trialbike Marco Hösel, der Speedcarver Carsten Bölts, der mit der Kettensäge Kunstwerke aus Baumstämmen herstellt und einer der weltbesten Pantomime-Spieler, Carlos Martinez aus Spanien, auf.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch würdigte die Arbeit von ERF Medien in einem per Video eingespielten Grußwort. Dabei sagte Koch, er sei froh und stolz, dass von Wetzlar aus den Menschen etwas geboten werde, das sie auf dem normalen "Markt" nicht finden könnten. Er wünschte dem ERF, dass es ihm gelinge Menschen mit seiner Botschaft zu fesseln und sie zu überzeugen, in dem er ihre Herzen erreiche.

Der Präsident des internationalen Partners "Trans World Radio (TWR), Lauren Libby, sieht eine große Zukunft in der Weitergabe der christlichen Botschaft durch die Medien. Ziel von TWR sei es, über die Massenmedien Jesus Christus bekannt zu machen. Von Anfang der ERF Arbeit gibt es eine Partnerschaft mit TWR. Zusammen verantworten beide Medienwerke Sendungen für 65 Länder in 225 Sprachen, so Libby.

Als einen der noch lebenden ERF Gründer wurde Anton Schulte (Altenkirchen / Westerwald) in einem alten VW-Käfer in die Rittal-Arena gefahren. Er sagte, die Gründer hätten damals etwas ganz Neues gewagt, die christliche Botschaft über die Radiowellen zu verbreiten. Auch heute müssten Christen bei der Mediennutzung mit an der Spitze stehen. Sie sollten sich stärker im Internet engagiergen, das das Fernsehen immer mehr verdränge.

Pastor i. R. Horst Marquardt, der von 1960 beim ERF zunächst als Programmdirektor, später bis 1992 als Direktor arbeitete, berichtete von den schweren Anfängen. Immer wieder sei der Sendestart über die Kurzwelle von Radio Monte Carlo verschoben worden und die Mitarbeiter seien entmutigt gewesen. Heute sei er dankbar und voll Freude darüber, was aus bescheidenen Anfängen geworden ist. Der ERF mit derzeit rund 230 Mitarbeitern weltweit gestaltet ein bundewseites 24-Stunden Fernsehprogramm, drei Radioprogramme und 15 Internetseiten.

ERF Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth sagte, auch in Zukunft wolle der ERF an der alten und ewig jungen "Guten Nachricht" von Jesus Christus festhalten. Der ERF sehe den Auftrag, dies weltweit weiterzusagen. Dabei wolle er zu den Menschen auf Augenhöhe und nicht von oben herab sprechen, liebe- und verständnisvoll. Allerdings müsse "das Wort Gottes immer neu übersetzt werden in die Begrifflichkeit und in die Lebenswirklichkeit der Menschen".

Als Beispiel seines internationalen Engagements stellte der ERF die Arbeit von "Projekt Hannah" vor. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt der ERF die weltweite Sendereihe "Hoffnung für Frauen", die zu Projekt Hannah gehört.

Zu den musikalischen Gratulanten gehörten auch der Liedermacher Manfred Siebald, die Sängerin Anja Lehmann, das Ehepaar Cae und Eddie Gauntt und ein Adonia-Teens-Chor mit über 100 jugendlichen Sängerinnen und Sängern sowie die Konzertband „Life“ der Musikschule Marburg.

Am Vormittag hatten der Komponist und Liedermacher Siegfried Fietz dem ERF ein Lied unter dem Titel "Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich" geschenkt. Darin heißt es "ERF - der Sender für ein ganzes Leben. Gott will uns das Leben geben". Die erste Zeile nimmt die kirchliche Jahreslosung auf, zu der der Tübinger Theologieprofessor Dr. Hans-Joachim Eckstein im Dankgottesdienst predigte. Anhand des Gleichnisses vom reichen Jüngling sagte er, Gott gehe es nicht um das Tun und Haben des Menschen sondern ums Sein und um eine Beziehung zu ihm. Gott schenke dem Menschen seine bedingungslose Liebe. Es sei Aufgabe der Christen diese Liebe anderen
weiterzugeben und erfahrbar zu machen.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Dankgottesdienst von einem Jubiläumschor unter Leitung von Mirjam Langenbach. Gottesdienst und Gala wurden live im Fernsehen auf "ERF eins" bundesweit übertragen.
 

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