Pionier der evangelikalen Publizistik: Horst Marquardt wird 80

Seit 1960 engagiert sich der ehemalige ERF Direktor für Mission durch moderne Medien

Wetzlar (ERF). Er gilt als Pionier und Vordenker der evangelikalen Publizistik in Deutschland: Pastor Horst Marquardt (Wetzlar). Am 14. Juli feiert er seinen 80. Geburtstag. Frühzeitig erkannte er die Chancen der elektronischen Medien, um die christliche Botschaft möglichst vielen Menschen bekannt zu machen. Aufgrund seiner Aktivitäten entwickelte sich Wetzlar zu einem Zentrum christlicher Medien. Hier war der Theologe ab 1960 am Aufbau von ERF Medien (vormals Evangeliums-Rundfunk) beteiligt, die er bis 1993 als Direktor leitete. Anschließend fungierte er als Internationaler Direktor für die mit dem ERF verbundene Radiomission „Trans World Radio“ (TWR) in Europa, in der GUS, dem Mittleren Osten und Afrika.

Noch heute produziert Marquardt Sendungen, unter anderem für die Sendereihe „Bilanz“ bei ERF Radio. ERF Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth würdigt Marquardt in einem Beitrag im Magazin ANTENNE (Ausgabe Juli/August) als „modernen, frommen und klugen Theologen und Journalisten mit Grundsätzen und Visionen, ein kantiger Typ mit glutvollem Glauben und ausgeprägtem Charme“. Sendungen machen sei seine „eigentliche Sendung. Evangelium in die Häuser und Herzen bringen. Und in die Welt.“

1970 gründete er die Evangelische Nachrichtenagentur idea, deren Vorstandsvorsitzender er ist, und 1975 den Christlichen Medienverbund KEP. Als langjähriger Sprecher der ARD-Sendung „Wort zum Sonntag“ wurde er einem Millionenpublikum bekannt. Seine ersten journalistischen Erfahrungen sammelte der gebürtige Berliner im Sozialismus: 1949 und 1950 arbeitete er als Rundfunkredakteur in Potsdam. Nachdem er Christ geworden war, studierte er Theologie und arbeitete anschließend als Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Berlin, Wien und Wetzlar.

Marquardt hat die evangelikale Bewegung in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Er sah sich dabei stets als Brückenbauer zwischen den verschiedenen theologischen Strömungen. Die Vereinigung Europäischer Medienorganisationen zeichnete ihn 1998 mit dem „Brückenbauer-Preis“ aus. Marquardt war Mitbegründer und 14 Jahre Vorsitzender des deutschen Zweiges des Lausanner Komitees für Weltevangelisation. Dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz gehörte er von 1969 bis zum Erreichen der Altersgrenze an. Im Ruhestand stellte er sich der neuen Herausforderung, Verantwortungsträgern in Politik und Wirtschaft christliche Werte zu vermitteln. Marquardt leitet – zusammen mit dem Unternehmer Prof. Jörg Knoblauch - den Kongress christlicher Führungskräfte. Marquardt hatte außerdem den Vorsitz des 1999 gegründeten Instituts für Islamfragen (Wetzlar) bis zum Jahr 2007 inne, das Christen über den Islam informieren und zu einem besseren Dialog mit Muslimen befähigen will. Bis 1991 war Marquardt Mitglied der von ihm 1980 mit initiierten European Evangelical Communicators Association (heute Fellowship of European Broadcasters). Von 1974 bis 1987 war er Mitglied im Hauptausschuss Rundfunk und Fernsehen des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) und einige male auch Sprecher beim Wort zum Sonntag in der ARD.

Seit 54 Jahren ist Marquardt mit seiner Frau Irene verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
 

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