Projekt Hannah will Frauen helfen ihre Lebensumstände zu ändern

Spieker: Nur christlicher Glaube sieht Frauen in Gottes Nähe

Wetzlar (ERF). Von den weltweit drei Milliarden Frauen lebt die Mehrheit in Unfreiheit. Viele würden als Gefangene im eigenen Haushalt gehalten, berichtete die Gründerin von "Projekt Hannah", Marli Spieker (Cary im US-Bundesstaat North Carolina), bei einem Vortrag in Wetzlar. Vor rund 50 Teilnehmerinnen sagte sie, wie Frauen in aller Welt unterdrückt würden und dringend die Freiheit in Christus erfahren müssten, um ihre Familien und die Gesellschaft positiv zu beeinflussen.

 

Im Hinduismus, Buddhismus und Islam würden Frauen gegenüber Männern benachteiligt. Ihnen würde teilweise Intelligenz und Spiritualität nur begrenzt zugestanden. Allein der christliche Glaube weise den Frauen einen Platz als „Töchter des Königs" in Gottes Nähe zu. Gott hat Mann und Frau als sein Ebenbild geschaffen, so die Referentin, die 1997 das Projekt Hannah ins Leben gerufen hat. Den Namen für dieses Projekt hat Marli Spieker dem biblischen Buch Samuel (Kapitel 1, Verse 1 - 28) entnommen. Dort wird von Hannah berichtet, die wegen ihrer Kinderlosigkeit diskriminiert, sich mit ihren Nöten im Gebet an Gott wandte und erhört wurde. Sie beeinflusste das Leben ihres Sohnes Samuel so, dass er zu einem der größten Propheten und Richter Israels wurde. Spieker unterstrich, dass es zu den Strategien des Teufels gehöre Frauen durch Vergewaltigung und Missbrauch innerlich zu zerstören und sie dann durch ihre Bitterkeit die kommenden Generationen zu deformieren. „Gebrochene Frauen produzieren gebrochen Kinder", so Spieker.

 

Das Projekt besteht aus den drei Standbeinen Gebet, Radiosendungen und Information über die Situation von Frauen weltweit. Frau Spieker wies darauf hin, dass auch in Europa Frauen unterdrückt würden. Deutschland nehme Platz 4 einer Liste ein, die „Gewalt in der Familie“ in Europa nennt. Auf dem Treffen wurde der Wunsch geäußert, Frauen in Deutschland, die in unwürdigen Verhältnissen lebten, zu helfen.

 

In Albanien z. B. würden Frauen noch immer wie Gefangene gehalten. 500 Jahre türkische Besatzung und 50 Jahre Kommunismus hätten bei den Männern ein falsches Bild der Frau geprägt. Frau Spieker nannte den Fall einer Zahnärztin, deren Mann sie schlägt, wenn er sie bei seinem Nachhauskommen nicht antrifft. "Wir rütteln an den Grundfesten des Gefängnisses, in dem Frauen gefangen gehalten werden", so Frau Spieker. Das Projekt wolle dazu helfen, die Frauen trotz schwerer Lebensumstände innerlich zu verändern: "Bei Projekt Hannah sagen wir, dass Frauen und Kinder wertvolle Werkzeuge in Gottes Händen sein können." Es war Marli Spieker wichtig zu erklären, dass bei diesem Projekt der Mann nicht als Feind der Frau gesehen wird. "Der wirkliche Feind ist Satan, der auch Männer für seine zerstörenden Absichten gebraucht", erklärte sie.

 

In Paraguay waren bei einer Evangelisation in einem Frauengefängnis 40 der insgesamt 200 Frauen zum Glauben gekommen. Dies habe die Atmosphäre in dem Gefängnis verändert. Heute werde auf Bestreben der Regierung in jedem Frauengefängnis des Landes die Sendereihe "Frauen mit Hoffnung" ausgestrahlt.

 

Derzeit gibt es Gebetsgruppen von Projekt Hannah in 109 Ländern und Sendungen für Frauen in 46 Sprachen.  Die Sendungen von Projekt Hannah werden im Rahmen der internationalen Radiomission "Trans World Radio" unter dem Titel "Frauen mit Hoffnung" ausgestrahlt. ERF Medien (Wetzlar) beteiligt sich finanziell an diesen Sendungen.

 

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