50 Jahre russische Sendungen der Radiomission Trans World Radio

1987 wurde die russische Redaktion ins ERF Funkhaus nach Wetzlar verlegt

Wetzlar/St. Petersburg (ERF). Seit 50 Jahren strahlt die internationale evangelikale Radiomission Trans World Radio (TWR, Cary im US-Bundesstaat North Carolina) christliche Programme für Russland aus. Die aus Russland stammenden Redakteure Nikolai und Roza Kucher Leonovich begannen im August 1958 mit Sendungen über die damals von TWR betriebene „Stimme von Tanger“ in Marokko.

 

Nach dem Aus für TWR in Tanger 1959 wechselten auch die russischen Programme nach Monte Carlo (Monaco). Später wurden weitere Sender auf der Karibikinsel Bonaire und auf Guam im Pazifik eingesetzt.

 

1987 wurde die russische Redaktion von Monte Carlo ins ERF Funkhaus nach Wetzlar verlegt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion richteten TWR und ERF ab 1990 mehrere Studios in Russland ein, so als erstes eines in St. Petersburg. Heute werden alle Sendungen in Russland selbst produziert. Seit 1994 ist TWR Russland eine staatlich registrierte Organisation.

 

In den Zeiten von Glasnost und Perestroika konnten TWR und ERF 1991 beim landesweiten privaten „Radio 1“ ihre Sendungen unterbringen. Als diese Senderkette eingestellt wurde, ergaben sich die Möglichkeiten bei Majak und Junost. Die staatlichen Sender wurden damals vom europäischen Teil Russlands bis in die fernen asiatischen Regionen über 730 UKW- und Mittelwellenstationen in allen elf Zeitzonen verbreitet. Ende 2007 waren die täglichen christlichen Sendungen bei Majak und Junost nach 16 Jahren aus dem Programm genommen worden. Infolge des Wegfalls der täglichen Sendungen über die staatlichen Kanäle haben TWR und ERF Ende 2007 ihr Studio in Moskau geschlossen.

 

Im Januar wurde deshalb ein Internetradio vom Studio in St. Petersburg aus gestartet. Die Ausstrahlung über den Mittelwellensender in Grigoriopol (Moldawien) mit täglich 90 Minuten erreicht etwa 50 Prozent der russischen Bevölkerung. Zusätzlich senden TWR und ERF täglich vier Stunden über einen Mittelwellensender in Tartu (Estland). Noch im September soll dreimal pro Woche eine einstündige Live-Sendung mit Hörerbeteiligung in St. Petersburg produziert und über Tartu ausgestrahlt werden.

 

Ferner nehmen fünf lokale UKW-Radiostationen in Sibirien die Sendungen täglich in ihr Programm auf. So können über eine Million Bewohner in Kansk, Norilsk, Tomsk, Ulan-Ude und Jenisejsk erreicht werden.

 

Der ERF beteiligt sich allein bei den russischen Sendungen mit rund 260.000 Euro jährlich an den anfallenden Kosten. Weltweit sendet TWR in 225 Sprachen.

 

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