ERF bereitet sich auf Sendestart seines digitalen Radio- und Fernsehkanals vor

Landesanstalt für privaten Rundfunk erteilt Lizenz für neues Programm

ERF Pressemitteilung vom 28. April 2008

Wetzlar (lr). Der Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar bereitet den Sendestart für sein Ende 2007 angekündigtes digitales Radio- und Fernsehprogramm vor. Das gab ERF Direktor Jürgen Werth bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins in Wetzlar bekannt. Werth wies darauf hin, dass die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) am 21. April bei ihrer Sitzung in Kassel die Zulassung für den geplanten Kanal erteilt hat. Der Sendestart soll spätestens im März 2009 erfolgen. Seit 2006 sendet der ERF täglich zwei Stunden Fernsehprogramm bei Bibel TV Hamburg. Auch in Zukunft sollen sich beide Sender gegenseitig unterstützen, so Werth. Der Vorsitzende des ERF Aufsichtsrates, Pastor Bernd Bierbaum (Bremen), zeigte sich davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg eines eigenen profilierten Senders richtig sei und ermutigte diesen weiterzugehen.

ERF als Orientierungssender

Der Evangeliums-Rundfunk wolle ein Orientierungssender sein, so Werth. Während der ERF in den ersten Jahrzehnten nahezu konkurrenzlos senden konnte, stehe er heute im Wettbewerb mit weiteren Anbietern. Auch bei Gegenwind, wie ihn die evangelikale Bewegung derzeit zum Jugendkongress Christival verspüre, der vom 30. April bis 4. Mai in Bremen mit über 16.000 Teilnehmern stattfindet, wolle der ERF „Der Sender für ein ganzes Leben“ sein.

In einem Vortrag vor der Mitgliederversammlung plädierte der Psychiater, katholische Theologe und Buchautor Manfred Lütz (Köln) dafür, den nichtchristlichen Zeitgenossen den Glauben in verständlicher Sprache zu erklären.

 Nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Rüsch erzielte der ERF im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von 14,33 Mio. Euro (2006: 13,6 Mio.). Durch eingeleitete Sparmaßnahmen konnten die Aufwendungen bei 14,28 Mio. Euro (2006: 14,8 Mio.) gehalten werden. Dadurch ergab sich ein positives Ergebnis in Höhe von 50.000 Euro. Werth wies darauf hin, dass trotz des positiven Ergebnisses Bedarf an noch mehr Basisarbeit bestehe. So nehme bei aller positiven Entwicklung die Zahl der Spender weiterhin ab. Ferner mache sich bemerkbar, dass immer mehr Werke sich aus „dem selben Topf“, finanzierten. Werth: „Wir müssen unser Profil schärfen und verstärkt die Basis einbeziehen, weil wir eine Basisbewegung sind“. Im kommenden Jahr feiert der ERF sein 50-jähriges Bestehen mit einem Fest am 17. und 18. Oktober in der Rittal-Arena in Wetzlar.

Christliche Sendungen in 225 Sprachen
Der ERF Direktor wies zudem darauf hin, dass die verschiedenen Medien im ERF zusammenwachsen. Radio, Fernsehen und Internet seien immer weniger voneinander zu trennen. Der Evangeliums-Rundfunk sei gemeinsam mit seinem internationalen Partner Trans World Radio (TWR) ein „Global Player“. Inzwischen sende TWR in 225 Sprachen weltweit. Damit sei TWR der Sender mit den weltweit meisten Sprachdiensten. Diese Entwicklung müsse weitergehen, weil jeder das Recht habe, das Evangelium in seiner Muttersprache zu hören. Beispielweise unterstützt der ERF Kindersendungen in Spanisch für Venezuela. Das Programm „Peterchen, der Tintenfisch“ werde erfolgreich von Radio Trans Mundial (RTM) über die Mittelwelle auf der Antilleninsel Bonaire sowie lokale Sender verbreitet. Über 200 Schulen in Venezuela setzen schriftliches Material zur Sendereihe im Unterricht ein. Die Mitarbeiter gestalten zudem damit Veranstaltungen in Schulen, Kirchen und Gemeinden, bei denen die Geschichten des Tintenfisches als Puppenspiel aufgeführt werden. Im vergangenen Jahr suchten 19.000 Menschen Kontakt zu RTM in Venezuela, davon 14.000 Kinder und Jugendliche.

Neueintritte und Jubilare
Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Hermann Woock (45 Jahre), Richard Kriese (40 Jahre), Horst-Armin Eickel (35 Jahre), Hermann Enders (30 Jahre) und Bernd Bierbaum, Theo Schneider und Karl-Heinz Schabel (alle 25 Jahre). Als neue Mitglieder in den Verein aufgenommen wurden der Steuerberater Jens Haas (Wiehl), der Leiter der Musikbewegung Adonia Deutschland, Markus Heusser (Karlsruhe), der Bundessekretär des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden, Bernd Kanwischer (Witten), der Vorsitzende des Altpietistischen Gemeinschaftsverbandes, Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach), der Finanzberater Dirk Jensen (Butzbach) und der Verleger David Neufeld (Schwarzenfeld/Oberpfalz). Der Rechtsanwalt Jens-Oliver Müller (Wetzlar) scheidet aus beruflichen und persönlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat aus. Ein Nachfolger wird für die nächste Mitgliederversammlung vorgeschlagen.

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