Russland: Neue Sendemöglichkeiten für die Radiomission

Christliche Programme in Russisch nun auch übers Internet

ERF Pressemitteilung vom 21. Februar 2008:

Moskau/Wetzlar (ERF). Die Radiomission Trans World Radio (TWR) und ihr deutscher Partner, der Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar, haben neue Möglichkeiten zur Ausstrahlung ihrer christlichen Programme für Russland gefunden. Das gab der Leiter der russischen Abteilung im ERF, Johann Wiens, bekannt. Ende 2007 waren die täglichen christlichen Sendungen bei den staatlichen Sendern Majak und Junost nach 16 Jahren aus dem Programm genommen worden. Dies führt Wiens auf die veränderte politische und wirtschaftliche Lage zurück. Wiens wies darauf hin, dass die Arbeit von Missionaren seit Anfang des Jahres in Russland erschwert ist. So dürfen Missionare z. B. von 180 Tagen pro ausgestelltem Visum nur maximal 90 Tage im Land bleiben.

Infolge des Wegfalls der täglichen Sendungen über die staatlichen Kanäle haben TWR und ERF Ende 2007 ihr Studio in Moskau geschlossen. Zahlreiche Hörer haben sich inzwischen bei TWR und ERF sowie direkt bei den Sendern gemeldet und das Ende der Ausstrahlung bedauert. TWR und ERF sind bemüht, Alternativen zu finden.

Im Januar wurde deshalb ein Internetradio vom Studio in St. Petersburg aus gestartet. Das Internet sei ein Medium mit wachsender Nutzerzahl in Russland, so Wiens. Offiziellen Angaben zufolge gab es im zweiten Halbjahr 2007 in Russland insgesamt 28,7 Millionen Internet-Nutzer, etwa 25 Prozent der Bevölkerung.

Die Ausstrahlung über den Mittelwellensender in Grigoriopol (Moldawien) mit täglich 90 Minuten erreicht etwa 60 Prozent der russischen Bevölkerung. Zusätzlich senden TWR und ERF jeweils eine halbe Stunde morgens und abends von einem Mittelwellensender in Tartu (Estland). Es ist geplant, den Sender bis zum Sommer auszubauen, um die Reichweite zu vergrößern. Dann wird auch die Sendezeit auf zwei Stunden täglich erweitert.

Ferner nehmen sechs lokale UKW-Radiostationen in Sibirien die Sendungen täglich in ihr Programm auf. So können über eine Million Bewohner in Kansk, Norilsk, Tomsk, Turuchansk, Ulan-Ude und Jenisejsk erreicht werden.

Weiterhin sind die Radiomissionen mit dem Betreiber eines Mittelwellensenders in der Mongolei in Verhandlung, um von dort die Einwohner Sibiriens besser erreichen zu können.

   

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