ERF verlegt Produktion litauischer Sendungen ins Baltikum

Diana Goss arbeitet künftig bei TWR Litauen in Vilnius mit

Zum Beitritt Litauens in die Europäische Union und 15 Jahre nach der politischen Wende in Osteuropa verlagert der ERF die Produktion von Sendungen in litauisch nun ganz ins Baltikum. Redakteurin Diana Goss, die seit Januar 2002 im ERF in Wetzlar arbeitet, wird gemeinsam mit ihrem Mann Eduard Goss im Mai nach Litauen ziehen.

Begonnen hatte die litauische Radioarbeit des ERF bereits im Jahr 1968. Der aus Litauen stammende Polizeibeamte Kurt Klumbys machte damals den Vorschlag Sendungen für sein Heimatland ins Programm zu nehmen. So wurde die erste litauische Sendung am 6. Juli 1968 ausgestrahlt. Pastor Richard Lupp übernahm 1978 die Verantwortung. Mehr als 15 Jahre haben danach die Ehepaare Irene und Kasparas Diksaitis und Elena und Richard Baliulis als Redakteure, _bersetzer und Sprecher für ihre Landsleute Radioprogramme gestaltet.

Derzeit strahlt der ERF wöchentlich eine Sendung jeweils Sonntags von 22.00 Uhr bis 22.30 Uhr über den 600 Kilowatt starken Mittelwellensender von Radio Moskau in St. Petersburg auf 1.494 kHz in litauisch aus.

Während der sowjetischen Besatzungszeit spielten die Sendungen für die Menschen im Land eine wichtige Rolle, so der Leiter der Abteilung Internationale Projekte, Dr. Thorsten Grahn. Damals gab es in Litauen weder andere christliche Radiosendungen noch sonstige öffentliche Medien, die über den christlichen Glauben informierten.

Seit dem Jahr 2000 unterhält Trans World Radio (TWR) Litauen in der Hauptstadt Vilnius ein eigenes Büro und produziert tägliche Sendungen, die über Lokalsender verbreitet werden. Hier wird die 26-jährige Diana Goss, die vor mehr als zwei Jahren aus Litauen nach Deutschland kam, künftig mitarbeiten bei der Produktion von Sendungen und in der Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Mann Eduard (25) geht als Missionar nach Litauen.

Von der Kontaktmission (Wüstenrot) wird das Ehepaar ausgesandt, um sich in der Gemeindegründung und im -aufbau zu engagieren. In dem südlichsten der drei baltischen Staaten mit etwa 3,7 Millionen Einwohnern ist der Katholizismus als Religion vorherrschend. Laut dem Nachschlagewerk "Gebet für die Welt" gibt es lediglich 0,3 Prozent evangelikale Christen in dem Land, während die Zahl der Protestanten mit 0,9 Prozent angegeben wird.

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