ERF verändert Leitungsstrukturen – Außerordentliche Mitgliederversammlung geplant

Pastor Bernd Bierbaum ist Vorsitzender des Aufsichtsrats – Jürgen Werth Vorstandsvorsitzender

        ERF Pressemitteilung vom 8. Mai 2007:

Wetzlar (lr). Der Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar hat seine Leitungsstrukturen verändert und einen Umbau des Werkes eingeleitet. Die Mitglieder des ERF Trägervereins stimmten bei der diesjährigen Vereinssitzung am 7. Mai in Wetzlar der Umwandlung des ehrenamtlichen Vorstandes zu einem ehrenamtlichen Aufsichtsrat mit großer Mehrheit zu. Zugleich wandelten sie die hauptamtliche Missionsleitung in einen hauptamtlichen Vorstand um. In den Aufsichtsrat wurde Pastor Bernd Bierbaum (Bremen) als Vorsitzender gewählt. Der 63-jährige Bierbaum gehört seit 1983 zum ERF Trägerverein. Seit 2001 arbeitete er im ehrenamtlichen Vorstand mit.

Weitere Mitglieder im Aufsichtsrat sind die bisherigen Vorstandsmitglieder Pfarrerin Birgit Winterhoff (Halle/Westfalen), der Inspektor des Chrischona-Gemeinschaftswerkes in Deutschland, Pfarrer Rainer Geiss (Friedrichsdorf im Taunus), Rechtsanwalt Jens-Oliver Müller (Herborn) und Pastor Harry Moritz (Rostock). In das neunköpfige Gremium wurden ferner der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn), Pastor Matthias Knöppel (Wuppertal), Unternehmensberater Bernd Linke (Bremen) und Bürgermeister Christoph Waffenschmidt (Waldbröl) gewählt. Der Aufsichtsrat hat laut beschlossener Satzungsänderung die Aufgabe, den Vorstand bei der Leitung des Vereins und der Wahrnehmung seiner Aufgaben regelmäßig zu beraten und zu überwachen.

Zugleich wurden die Mitglieder der bisherigen Missionsleitung, Direktor Jürgen Werth, sein Stellvertreter Hans-Hartmut Diehl, Programmdirektor Udo Vach und Geschäftsführer Ulrich Rüsch in den Trägerverein aufgenommen und zum Vorstand gewählt. Der Aufsichtsrat berief in einer anschließenden Sitzung Direktor Jürgen Werth zum Vorsitzenden des Vorstandes.

Die Strukturänderung bringe die bisher schon praktizierte Vereinsführung in eine neue angemessene Form.
Der Trägerverein, so Werth, werde von vielen zeitaufwändigen Regularien entlastet, so dass er sich künftig stärker mit inhaltlichen und strategischen Fragen beschäftigen könne. Damit seien die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten nach zeitgemäßen Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung neu auf die einzelnen Organe des Vereins verteilt worden. Das Umbenennen der Leitungsgremien habe keine finanziellen Auswirkungen.

Bankdirektor Werner Genz (Elz bei Limburg), der seit 1991 dem Vorstand angehörte und der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, Wolfgang Büsing (Korntal), der seit 2002 im Vorstand mitarbeitete,  wurden verabschiedet. Für 40-jährige Mitgliedschaft im Trägerverein wurden Pastor i. R. Gerhard Hörster (Halver) und der ehemalige ERF Direktor Horst Marquardt (Wetzlar) geehrt.

Sieben weitere neue Mitglieder wurden in den Trägerverein aufgenommen, darunter der Fernsehmoderator Tim Niedernolte (München) sowie die Geschäftsführer der Stiftung Christliche Medien, Frieder Trommer (Holzgerlingen), und des Brunnen-Verlages, Detlef Holtgrefe (Gießen).

Strategischer Umbau des Werkes begonnen

Vor den Mitgliedern des Vereins begründete Werth die im April eingeleiteten Sparmaßnahmen. Der Einstieg bei Bibel TV mit einem täglich zweistündigen Programm und die Finanzierung eines neuen Mittelwellensenders der Telekom in Mainflingen bei Hanau habe im vergangenen Jahr rund zwei Millionen Euro zusätzlich gekostet. Auch wenn die Zahl der Spender in 2006 erfreulicherweise gestiegen sei, habe dies die Zusatzkosten nicht auffangen können. Einnahmen im Jahr 2006 von 13,6 Mio. Euro standen Ausgaben von 15,8 Mio. Euro gegenüber. Damit fehlten 2,2 Millionen Euro.

Deshalb werde der ERF in einem ersten Schritt sein Engagement weltweit um eine Million Euro reduzieren.  Zudem werde der Seelsorgebereich umstrukturiert und Personal abgebaut. Ratsuchende, die eine ausführliche Beratung brauchen, werden an das ERF Seelsorgekontaktnetz, an Gemeinden und Partnerorganisationen weiter vermittelt. Ferner wird das Magazin ANTENNE auf zweimonatlichen Erscheinungsrhythmus umgestellt, der Manuskriptservice eingestellt und die Ausstrahlung über die Mittel- und Kurzwellensendern von Radio Monte Carlo im Herbst beendet.
Der Trägerverein beschloss darüber hinaus, im Herbst eine außerordentliche Mitgliederversammlung durchzuführen. Dazu wurden Aufsichtsrat und Vorstand beauftragt, ein Strategiepapier zur Zukunft des ERF vorzulegen.

Werth gab bekannt, dass der ERF ab 9. Mai ein Fernsehprogramm rund um Uhr im Internet (IPTV) unter der Adresse www.erf.de anbietet. Damit sei der ERF der erste deutsche christliche Internetsender. Das alle vier Stunden rotierende Programm kann mit jedem DSL-Anschluss empfangen werden. In Deutschland gibt es über 15 Millionen Internet-Nutzer mit DSL-Anschluss.

Derzeit können 35 Millionen Menschen ERF Radio über Satellit oder Kabel in UKW-Qualität empfangen. „Davon haben wir noch vor zehn Jahren geträumt“, so Werth.

Zurzeit wird das Programm in etwa 100 Kliniken und medizinischen Einrichtungen eingespeist, so Werth. In diesem Jahr forciert der ERF die Einspeisung seines Radio- und Fernsehprogramms in Krankenhäuser.

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