Filmemacher zu Gast in Fernsehsendung des Evangeliums-Rundfunks

Regisseur Danny Boyle und Schauspieler Cillian Murphy zum Kinostart von „Sunshine“

ERF Pressemitteilung vom 21. April 2007:


    Wetzlar (erf). Der britische Regisseur Danny Boyle (Manchester) und der irische Schauspieler Cillian Murphy  haben sich in einem Interview mit dem Evangeliums-Rudndfunk (ERF) in Wetzlar desinformiert gezeigt über den Bibelbezug ihres Science-fiction-Spektakels „Sunshine“.

Einen Vers der Bibel setzte der Boyle unwissentlich in großes Kino um. Das gab Boyle im exklusiven Interview für die Fernsehsendereihe „film-o-meter“ anlässlich der Präsentation seines neuen Films in Berlin zu. In dem Film versucht eine Gruppe von Raumfahrern die sterbende Sonne durch eine nukleare Detonation wieder zu neuem Leben zu erwecken, um die Erde vor dem Untergang zu bewahren. Die so genannte „kleine Apokalypse“ des Matthäusevangeliums stellt unserem Sonnensystem die Prognose: "Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen" (Matth. 24,29).

Er habe freilich mehr an thematisch ähnlich gelagerte Weltraumfilme wie „Solaris“ oder „2001: Odyssee im Weltraum“ gedacht, äußerte der Regisseur auf Nachfrage von film-o-meter-Moderator Didi Mehrens. Zum christlichen Glauben ging Boyle trotz der eindeutig apokalyptischen Thematik seines Films auf Distanz. Er sei streng katholisch mit einer „klaren Trennung zwischen Himmel und Hölle“ erzogen worden und möchte seinen Kindern lieber keine Erziehung mit den „normativen“ Kategorien Schuld und Strafe zumuten. Auf die Frage, woher er dann aber seine Hoffnung angesichts der globalen Katastrophen unserer Tage nehme, bekannte der Filmemacher: „Da bleibt uns nur die Wissenschaft.“

Gleichzeitig übte er jedoch Kritik an einer auf die Verstandesebene beschränkten Weltsicht. Wer das All erforsche, der müsse einsehen: „Da gibt es etwas jenseits unseres Fassungsvermögens.“ Das Scheitern vieler Figuren in seinem filmischen Universum (z. B. in dem Drogendrama „Trainspotting“ und dem exotischen Insel-Abenteuer „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio) kommentierte Boyle mit Zustimmung zum Menschenbild der Bibel: Die Geschichte lehre uns, dass es „närrisch“ sei, das böse Potential des Menschen zu leugnen. Solche Dunkelheiten zu erforschen, so Boyle weiter, sei eine der großen Möglichkeiten des Kinos. Insgesamt sei er „Optimist“ im Hinblick auf „unsere letztendliche Rettung“.

Auch für Hauptdarsteller Cillian Murphy, der im Film einen Physiker verkörpert, spielte der biblische Bezug von „Sunshine“ (Kinostart am 19. April) keine Rolle. Auf Matthäus 24,29 und die Hoffnung der Christen angesichts der einen Vers später angekündigten Wiederkehr des Erlösers angesprochen, beschränkte der durch Boyles Gruselfilm „28 Tage später“ bekannt gewordene Ire sich auf die vage Empfehlung, die Wissenschaft zu Rate zu ziehen und zu „sehen, wie die uns bei der Lösung dieser Probleme helfen kann.“

Die kompletten Interviews sowie die film-o-meter-Kritik zum Film „Sunshine“ sind ab sofort in der film-o-meter-Rubrik bei www.live-tv.net zu sehen. Außerdem wird der Beitrag am Montag,  23. April um 18.30 im Rahmen des Blocks „UnsERFeierabend“ auf Bibel TV ausgestrahlt.

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