Kommunikationswissenschaftler Stock: Christen sollen Internet stärker nutzen

10 Jahre CINA: Mission und Service rund ums Internet

ERF Pressemitteilung vom 28. November 2006

    Wetzlar (lo). Christen sollten das Internet stärker für missionarische Aktivitäten nutzen. Diese Forderung erhob der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Stock (Berlin). Bei einer Feier zum zehnjährigen Bestehen der Christlichen InterNet-Arbeitsgemeinschaft (CINA) im mittelhessischen Wetzlar sprach sich Stock für eine stärkere Vernetzung christlicher Angebote im Internet aus. Christen sollten "communities" (Gemeinschaften) bilden, in denen sich junge Menschen online begegnen könnten. Der Missionsbefehl Jesu „Gehet hin in alle Welt ...“ (Matthäus 28) gelte auch für das Internet.
Ferner forderte er Computerspiele, die lehrreich sind, christliche Werte beinhalten und dennoch interessant für die Nutzer sind.

Dadurch, dass das Surfen im Internet inzwischen auch kabellos möglich sei, könnten Christen an der Meinungsbildung weltweit teilhaben. Der Einfluss von totalitären Regierungen auf ihre Bevölkerung im Bereich des Wissens werde durch die kabellose Verbreitung von Informationen eingeschränkt. Stock zeigte sich davon überzeugt, dass der PC dazu beigetragen habe, den Kommunismus zu stürzen. Durch Disketten sei es damals möglich gewesen, Gedanken zu schmuggeln. „Die weltweite Vernetzung ermöglichte es einer Diktatur Paroli zu bieten, so dass der Kommunismus keine Chance mehr hatte“, so Stock.

Er warnte aber auch vor den Gefahren des Internet durch Pornografie und Gewaltverherrlichung wie es gerade der Fall des 17-Jährigen zeige, der in Emsdetten schwer bewaffnet mit der Absicht in eine Schule eingedrungen war ein Blutbad anzurichten. Christen seien im weltweiten Web herausgefordert Flagge zu zeigen. Auch in dem Wissensportal „Wikipedia“ könnten Christen Einfluss nehmen „Wir müssen Wikipedia besetzen“, so Stock. Auch der Hauptredner von ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), warnte vor den Gefahren des Internet. Dabei prangerte er ebenfalls das Wissensportal an, wo jeder auch Falsches eintragen und damit Einfluss ausüben könne. Gerade im Internet müssten Christen präsent sein, so Parzany, „wo sich die Sehnsüchte, Verbrechen und Abgründe der Menschen tummeln“, damit die User Jesus, den Retter, finden können.

CINA-Leiter Joachim Stängle (Wetzlar) lobte den Weitblick der Deutschen Evangelischen Allianz, die 1996 das Pilotprojekt einer Internet-Agentur angeregt hatte. Seit vier Jahren ist CINA ein Arbeitszweig des Evangeliums-Rundfunks (ERF). Die Arbeitsgemeinschaft umfasst heute 15 eigene Internetangebote und betreut den Auftritt von rund 100 weiteren Organisationen. Aus zahlreichen Rückmeldungen wisse man, dass die Internetangebote viele Menschen erreiche, die keinen Bezug zum christlichen Glauben haben. Zusammen mit den anderen Arbeitsbereichen des ERF wurde 2005 das christliche Portal „Glaube24.de“ entwickelt, das Inhalte aus ERF und CINA zusammenfasst und so einen breiten Überblick im christlichen Internet bietet. Für Kinder wurde das Internetportal „JoeMax.de“ entwickelt. Es ist verknüpft mit Joemax-Radio, das täglich im Vorabendprogramm bei ERF Radio zu hören ist. Unter „www.life-tv.net“ werden unter anderem die Fernsehsendungen des ERF online gebracht. Nach Angaben von Stängle ist „Glaube24.de“ das am meisten genutzte Angebot mit rund 120.000 Besuchen pro Monat. Dicht gefolgt von der Internet-Bibel „Bibleserver.com“, die rund 80.000 Besuche monatlich verzeichnet. 15 haupt- und rund 250 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen für die Inhalte der Webseiten.

ERF Direktor Jürgen Werth lobte die Arbeit der CINA. Sie passe gut zu den langjährigen Arbeitszweigen Radio und Fernsehen des ERF. Alle drei Bereiche wollten Christen begleiten und Menschen helfen Christen zu werden. Durch Radio, Fernsehen und Internet werde die christliche Botschaft hörbar, sehbar und lesbar gemacht.

ZDF-Moderator Peter Hahne (Berlin) schrieb in einem Grußwort: „CINA ist ein Paradebeispiel dafür, dass gezielte Missionskompetenz und handwerkliches Können einander bedingen müssen, um glaubwürdig mit besten Mitteln für die wichtigste Nachricht der Welt zu werben.“

Erster Preis der "Hauskreis-Olympiade"


Während der Feier wurden Preise an die drei Erstplatzierten der "Hauskreis-Olympiade", einer Aktion des Internet-Angebotes "Nikodemus.Net", vergeben. Den ersten Platz erhielt der Jugendhauskreis Zilly, CVJM Remchingen- Wilferdingen, den zweiten der Jugendkreis der Christengemeinde in Schorndorf. Rang drei ging an den Hauskreis „mC Gebauer“ der CityChurch Würzburg im Bund Freier evangelischer Gemeinden. An der zum zweiten Mal veranstalteten "Hauskreis-Olympiade" hatten im Oktober über 300 Kreise mit mehr als 2.000 Gruppenbesuchern teilgenommen.

KONTAKT:

Für weitere Informationen steht Ihnen CINA-Leiter Joachim Stängle, zur Verfügung, Telefon 06441 957-2000.

Evangeliums-Rundfunk Deutschland e. V.
CINA
35573 Wetzlar
E-Mail: [email protected]


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