Hans-Hartmut Diehl in die Missionsleitung gewählt

Hans-Hartmut Diehl in die Missionsleitung gewählt

Der ERF will seine Reichweite in den Bereichen Radio, Fernsehen, Internet und für die Programm-Zeitschrift ANTENNE vergrößern. Das gab Direktor Jürgen Werth anlässlich der Jahrestagung des ERF Trägervereins bekannt. Gerade in Zeiten, in denen das Geld knapper wird, brauche der ERF einen größeren Bekanntheitsgrad, um seine Arbeit fortzuführen. Dazu suche der ERF einen besseren und intensiveren Zugang zu den Hörern, Zuschauern, Internetnutzern und Lesern.

Erste Schritte, so Werth, wurden mit Unterstützung des Unternehmensberaters Bernd Linke (Bremen) bereits umgesetzt. Linke war seit Oktober 2003 vom Vorstand kommissarisch für einige Monate in die Missionsleitung berufen worden. Bei der Sitzung des Trägervereins wurde der Leiter der ERF Abteilung Technik und Geschäftsführer der mediaserf GmbH, Hans-Hartmut Diehl, als weiteres Mitglied in die Missionsleitung gewählt. Der 51-jährige verantwortet den im letzten Jahr geschaffenen Bereich Marketing. Zur Leitung gehören ferner Direktor Jürgen Werth, Programmdirektor Udo Vach und Geschäftsführer Ulrich Rüsch.

Anfang Januar konnte der ERF nach zehnmonatiger Pause die Fernsehsendereihe "Hof mit Himmel" beim britischen Sender CNBC wieder analog über Satellit platzieren. Anfang März startete bei rheinmaintv (Bad Homburg) die Sendereihe "Gott sei Dank!", in der Christen aus der Region über ihren Glauben berichten. Mitte März ging das WebRadio "www.CrossChannel.de" für jugendliche Hörer auf Sendung. Im April hat der ERF eine Medienkampagne gestartet, die durch Anzeigen, Plakate und Flyer sowie Radiospots und Pressemitteilungen auf die ERF Angebote aufmerksam macht. Die monatliche Programm-Zeitschrift ANTENNE wird ab Juli zu einer Medien-Zeitschrift weiter entwickelt.

Zum Marketingkonzept gehöre es auch, so Werth, dem "Konsumenten" ein christliches Radio in einwandfreier Qualität mit einem einfachen Zugang zu bieten. Erfreulich sei, dass ERF Radio seit Juli nun zusätzlich auch digital über Satellit verbreitet wird und dadurch zusätzliche Hörer gewinne. Darüber hinaus konnten die Verhandlungen mit dem nordrhein-westfälischen Kabelbetreiber im Frühjahr zum Abschluss gebracht werden, so dass seit Ende März ERF Radio auch im bevölkerungsreichsten Bundesland in große Teile des Kabelnetzes eingespeist wird. Damit können nun über zwei Millionen weitere Haushalte das christliche Programm zusätzlich empfangen. Auch in Kabelnetzen in Baden-Württemberg, Bayern sowie in Thüringen und Sachsen wird ERF Radio eingespeist.

Eine weitere _bertragungsmöglichkeit ist das Internet, das der ERF mit der Integration der Christlichen InterNet-Arbeitsgemeinschaft (CINA) verstärkt nutzt, um die verschiedenen Angebote zu vernetzen. So gestalten z. B. die Abteilungen Internet und Radio inzwischen "JoeMax" gemeinsam als Radioprogramm und Internetangebot. Gleichzeitig ist das Internet weiterhin ein Wachstumsmedium. So wurde beispielsweise das Portal "www.bibleserver.com" seit seinem Start im März 2003 inzwischen auf 27 Bibelübersetzungen erweitert, darunter in 16 europäischen Sprachen. Die Zugriffszahlen auf die Internetangebote liegen allein bei der CINA bei bis zu 1,2 Millionen Seiten und etwa 250.000 Besuchen pro Monat.

Die Zahl der Anfragen von Ratsuchenden an den ERF ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Im Jahr 2003 hatte der ERF rund 10.500 Anfragen (2002: 10.480). Vor allem in der Telefonseelsorge wurden mit 2.500 Anrufen (2002: 2.100) mehr Hilferufe registriert Bei der Seelsorge per E-Mail hingegen verzeichnete Petersen einen leichten Rückgang von 6.100 Anfragen im Jahr 2002 auf nun 5.900.

Der ERF strahlt seit fast 30 Jahren Sendungen für fremdsprachige Mitbürger aus. Im In- und Ausland beteiligt er sich finanziell an Sendungen in 42 Sprachen. Für den deutschsprachigen Raum produziert der ERF zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für Ausländer (AfA) in Gießen zehn fremdsprachige Radioprogramme und Telefonandachten in 17 Sprachen. Gemeinsam mit seinem internationalen Partner Trans World Radio verbreitet der ERF die christliche Botschaft in rund 190 Sprachen rund um den Globus. Vorsitzender des ERF Trägervereins ist der Unternehmer Joachim Loh (Haiger).

Der ERF hat 2003 laut dem Geschäftsführer Rüsch 13,88 Mio. Euro eingenommen (2002:14,27 Mio. Euro). Dem standen Ausgaben von 14,07 Mio. Euro (2002: 14,65 Mio. Euro) gegenüber. Die im Jahr 2001 gegründete ERF Stiftung hat Rüsch zufolge inzwischen ein Stiftungskapital von 1,38 Millionen Euro. Die ERF Stiftung hat den Zweck, vor allem die Arbeit des Evangeliums-Rundfunks zu fördern. Die von der Stiftung in 2003 erwirtschafteten 21.000 Euro wurden an den ERF für das Jugendradio CrossChannel ausgeschüttet.

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