Rheinischer Präses besucht den Evangeliums-Rundfunk

Nikolaus und Anne Schneider berichten über den Tod ihrer Tochter

        Wetzlar (lo). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und seine Frau Anne (Düsseldorf) haben dem Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar einen Besuch abgestattet. Dabei trafen Sie auch mit ERF Direktor Jürgen Werth zusammen.

Ehepaar Schneider war Gast einer Fernsehsendung der Reihe "Hof mit Himmel". Unter dem Thema "Wir sehen uns im Himmel" berichteten beide über die Krebserkrankung ihrer jüngsten Tochter Meike und deren Tod mit 22 Jahren im Februar 2005.

Seitdem der Präses und seine Frau erstmals öffentlich zu diesem tragischen Ereignis Stellung genommen haben, sind sie gern gesehene Gesprächspartner bei vielen Medien. Ein halbes Jahr nach dem Tod von Meike haben sie zudem ihr Tagebuch veröffentlicht unter dem Titel "Ich will mein Leben tanzen", das im Medienverlag der Rheinischen Landeskirche erschienen ist.

In der ERF Sendung erzählen sie Moderator Willi Wild vom Ausbruch der Krankheit, den Hoffnungen und Enttäuschungen in den zwei Jahren des Leidens bis zum Tod von Meike. Die Nachricht von ihrer ernsten Erkrankung habe sie im Osterurlaub überrascht. Damals stand Schneider kurz vor seiner Einführung als Präses der mit 2,95 Millionen Mitgliedern zweitgrößten evangelischen Landeskirche. Als es klar war, wie ernst es um ihre Tochter stand, hätten sie den Urlaub sofort abgebrochen und seien an ihr Krankenbett geeilt. "Ich war sehr betroffen", so Nikolaus Schneider, der als Pfarrer schon viel Leid und Schmerz in anderen Familien miterleben musste. Hier sei er nicht als Theologe sondern ganz persönlich als Vater seiner Tochter vom Leid eingeholt worden. Zwei mal war Meike aus dem Krankenhaus "gesund" entlassen worden. Der dritte Ausbruch des Blutkrebses führte zum Tod.

"Ich habe mit Meike zusammen Bücher von anderen Betroffenen gelesen, die sich mit Krebs und Tod auseinander setzen", erinnert sich Anne Schneider, die als Lehrerin Religion und Mathe unterrichtet. Die Achterbahn der Gefühle nach vermeintlicher Heilung und erneutem Krankenhausaufenthalt sei für ihn das Schlimmste in dieser Zeit gewesen, so der Präses. "Es hat uns sprachlos gemacht, wenn wir gedankt hatten für die Heilung und anschließend die Krankheit wieder ausbrach", ergänzt Anne Schneider. In dieser Zeit habe sie die Passionsgeschichte Jesu getragen. Die zwei letzten Jahre mit der jüngsten von insgesamt drei Töchtern habe gezeigt, dass Gott keine abstrakte Theorie sei, sondern ein konkretes Gegenüber. Und doch werde für sie manches schwer und Fragen unbeantwortet bleiben. Nicht die Frage, ob Gott da sei, sondern die Frage "Warum musste Gott das tun?" habe die Familie bewegt.

Zum Schluss der Sendung drücken der Präses und seine Frau ihre Hoffnung aus. "Meike ist uns voraus gegangen. Wir haben hier eine Zeit mit ihr gemeinsam gehabt und wir werden sie in Zukunft wieder sehen in Gottes Reich."

Ausgestrahlt wird die Sendung "Hof mit Himmel" mit Präses Nikolaus Schneider und seiner Frau Anne erstmals am Samstag, 22. Juli, um 9.30 Uhr beim Spielfilmsender DAS VIERTE (analog/digital auf Satellit ASTRA und im Kabel), um 17 Uhr auf rheinmaintv (u. a. Kabel analog) und am Sonntag, 23. Juli, um 17 Uhr bei Bibel TV (u. a. ASTRA digital). Die Sendung gibt es auch im Internet unter www.life-tv.net.

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