ERF Medien nimmt Anlage zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Betrieb

Innovativ: Land Hessen fördert Maßnahme mit 22.650 Euro

Wetzlar (ERF). Eine Anlage zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung hat ERF Medien in Dalheim für rund 300.000 Euro in Betrieb genommen. Die Kosten werden durch Spenden und durch die prognostizierten Einsparungen in den nächsten Jahren finanziert. Ein Teil der Anlage wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit insgesamt 22.650 Euro gefördert.

„Ursprünglich sollten nur die über 20 Jahre alten Heizungskessel ausgetauscht werden. Daraus ist nun ein Referenzobjekt für innovative Energieversorgung geworden“, so Betriebsleiter Thomas Helsper. ERF Medien hat die Investition in eine neue effiziente Gastherme mit umfassenden Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauches verbunden. Da pro Jahr rund 500.000 Kilowattstunden Strom verbraucht werden, entschied sich das Unternehmen zusätzlich für die Anschaffung zweier Mini-Blockheizkraftwerke. Diese leisten jeweils bis zu 20 Kilowatt (kW) elektrische und bis zu 40 kW thermische Energie. Sie stehen in den Übergangszeiten auch für die Heizungsversorgung zur Verfügung. „Der Strombedarf kann so zur Hälfte mit eigen erzeugter Energie gedeckt werden“, freut sich Helsper. Die Blockheizkraftwerke des Herstellers EC Power erzielen einen Gesamtwirkungsgrad von 96 Prozent und sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet.  In der Begründung zu diesem Umweltzeichen heißt es: „Diese Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung zählt zu den effektivsten Möglichkeiten der Energieerzeugung und eignet sich besonders für dezentrale Standorte. Blockheizkraftwerke mit dem Blauen Engel sparen Primärenergie und senken die CO2-Emissionen.“

Die anfallende Wärme wird zwischengespeichert und steht zu jeder Jahreszeit auch für die neuen Absorptionskältemaschinen zur Verfügung. „Durch diese Technik können die Stromkosten weiter gesenkt werden, da die notwendige Kühlung beispielsweise für IT-Serverräume bisher ausschließlich über strombetriebene Geräte erfolgte“, rechnet Helsper vor.

Die Firma Koop-Brinkmann (Drebber/Niedersachsen) wurde mit der Umsetzung beauftragt, die nach gründlicher Planungsphase von Juni bis September erfolgte. Die Elektro-Installation führte die Firma Salzmann (Aßlar) durch.

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