Wartburg-Gespräche von ERF Medien zu „Gender Mainstreaming“

„Mann oder Frau, oder was?“

Eisenach/Wetzlar (ERF). „Gender Mainstreaming“ - Immer wieder hört man in den letzten Jahren davon. Dahinter verbirgt sich das Bestreben, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Gemäß Vertretern der Genderforschung sind Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht naturbedingt, sondern das Ergebnis von gesellschaftlichen Konventionen und Erziehung. Unter dem Titel „Mann oder Frau, oder was?“ diskutieren in der Fernsehsendereihe „Wartburg-Gespräche“ von ERF Medien (Wetzlar) Experten zu dem Thema  mit dem Moderator und Vorstandsvorsitzenden von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar). Die Sendung wird am Dienstag, 17. September, ab 20.15 Uhr  bei ERF 1 ausgestrahlt.

„Ich wünsche mir, dass wir aus alten Festlegungen herausgehen, aber nicht in neue Festlegungen hereingehen“, sagt die Dozentin und Lehrbeauftragte Martina Kessler (Gummersbach). In Vorträgen und Seminaren beschäftigt sie sich mit den Themenschwerpunkten Frauen, Ehe, Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation. Sie analysiert die Gegenwart mit den Worten „Liebloser Feminismus kommt aus lieblosem Patriachat. Jetzt schlägt das Pendel um.“

 

Hedwig von Beverfoerde (Magdeburg), Mutter dreier Kinder und Diplom-Betriebswirtin, hat eine Bürgerinitiative zu familienpolitischen Fragen gegründet, das bundesweite Familiennetzwerk und die Kampagne „Familie sind wir“ aufgebaut und ist Sprecherin der Initiative Familienschutz, die sich für Recht und Freiheit der Familie gemäß Artikel 6 des Grundgesetzes einsetzt. Sie äußerte sich zu Gender Mainstreaming: „Letztlich wird eine Frauenbevorzugungspolitik gemacht. Ich finde es ungerecht, wenn ein Geschlecht bevorzugt wird. Das ist genau so wenig in Ordnung wie die Benachteiligung von Frauen.“ Die aktuelle Entwicklung sieht sie kritisch: „Ich habe keine Lust, die Dinge immer zu problematisieren. Wir sind als Mann und Frau gemacht und Schluss.“ Zudem kritisiert Frau von Beverfoerde: „Ungerechtigkeiten werden benutzt, um uns in der Frage des Geschlechts an sich zu verunsichern. Geschlechtergerechtigkeit und Gender sind nicht das Gleiche.“
Der Diplom-Psychologe, Ehe- und Familientherapeut, Supervisor sowie psychologischer Psychotherapeut Joachim Lask (Mühltal) kann sieht eine positive Herausforderung im Gesamtthema: „Ich finde es gut, dass wir darüber nachdenken, was typisch männlich ist und was typisch weiblich. Können wir es überhaupt so genau sagen?“


Die Sendung der Reihe „Wartburg-Gespräche“ ist  auf der Wartburg bei Eisenach aufgezeichnet worden. Zu sehen ist das Programm bundeweit bei ERF 1 per Satellit, Kabel und App sowie im Internet (www.erf.de). Wiederholungen laufen am 18. September um 10.15 Uhr und am 20. September um 14 Uhr.

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