ERF Medien organisiert erste Europakonferenz für das „Projekt Hannah“

Frauen aus 25 Nationen haben in Braunfels getagt

Braunfels (ERF). ERF Medien in Wetzlar hält Verbindungen zu christlichen Radio- und Fernsehmacher in aller Welt. Das wurde bei einer Konferenz in Braunfels sichtbar, zu der der ERF Mitarbeiterinnen von „Projekt Hannah“ aus 25 Nationen zusammen gebracht hatte. Unter der Leitung der Gründerin von „Projekt Hannah“ waren Frauen aus europäischen, arabischen und afrikanischen Ländern sowie aus Zentralasien nach Mittelhessen zur ersten Europakonferenz zusammen gekommen. Unter dem Namen „Projekt Hannah“ hat die Radiomission TWR 1998 die ersten Sendungen speziell für Frauen ins Programm genommen. Heute gibt es die Sendereihe in 64 Sprachen. Frauen und Männer aus 124 Ländern begleiten die Radioarbeit durch regelmäßiges Gebet.

 

Die Mitarbeiterinnen haben sich eine Woche lang über die Situationen von Frauen in ihrer Heimat ausgetauscht und Strategien beraten, wie sie die Lage dieser Frauen verbessern können. Bei einem Abend unter dem Thema „Fest der Hoffnung“ nahmen rund 250 Besucher im Haus Höhenblick in Braunfels teil. Dabei berichtete die Regionalkoordinatorin für Afrika, Ruth Mbennah (Pretoria), von schrecklichen Erfahrungen von Mädchen und Frauen auf dem schwarzen Kontinent. Noch immer würden in manchen Regionen junge Mädchen im Alter zwischen vier und acht Jahren beschnitten. Dies werde oftmals damit begründet, dass sie dadurch später einmal mehr Kinder bekommen könnten, oder es werden rituale und religiöse Gründe angeführt. Angeblich sollten die Mädchen dadurch heilig werden. Sie habe in einem Krankenhaus Mädchen gesehen, die bei der Beschneidung verletzt wurden. Mädchen müssten zum Teil entsetzlich leiden.

Auch gebe es Regionen, in denen Mädchen im Alter zwischen sieben und 17 Jahren verheiratet werden. Sie müssten mit ihrem Mann Geschlechtsverkehr ausüben und werden schwanger, obwohl ihre Organe dazu noch gar nicht fertig entwickelt sind. Frauen erfahren nach ihren Angaben häusliche Gewalt und Missbrauch in der Familie. Schülerinnen werden auf dem Weg zur Schule oder nach Hause vergewaltigt. Es gibt Schätzungen, nach denen alle 26 Sekunden in Südafrika eine Vergewaltigung geschehe. Dies treffe auch wenige Monate als Säuglinge. Der Gedanke dahinter sei bei Männern, die an Aids erkrankt sind, dass sie dadurch geheilt werden. „Unschuldige Babys leiden Unsägliches“, so die Afrikanerin. Durch die Sendungen wolle sie den Frauen Mut machen und ihnen helfen, den Alltag zu bestehen.

Eine Mitarbeiterin aus dem arabischen Sprachraum erläuterte, dass die Frau in ihrer Lebenswelt oft nichts wert sei. In einer muslimischen Männerwelt gelte die Frau häufig als unvollständiger Mensch. „Die Frau erhält oft nicht den Respekt in der Gesellschaft reden zu dürfen“, so die Referentin, die aus Angst vor Nachstellungen in ihrer Heimat lieber ungenannt bleiben will. Frauen sitzen in der arabischen Gesellschaft meist im Hintergrund, werden zum Teil nicht zur Schulbildung zugelassen. „Eine Frau in der arabischen Welt wächst mit dem Bewusstsein auf: Ich bin nichts wert“. Frauen in der muslimischen Gesellschaft wollen geliebt werden, sind aber meist häufig primär Sexobjekt für den Mann, führte die Referentin weiter aus. Die Sendungen von Projekt Hannah entfalteten in dieser Situation bei den Frauen eine starke Wirkung. „Wenn sie von Liebe und Friede hören durch Jesus, dann antworten viele darauf positiv mit Begeisterung“. Vom christlichen Glauben könne in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas selten öffentlich gesprochen werden. Deshalb seien die Medien wie Radio, Fernsehen und Internet die Instrumente, um Frauen mit dem christlichen Glauben bekannt zu machen. „Beim Hören der Sendungen können sie innerlich ihren Schleider ablegen“, so die leidenschaftlich für Frauen in der arabischen Welt eintretende Rednerin. Diese Frauen brauchten die Hoffnung des christlichen Glaubens. Deshalb nennen sich die Sendungen von Projekt Hannah „Hoffnung für Dich“. Im mittleren Osten könnten die Programme 350 Millionen Menschen in 21 Ländern erreichen.

 

Die Gründerin und Leiter von "Projekt Hannah", Mari Spieker (Cary/USA), zeigte sich begeistert, dass die christlichen Werte über das Radio so eine weite Verbreitung erhalten. Sie wolle sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Frauen die Freiheit im Glauben finden. Frau Spieker rief dazu auf, für Frauen in aller Welt zu beten, die Arbeit zu unterstützen und mitzuhelfen, dass sich in der Öffentlichkeit das Bewusstsein über die Situation von Frauen ändert. ERF Medien unterstützt Sendungen von Projekt Hannah in mehreren Sprachen.

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