ERF Medien blickt auf gutes Jahr zurück

Werth: "Unser Angebot wird gebraucht - mehr denn je!"

Wetzlar (ERF). ERF Medien (Wetzlar) blickt auf viele positive Entwicklungen in 2012 zurück. Darauf hat der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn) während der Mitgliederversammlung des ERF Trägervereins in Wetzlar hingewiesen. Mit dem im August 2011 gestarteten Digitalradio sei der ERF wieder in großer Fläche in Deutschland zu empfangen, „insbesondere entlang der großen Verkehrsachsen, wo Menschen im Auto oder Lkw die Gute Nachricht  hören können sowie auch in den großen Ballungszentren“. Das bundesweite Netz versorgt aktuell mit mobilem Empfang fast 70 Prozent der Einwohner in Deutschland und gut 50 Prozent der Fläche. Ab 2015 soll eine weitgehend flächendeckende Versorgung in ganz Deutschland sichergestellt sein. Der ERF habe viele positive Reaktionen von Hörern auf Digitalradio erhalten und eine anhaltende Steigerung seiner Spenderzahl beobachtet, so von Hagen. Das ermutige und gebe Anlass zu der Hoffnung, dass die Zahl der Menschen, die der ERF mit seinem Programm ERF Plus über Digitalradio erreicht, weiter wachse. 

Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Werth, der im September 2014 nach mehr als 40 Jahren aus dem Dienst des ERF ausscheiden will, berichtete, dass der ERF mit veränderter Leitung und neuem Schwung die Herausforderungen bewältigt hat. Der Aufsichtsrat hat sich auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. Im Frühjahr 2012 war der Vorstand auf zwei Personen mit Werth und Geschäftsführer Ulrich Rüsch verkleinert worden. Die neue Struktur hat eine mittlere Ebene mit Bereichsleitern eingeführt. So führen jetzt Dr. Jörg Dechert den Bereich Content, Michael vom Ende (Kommunikation), Thorsten Grahn (International), Jens Krombach (Rechnungswesen und Controlling) sowie Thomas Helsper (Betriebsleiter).
Werth sagte: „Unser Angebot wird gebraucht. Nach wie vor. Oder eher noch: mehr denn je.“ Die Medien bieten in dieser Mediengesellschaft nach Aussagen Werths geradezu einen „einzigartigen Zugang zu den Menschen“. 

Von einem positiven Ergebnis bei den Spenden berichtete Vorstand Ulrich Rüsch. So sei die Zahl der Spender im Berichtsjahr um beinahe vier Prozent gestiegen. Das zeigt sich in den Zahlen. Im vergangenen Jahr erzielte der ERF Erlöse in Höhe von 14,76 Mio. Euro(2011: 16,16 Mio. Euro). Die Aufwendungen betrugen 14,34 Mio. Euro (2011: 16,28 Mio. Euro, so dass ein Überschuss von 424.000 Euro ausgewiesen wurde. Im Jahr 2011 hatte der ERF viele Spenden für humanitäre Hilfe nach Naturkatastrophen erhalten und weitergeleitet, so dass der Etat um 1,5 Mio. Euro höher war.

Der Leiter des Bereichs Content, Dr. Jörg Dechert informierte darüber, dass er eine Medienverschiebung wahrnehme. Während bei der Gründung des ERF das Radio noch das elektronische Leitmedium gewesen sei, stehe das Internet kurz davor, diese Rolle zu übernehmen. Radiohören und Fernsehen würden dabei nicht völlig abgelegt, aber „sie verschmelzen mit dem Internet zu neuen Nutzungsgewohnheiten“. Dieser Entwicklung trage die Entscheidung Rechnung, die Abteilungen Radio, Fernsehen und Online beim ERF zu einem gemeinsamen Bereich Content zusammenzufassen. 

Bei ERF Plus habe sich das Nutzungsverhalten dank Digitalradio verändert. Viele hörten jetzt den ganzen Tag. Immer wieder höre der ERF von Erfahrungen, dass „Gott durch das Programm Menschen hilft, das Leben mit seinen Alltäglichkeiten und in Krisensituationen besser durchzustehen“. Neben Digitalradio trete die Verbreitung über das Internet und mobile Endgeräte. Das Programm ERF Pop werde weiter zu einem evangelistischen Programm ausgebaut. Zudem habe man begonnen das Webradio CrossChannel.de zur multimedialen Jugendplattform weiterzuentwickeln, die auf dem Videoportal Youtube genauso aktiv ist wie in den sozialen Netzwerken Facebook & Co.

Dechert kündigte an, dass die beiden Fernseh-Sendereihen „Hof mit Himmel“ und „Gott sei Dank“ auf ERF 1 in diesem Jahr einem Relaunch unterzogen würden mit neuem optischem Gewand, neuen Gastgebern und der sogenannten Greenbox-Technik.

Erfreulich sei auch die Zahl der Nutzer im Bereich Online. So würden monatlich rund 1000 Personen an den 27 unterschiedlichen Workshops teilnehmen. Um in diesem Bereich zukunftsfähig zu bleiben, arbeite man daran, die Workshopangebote auch auf mobilen Endgeräten einfacher zugänglich zu machen. „Smartphone ist die Fernbedienung für das Leben“, so Dechert. Das mobile Gerät verändere alles und mache Fernsehen, Radio, CDs und Computer überflüssig. 

Der Bereich Kommunikation  wurde um das Fundraising, das Marketing und das Servcie-Center erweitert. Dadurch seien Synergien entstanden, so Bereichsleiter Michael vom Ende. Die Zahl der Einrichtungen, die ERF Programme einspeisen, sind auf 221 Krankenhäusern und Seniorenzentren gestiegen, ein Plus von 51 Häusern gegenüber dem Vorjahr. Auch die Auflage des zweimonatlichen Magazins ANTENNE konnte weiter stabilisiert werden auf aktuell 120.000 Exemplaren. Zudem gibt es die ANTENNE auch als Blätterkatalog im Internet, der auch für mobile Endgeräte verfügbar ist. 

Der Leiter des Bereiches International, Dr. Thorsten Grahn, berichtete, dass das internationale Telefonangebot auf inzwischen 26 Sprachen ausgeweitet werden konnte mit 900 Anrufen pro Tag. Sein Einsatz beim „Triathlon4Afrika“ erbrachte rund 6000 Euro für Projekte in Afrika. Im Dezember konnte das Radioprojekt „366 Radiosendungen in persischer Sprache“ abgeschlossen werden. Die Sendungen werden auch in den Iran ausgestrahlt. In diesem Frühjahr wurde die tägliche 5-minütige Fernsehsendung des Bereichs International mit einer monatlich einstündigen Radiosendung bei ERF Plus ergänzt. Derzeit begleitet der ERF mehr als 40 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa und in der GUS/Zentralasien. 

Neu in den ERF Trägerverein aufgenommen wurde der 1. Vorsitzende des Chrischona-Gemeinschaftswerkes in Deutschland, Wieland Müller (Gießen).

 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren