„Wartburg-Gespräche“: Thema „Gesellschaft ohne Gott?“

ERF Fernseh-Talkshow: Glaube heute ist begründungspflichtig geworden

Eisenach/Wetzlar (ERF). „Gerade Leute, die sich für besonders aufgeklärt halten, sind besonders anfällig für Esoterik. Tagsüber sitzen sie am Computer, abends lassen sie sich im Wald von einer Hexe die Zukunft erklären oder umarmen Bäume.“ Diese Ansicht äußert der Kulturjournalist Dr. Alexander Kissler (München) bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung der Reihe „Wartburg-Gespräche“ auf der Wartburg bei Eisenach. Der Autor spricht zu dem Thema „Gesellschaft ohne Gott?“ In der Sendung geht es um eine immer stärkere Säkularisierung Deutschlands. Kirche und christlicher Glaube scheinen in vielen Bereichen des Alltags kaum noch eine Rolle zu spielen. „Glaube heute ist begründungspflichtig geworden. Die Zeit des Konventionschristentums ist vorbei“, so Dr. Kissler. Die Lüdenscheider Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg sieht trotz sinkender Kirchenmitgliederzahlen ebenfalls ein großes Interesse der Bürger an religiösen Fragen: „Ich glaube nicht, dass Menschen dem Glauben gegenüber so ablehnend sind, wie es auf der gesellschaftstheoretischen Ebene erscheint“, so die Theologin. Als Pfarrerin verfolge sie einen Auftrag für die Gesellschaft: „Das Evangelium ist die beste Botschaft der Welt und die gönne ich jedem Menschen. Dafür mache ich gerne Werbung mit Wort und Tat.“

Der aus Afrika stammende Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Dr. Fidon Mwombeki (Wuppertal), verglich die Situation in Deutschland mit seiner Heimat: „Die Religiosität in Tansania ist insgesamt viel stärker, auch bei Christen. Man spricht sehr gerne über Gott. Man ist stolz auf die Tatsache, dass man ein Christ ist. In Deutschland reden die Christen, die ich kenne, nicht stolz über ihren Glauben. Das finde ich merkwürdig.“ Mwombeki ist sich sicher, dass der Mensch ohne Glauben nicht auskommen kann: „Es kommt für jeden eine Zeit, in der er sich auf den gnädigen Gott verlassen muss.“

Die Sendung, die der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), moderiert, ist am Dienstag, 20. September, um 21 Uhr (Wh. 21. September um 15 Uhr und 25. September um 20 Uhr) bei ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de) zu sehen.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren