ERF unterstützt seit 25 Jahren Entwicklungshilfeprojekt „Afrika soll leben“

Radiosendungen gegen Hunger und Krankheit

Wetzlar (ERF). Vor 25 Jahren haben der ERF Medien in Wetzlar und sein internationaler Partner TWR das Entwicklungshilfe-Projekt „Afrika soll leben“ gestartet. Vor allem durch Radiosendungen werden praktische Hilfen zu Hygiene, Ernährung, Erziehung, Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit gegeben.  In den ersten Jahren hat der ERF den Bau von Solarkochern unterstützt und deutsche Ingenieure als Leiter nach Nairobi entsandt.  Ende 2004 konnten ERF und TWR das Solarkocherprojekt in einheimische Hände übergeben. 

Aufgrund der dramatischen Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids wurde eine eigenständige Sendereihe zu diesem Thema entwickelt unter dem Titel „Herausforderung Aids“. Die Sendereihen werden heute in mehrere afrikanische Sprachen übersetzt und in über 20 Ländern Afrikas ausgestrahlt über staatliche Rundfunksender, private und christliche UKW-Stationen sowie über die Sendeanlagen von TWR in Swasiland und Johannesburg (Südafrika).

„1984/85 herrschte eine Dürrekatastrophe in Ostafrika“, schildert der Leiter von ERF International, Dr. Thorsten Grahn, die Beweggründe für das Projekt „Afrika soll leben“.  „Eine Frage, die uns damals bei ERF Medien und TWR bewegte, war: Wie können Radiosendungen den Menschen in Afrika neue Hoffnung und Perspektive geben und ihnen im Kampf gegen solche Katastrophen helfen?“ Als Antwort auf diese Frage wurde 1986 das „Afrika soll leben“ ins Leben gerufen. Das TWR-Regionalbüro in Kenia produzierte zunächst spezielle Radioprogramme zur Verbesserung der Lebenssituation. Ziel war und ist es, den Menschen in Afrika über das Radio langfristige konkrete Hilfe zum Leben zu geben.

Im Laufe der Zeit wurden die Themen immer vielfältiger. So gibt es inzwischen Sendungen zu Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Familie, Versöhnung und anderen Themen aus der Lebenssituation der Afrikaner. Als in den 90er Jahren AIDS zunehmend das Leben der Afrikaner bedrohte, wurde das Programmangebot mit speziellen Sendungen zu diesem Thema erweitert. „Die Inhalte sind biblisch basiert und werden in Zusammenarbeit mit einheimischen Ärzten und Experten entwickelt. Die fortführend Arbeit geschieht dann in enger Kooperation mit lokalen Partnern. “, schildert Dr. Grahn.

Neben Umwelt und Familie wird ein weiteres gerade für Afrika sehr wichtiges Thema in den Sendungen behandelt. Wie kann Versöhnung und Vergebung nach Bürgerkriegen und ethnischen Konflikten gelingen? Welche Rolle spielt der Glaube an Gott dabei?

„Ein attraktives Radioprogramm ist nach wie vor eine der besten Möglichkeiten um Menschen in Afrika anzusprechen“, meint Dr. Grahn. Rund 40 Prozent aller Menschen im Afrika südlich der Sahara können weder lesen noch schreiben. Aber Radio hören sie sehr gerne und viel. Ein Fernseher braucht Strom, den es vielerorts nicht gibt. In muslimischen Gebieten sendet Radio über Grenzen hinweg. Das Empfangsgerät lässt sich zudem leicht verstecken. Selbst in Kriegsgebieten ist es für die meisten steter Begleiter. „Deshalb setzen wir auch weiterhin aufs Radio, um die Menschen in Afrika zu erreichen“, so Dr. Grahn.

Angesichts der neuerlichen Hungersnot in Ostafrika hat ERF Medien im Juli einen Hilfsfonds eingerichtet. Eingehende Spendengelder werden einerseits an christliche humanitäre Organisationen weitergeleitet, die vor Ort mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten dem Hunger begegnen. Andererseits fördert der ERF mit den Geldern Sendungen für die Notleidenden, die TWR in Kenia produziert und ausstrahlt. Spenden an den ERF Hilfsfonds werden erbeten unter dem Stichwort „ERF Hilfe Ostafrika (1657)“ auf das Konto 9091 bei der EKK Kassel (BLZ 520 604 10).

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