„Wartburg-Gespräche“: Thema „Die Macht der Medien“

ERF Fernseh-Talkshow: „Der Nachrichtenstrom ist breiter geworden, nicht tiefer“

Eisenach/Wetzlar (ERF). Kritik an der Macht der Medien haben die Teilnehmer einer Aufzeichnung der Fernsehsendereihe „Wartburg-Gespräche“ auf der Wartburg bei Eisenach geübt. „Die Medien sind eine vierte Gewalt, aber manchmal bekommt man den Eindruck, sie seien die erste“, so der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein (CSU).

Als Phänomen der Gegenwart sei zu beobachten, dass die Menge der Meldungen zugenommen habe, nicht aber ihr Inhalt, so der Leiter Presse und Kommunikation des Deutschen Bundestages, Dr. Guido Heinen: „Der Nachrichtenstrom ist breiter geworden, nicht tiefer“.

Auch selbstkritische Stimmen sind zu hören, etwa vom Leiter der ZDF-Hauptredaktion „Aktuelles“ und stellvertretenden Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen: „Wir haben in Deutschland eine Erregungskultur. Man fällt viel zu schnell kalte, scharfe Urteile. Es ist wichtig, dass es Journalisten gibt, die sich die Zeit nehmen zu hinterfragen“.

Der Standortleiter an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf, Prof. Dr. phil. Christian Schicha, sieht eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen Politik und Medien: „Die Politiker brauchen die Medien und die Medien brauchen die Politiker. Es ist ein Wechselspiel: Publizität gegen Information.“

Die Sendung, die der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), moderiert, ist am Dienstag, 19. Juli, um 21 Uhr (Wh. 20. Juli um 15 Uhr und 24. Juli um 20 Uhr) bei ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de) zu sehen.

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