„Wartburg-Gespräche“: „Embryonentest – Irrweg oder Ausweg?“

ERF Fernseh-Talkshow: Gute Chancen für eine Durchsetzung des Verbotes der PID

Eisenach/Wetzlar (ERF). Die Diskussion um die Zulassung mittels Präimplantationsdiagnostik (PID) darf nicht mit der Frage verknüpft werden ‚Wie stehen wir zu Behinderten?‘. Diese Ansicht vertritt der ehemalige Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover, Prof. Dr. med. Horst von der Hardt (Burgwedel). „Der Anteil von Behinderungen, die mit Hilfe von PID diagnostiziert werden können, ist nämlich sehr gering.“ Bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung der Reihe „Wartburg-Gespräche“ von ERF Medien auf der Wartburg bei Eisenach bewertete Prof. von der Hardt die Diskussion zur PID positiv: „Mein Berufsstand hat es nötig wieder über Ethik nachzudenken. Das ist in der Überbürokratisierung untergegangen.“

Pfarrer Thomas Günzel (Leipzig) äußerte im Gespräch seine Bedenken gegen PID: „Wir leben heute in Deutschland in einer Situation, in der Behinderte gute Unterstützung erfahren. Aber wir leben auch in der Sorge, das könnte sich eines Tages ändern.“

Gegen die Zulassung von Gentests an Embryonen hat sich der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Steffen Bilger (Backnang) ausgesprochen. „Es kann nicht sein, dass man in Deutschland wieder entscheidet, was lebenswert ist und was nicht. Was ist das Ende der Entwicklung? Das ist vor allem meine Sorge“, so Bilger. Der Politiker sieht gute Chancen für eine Durchsetzung des auch von ihm unterstützten Verbotes der PID. Bis zum Sommer soll im Bundestag ein Gesetz dazu verabschiedet werden.

Der emeritierte Theologieprofessor Dr. Wilfried Härle (Heidelberg) sprach sich ebenfalls gegen die Freigabe der PID aus. „Eine Legalisierung wäre ein Bruch mit unserer Rechtsordnung“, so Prof. Härle.

Die Sendung, die der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), moderiert, ist am Dienstag, 17. Mai, um 21 Uhr (Wh. 18. Mai um 15 Uhr und 22. Mai um 20 Uhr) bei ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de) zu sehen.

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