ERF Medien: ERF Radio kommt im August über digitale Antenne per DAB+

Punktlandung bei Jahresbudget – Verbreitungswege werden immer vielfältiger

Wetzlar (ERF). Die Zahl der Verbreitungswege für Radio und Fernsehen ist in den letzten Jahren nahezu explodiert. Diese Ansicht äußerte der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), bei der Jahresversammlung des ERF Trägervereins. So hat der ERF in den vergangenen Monaten seine Programme für mobile Endgeräte wie iPhone und Android aufbereitet. Außerdem findet man ERF Angebote auch bei den sozialen Netzwerken facebook und Twitter. Insgesamt zerbrösele „der Glaube an den Fortschritt“ in der Gesellschaft, so Werth. „Auf dem Weg in die Irre ist Rückschritt Fortschritt“. Mit diesem Zitat des österreichischen Dichters Josef Viktor Stummer wies Werth auf die allgemeine Ratlosigkeit hin. Der ERF weise „beherzter und liebevoller und einfallsreicher denn je zuvor“ auf die ihm anvertraute Botschaft hin.

Im August will ERF Medien sein Programm ERF Radio bundesweit über digitale Antenne im neuen DAB+-Standard verbreiten. Für 2011 erwarte der ERF deshalb ein Jahr des Aufbruchs. ERF Vorstand Technik und Marketing, Hartmut Diehl, berichtete, dass die DAB+-Ausstrahlung zunächst jährlich rund 384.000 Euro kosten werde. Dieser Betrag könne mit bis zu 200.000 Euro durch Werbeeinnahmen aufgefangen werden. DAB+ wird mit 27 Sendern bundesweit starten. Wenn bis 2015 der Ausbau auf 100 Sender erfolgt sein wird, werden die Kosten auf etwa 1,2 Millionen Euro steigen. Dafür werde ERF Radio bundesweit rund um die Uhr über Antenne (mobil und fest) empfangbar.

Der Leiter von ERF Medien Schweiz, Hans-Peter Hugentobler (Pfäffikon), berichtete, dass DAB+ ein Erfolgsmodell in der Schweiz sei. Bisher seien rund 700.000 Geräte verkauft worden und damit verfügten 20 Prozent der Haushalte über DAB+. Der ERF bietet dort sein Programm Life Channel an. Noch in diesem Jahr plane man auch das Programm ERF Radio schrittweise aufzuschalten, so dass spätestens 2015 Hörer in ihrem Autoradio vom Gotthard bis Flensburg ERF empfangen können.

Die Mittelwellenausstrahlung aus Mainflingen bei Hanau wird nach Angaben von Diehl schrittweise ausgeschaltet. Ende Juli werden die Abendsendungen eingestellt, Ende des Jahres auch die Sendungen morgens. Derzeit ist ERF Radio über Mainflingen morgens von 6 bis 10 Uhr und abends von 19.30 bis 23 Uhr empfangbar. Für die Mittelwelle müsse der ERF derzeit so viel Geld zahlen wie dies beim Endausbau von DAB+ der Fall sein werde. DAB+ aber biete viel mehr. Der ERF habe dem Betreiber Mediabroadcast die Mittelwelle Mainflingen zur Vermietung frei gegeben. Der Auftrag des ERF sei es Radio für Deutschland und die Welt zu produzieren. Dazu biete DAB+ mehr Chancen.

Nach Angaben von Vorstand Personal und Finanzen, Ulrich Rüsch, ist das Budget des ERF für 2010 mit einer Punktlandung eingehalten worden. Allerdings seien die Einnahmen des ERF hinter den Erwartungen zurück geblieben. Rüsch stellte fest, dass die Zahl der Spender nach dem Jubiläumsjahr zurückgegangen sei. Während es im Jubiläumjahr 2009 insgesamt 48.460 Spender waren, haben in 2010 nur 47.120 Personen gespendet. Zum Vergleich: 2008 waren es 47.250 Spender.

Als Ursache für den Rückgang an Spendern sieht Werth, dass die Zahl der „engagierten Christenmenschen nicht größer“ werde, was nicht zuletzt an den demografischen Gegebenheiten liege.

Rüsch gab bekannt, dassder ERF im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von 14,68 Mio. Euro (2009: 15,07 Mio. Euro) erzielte. Die Aufwendungen betrugen ebenfalls 14,68 Mio. Euro (2009: 15,54 Mio. Euro). Dadurch ergab sich ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis (Minus von 4.641 Euro).

Für 40-jährige Mitgliedschaft im ERF Verein wurde der ehemalige Präses des Bundes Freier evangelischen Gemeinden, Peter Strauch (Witten) geehrt, für 30-jährige Treue die Unternehmerin Gerda Orth (Eschenburg-Eibelshausen), für 25 Jahre der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake (Wetzlar), idea-Leiter Helmut Matthies (Wetzlar), Pfarrer i. R. Wilfried Reuter (Walsrode) und der Rektor der Freien Theologischen Hochschule,  Prof. Dr. Helge Stadelmann (Gießen).

Neu in den Trägerverein aufgenommen wurden Tabea Dölker (Holzgerlingen bei Stuttgart), Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Pfarrer Michael Diener (Kassel), der Präses des Bundes Freier evangelischen Gemeinden und Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Ansgar Hörsting (Witten), der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Klaus Sturm (Stuttgart), Theologieprofessor Dr. Peter Zimmerling von der Universität Leipzig und Pastor Kornelius Holmer (Brunow bei Parchim).
 

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