Andacht Lesezeit: ~ 4 min

Die beste Gelegenheit

Jesus fragt: Warum erkennst Du mich nicht?

Eine einmalige Gelegenheit. Darum geht es Jesus in seiner Rede, von der der Arzt Lukas in seinem Bericht über Jesus im 12. Kapitel berichtet (Lukas 12,54-59). Dabei wendet Jesus sich hier ausdrücklich an alle Leute, die dort standen: „Jesus redete zu der Menschenmenge“ (Vers 54). Viele meinen ja: „Was Jesus sagt, das geht mich doch gar nichts an. Was habe ich denn mit Jesus zu tun? Überhaupt nichts!“ Wenn Sie das auch so sehen, dann können Sie sicher sein: Jesus wendet sich an Sie.

Viele meinen ja: „Was Jesus sagt, das geht mich doch gar nichts an. Was habe ich denn mit Jesus zu tun? Überhaupt nichts!“ Wenn Sie das auch so sehen, dann können Sie sicher sein: Jesus wendet sich an Sie.

 

Er sagt hier: „Ihr seid schon echt ein sonderbares Völkchen, ihr Menschen! Wenn es z. B. ums Wetter geht, dann versteht ihr es ganz hervorragend, alle Anzeichen richtig zu deuten. Tauchen Wolken im Westen auf – über dem Mittelmeer – dann wisst ihr genau: Es gibt Regen. Und so kommt es auch (Vers 54). Schlägt aber die Großwetterlage um und der Wind kommt aus Süden – von der Sinaihalbinsel – dann ist euch völlig klar: es wird heiß. Und auch damit liegt ihr völlig richtig.“ (Vers 55).

Ich bin in einem kleinen Dorf von Weinbauern aufgewachsen. Und die Winzer konnten das ganz genau so, wie Jesus das hier beschreibt. Je nachdem, von wo der Wind kam und wie die Wolken dabei aussahen: die Bauern wussten ziemlich genau, wie das Wetter werden würde. „Ihr seid doch ganz schön clever!“, sagt Jesus. „Clever, wenn es darum geht, die Anzeichen für das Wetter zu deuten.“ Und auch viele andere Hinweise im alltäglichen Leben können wir bestens deuten. Hat eines meiner Kinder schlechte Laune, dann weiß ich: heute wird es noch Zoff geben.

Eine Frage von Jesus schließt sich an: „Warum versteht ihr dann nicht, was die Ereignisse dieser Zeit ankündigen?“ (Vers 56) Eigentlich konnte das niemand übersehen. Was alles geschah, seit Jesus öffentlich in Israel auftrat. „Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Gute Nachricht verkündet.“ (Lukas 7,22) Und damit erfüllte Jesus genau, was Gott durch den Propheten Jesaja 700 Jahre zuvor angekündigt hatte (Jesaja 26,19; 29,18; 35,5f; 42,7; 61,1ff).
 

„Das ist der Messias“, wäre die logische Reaktion. Derjenige, der unsere Welt heilt. Und der uns Menschen retten will. Retten aus einer Welt, die das wichtigste überhaupt verloren hatte: nämlich Gott und die Beziehung zu ihm. Retten aus einem Leben, das durch Krankheit und Tod ständig bedroht ist.

Bei der offensichtlichen Beweislage ist das nicht zu fassen: kluge Menschen erkennen nicht, dass Jesus die Gelegenheit ist, endlich mit Gott ins Reine zu kommen.

Und diese Person – der Messias – ist Jesus. „Wieso erkennt ihr das nicht?“ So fragt Jesus. Und in der Tat: Bei der offensichtlichen Beweislage ist das nicht zu fassen: kluge Menschen erkennen nicht, dass Jesus die Gelegenheit ist, endlich mit Gott ins Reine zu kommen. An der Beweislage hat sich bis heute nichts geändert. Seine Frage stellt Jesus immer noch. „Warum seid ihr denn nicht in der Lage, mich zu erkennen?“

 

Der Gleichgültige fragt: „Wozu soll das denn gut sein? Ist es nicht egal, ob ich erkenne, wer Jesus ist?“ Die Frage finde ich gut. Denn sie bringt den Gleichgültigen an den entscheidenden Punkt. Jesus antwortet darauf: „Für dein ewiges Schicksal ist es von allergrößter Bedeutung, dass Du erkennst, wer ich bin. Und Jesus erklärt: „Deine Situation ist so, als wärst Du mit einem Gegner auf dem Weg zum Gericht. Jetzt setze alles daran, die Angelegenheit zu klären, bevor dein Gegner dich vor den Richter bringt. Denn dann ist es zu spät. Du wirst dort verurteilt werden und landest im Gefängnis.“(Vers 58).

Deine Situation ist so, als wärst Du mit einem Gegner auf dem Weg zum Gericht. Jetzt setze alles daran, die Angelegenheit zu klären, bevor dein Gegner dich vor den Richter bringt. Denn dann ist es zu spät. Du wirst dort verurteilt werden und landest im Gefängnis. – Jesus Christus

 

Jesus spricht hier sehr offen. Sie und ich, wir gehen auf ein Gericht zu. Wenn wir gestorben sind, werden wir uns alle vor Gott verantworten. Und dann zählt nur noch, wie jeder einzelne vor Gott da steht. Wenn ich nur an das Gebot denke: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22,37) Dann wird mir klar: Allein daran werde ich immer wieder schuldig. Von meiner Liebe zu den Mitmenschen ganz zu schweigen. Deshalb ist Jesus die Gelegenheit überhaupt. Jesus sagt in Johannes 5,24:

Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. – Jesus Christus

 

Deshalb entscheidet sich auch für Sie alles daran, ob Sie erkennen, dass Jesus derjenige ist, der Sie vor dem letzten Gericht Gottes bewahrt. Jesus ist die allerbeste Gelegenheit in Ihrem Leben. Deshalb bitte ich Sie: verpassen Sie diese Gelegenheit nicht.


Weitere Beiträge zum Thema

 

 

 

 


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.