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1 Virus, 1 Welt, 1 Hoffnung

Warum es nicht egal ist, wenn in China ein Sack Reis umfällt.


Immer wieder meint die Menschheit, mit ihren ultimativen wissenschaftlichen Erkenntnissen Gott überflüssig zu machen. Nun zeigt uns dieses mikroskopisch winzige Virus, wie klein und unbedeutend wir sind. Das macht uns Angst. Bitte hört nicht auf, Hoffnung zu verbreiten, jetzt wo so viele in ihren Häusern eingeschlossen sind. Damit die Herzen der Menschen neu zu Gott finden!“

Diese Nachricht erhält unser Partner im Nahen Osten von einem christlichen Hörer aus dem Irak. Ähnlich engagiert setzen sich Kollegen aus aller Welt dafür ein, dass Menschen neben praktischen Informationen zum Coronavirus auch die lebensrettende und verändernde Botschaft von Jesus hören. „Das ist unser Fokus“, sagt ein Produzent aus Zentralasien, einer Region, in der christliche Inhalte nicht ohne weiteres öffentlich verbreitet werden dürfen.

Doch die Botschaften kommen an, selbst in Corona-Zeiten. Das zeigen zum Beispiel viele ermutigende Rückmeldungen auf die Spezialsendereihe zum Coronavirus, die TWR China seit Anfang des Jahres produziert und ausstrahlt. In kurzen Impulsen gehen sie auf aktuelle Fragen, Ängste und Sorgen der Menschen ein.
 

Global und sozial auf Distanz

Als ich Anfang Februar unserem chinesischen Partner Unterstützung für die Verbreitung dieser Sendereihe zusage, ahne ich nicht, dass wir nur wenige Wochen später in Deutschland in gleicher Weise von der Pandemie betroffen sein werden.

Als ich Anfang Februar unserem chinesischen Partner Unterstützung für die Verbreitung dieser Sendereihe zusage, ahne ich nicht, dass wir nur wenige Wochen später in Deutschland von der Pandemie betroffen sein werden.

 

Die bekannte Redensart „Was interessiert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt“ erscheint seitdem überholt. Der Vergleich hinkt jedenfalls. Denn in unserer globalisierten Welt sind die gut 8.000 km Entfernung zwischen Deutschland und China keine Distanz mehr. Das macht die rasante Ausbreitung des Virus deutlich. Innerhalb weniger Wochen verbreitet es auf dem ganzen Planeten und legt nach und nach die gesamte Weltwirtschaft lahm.

Die Welt reagiert mit Ausgangssperren, verschärften Hygienemaßnahmen und Abschottung. Länder machen ihre Grenzen dicht. Wer kann, arbeitet von zu Hause. „Social Distancing“ heißt das Gebot der Stunde.
 

Solidarität statt Abschottung

Mit etwas gutem Willen gewöhne ich mich an die neuen Vorschriften und halte mich daran, um die Pandemie einzudämmen. Doch der Blick auf andere Nationen stimmt mich nachdenklich. Nur ein kleiner, privilegierter Teil der Weltbevölkerung kann sich an die strengen Vorschriften halten. Was ist mit den Millionen von Menschen, die dicht an dicht in Slums oder Flüchtlingslagern leben? Sie haben weder Platz noch sauberes Wasser oder Seife, geschweige denn permanente Stromversorgung oder Internet. Soziale Distanz einhalten ist für sie nicht möglich.

Was ist mit den Millionen von Menschen, die dicht an dicht in Slums oder Flüchtlingslagern leben? Sie haben weder Platz noch sauberes Wasser oder Seife. Soziale Distanz einhalten ist für sie nicht möglich.

 

Aber auch für reiche Industrienationen wie Deutschland ist Abschottung auf Dauer keine Lösung. Denn selbst wenn wir in unserem Land die Ausbreitung der Pandemie einigermaßen in den Griff bekommen und es schaffen, die Zahl der Todesopfer gering zu halten, sind wir als Exportnation abhängig vom Rest der Welt.

Die Corona-Pandemie macht deutlich: Was heute in Asien oder Afrika passiert, hat morgen Einfluss auf mein Leben. Wir sitzen alle in einem Boot.

 

ERF Medien ist seit seiner Gründung vor über 60 Jahren Teil des weltweiten Mediennetzwerks von TWR (Trans World Radio). Gemeinsam verbreiten wir christliche Hoffnungsbotschaften in über 190 Ländern und 275 Sprachen. Sie wollen erleben, was Gott weltweit tut? Erfahren Sie mehr über die Medienprojekte von ERF GlobalHope und machen Sie mit.

Trotz aller nötigen Distanz ist deshalb ein solidarisches Miteinander auf globaler Ebene wichtig. Als christliches Medienunternehmen mit internationalen Wurzeln möchten wir daher für unsere Partner und Freunde da sein - lokal und global. Denn der Medienkonsum geht in diesen Tagen überall auf der Welt steil nach oben. Gemeinsam können wir füreinander beten, praktisch helfen und die Hoffnungsbotschaft von Jesus über alle Grenzen hinweg verbreiten.

 

Gebetsanliegen

Beten Sie mit uns

  • für unsere Partner und ihre weltweiten Medienangebote – dass sie Grenzen überwinden und Hoffnung spenden können und Menschen aus allen Nationen dadurch zu Jesus finden.
  • für Medizin und Forschung – dass es bald ein Gegenmittel gibt und die Pandemie weltweit eingedämmt werden kann.
  • für Länder, in denen Schutz- und Hygienemaßnahmen wegen Armut kaum durchführbar sind.
  • für ein weltweites Miteinander von Politikern und Entscheidern, für Weisheit und Weitsicht, damit Hilfsmaßnahmen greifen und die Weltwirtschaft sich schnell wieder erholt.
     

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