Männer - warum sie nicht zur Kirche gehen

Männer gehen eher in ein Fußballstadion als in eine Kirche. Warum ist das so und was kann man dagegen tun?

Herr Adam ist Herausgeber der christlichen Männerzeitschrift „Adam Online“ und möchte Männer ermutigen, ihre Identität zu entdecken, zu entwickeln und zu leben. In dem Gespräch ging es um die Frage, warum Männer nicht in die Kirche gehen. Offensichtlich finden viele Männer Kirche eher langweilig. Oder glauben Männer einfach nur anders?

Die Sprache vermittelt: Kirche ist weiblich
„Lass uns Gemeinschaft miteinander haben“ oder „Hast du eine Beziehung zu Jesus?“; durch diese Art der Sprache wird vermittelt: Kirche ist weiblich, kommunikativ und weich. Auch viele der neueren Lobpreislieder verbreiten diese Atmosphäre. Die Körpersprache einiger Männer bei manchem Lobpreislied spricht Bände: Während seine Frau mit Inbrunst „Jesus, Lover of my Soul“ schmettert, sitzt er mit verschränkten Armen da und bewegt, wenn überhaupt, seine Füße zum Takt.

Haben Männer einen anderen Zugang zu Spiritualität?
Männer haben es in ihren Jobs gelernt, die Dinge anzupacken, Probleme zu lösen, Vereinbarungen zu treffen und einzuhalten. In der Gemeinde erleben sie oft, dass Fähigkeiten gefragt sind, die manchem vielleicht nicht so liegen: Kinder betreuen, Kaffee ausschenken, zuhören, Seniorenveranstaltungen durchführen.

Gemeinde – auch für Männer!
Wie kann das gehen? Indem Gemeinden sich auf Männer einstellen und z. B. hoch emotionale Momente wie Lobpreiszeiten wohl dosieren. Wir sollten akzeptieren, dass Männer auch Distanz brauchen. Ganz banal: Wie weit sollte der Abstand zwischen den Stühlen sein, damit sich Männer wohl fühlen? Die Gemeinde sollte den Männern zeigen, dass sie willkommen sind. Dass ihre Art zu denken, zu handeln, Dinge anzupacken gebraucht wird. Warum nicht einen diakonischen Zweig einrichten, wo handwerklich geschickte Männer älteren oder verarmten Menschen helfen?

Geistliches Leben ist eine Herausforderung für echte Kerle. Jesus fordert uns mit „Komm, folge mir nach!“ zu einem radikal anderen Lebensstil heraus. Da gilt es Kämpfe zu bestehen. Dazu braucht es ein fundiertes Wissen über Jesus, aber auch die Bestärkung, dass ich mich auf ihn verlassen kann, wenn´s hart auf hart kommt. Das sollten Männer entdecken – dazu kann die Gemeinde beitragen. Es gilt, eine gute Balance zwischen „männlichen“ und „weiblichen“ Ausdrucksformen und Eigenschaften zu pflegen.

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Die ganze Sendung aus der Fernsehreihe „Inspiriert“ können Sie in unserer Mediathek ansehen. Wir möchten mit unseren Programmen, Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen erreichen. Was wir tun, ist aber nur in dem Maß möglich, wie unsere Freunde uns finanziell unterstützen. Helfen Sie uns? Danke für Ihre Spende. Bei einer Überweisung notieren Sie bitte das Kennwort: 1666/TV.

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