Anstoß - Gedanken zur Tageslosung

Markus 13,31

Bibelvers

Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.

Markus 13,31

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Ich habe gesehen, dass alles ein Ende hat“, sagt einer, sagt ein frommer Mann zu Gott. „Ich habe gesehen, dass alles ein Ende hat “ (Ps 119,96a).

Diese Worte lassen mich zusammenzucken. Nicht, weil sie für mich neu sind. Auch habe ich kein schnelles Ende meines Lebens vor Augen. Schon gar nicht zucke ich zusammen, weil ich so viel besitze, das ich dann verlieren würde, wenn das Ende kommt. Nein, diese Worte lassen mich zusammenzucken, weil sie mir deutlich machen: Das, was ich besitze, hat nur einen begrenzten Wert. Auch das, was ich kann, zählt nicht auf Dauer. An meine guten Beziehungen zu anderen Menschen möchte ich am liebsten gar nicht denken, wenn ich solch einen Satz höre: „Ich habe gesehen, dass alles ein Ende hat.

Jesus, der Sohn Gottes, setzt dem allen sozusagen noch eins drauf, wenn er sagt: „Himmel und Erde werden vergehen.“ Ja, was bleibt denn dann noch? Der fromme Mann hat gesagt, was bleibt, zu Gott gesagt, was bleibt: „Aber dein Gebot bleibt bestehen.“ (Ps 119,96). Und Jesus hat das bestätigt. Er hat gesagt: „Aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Mt 24,35).

Auch diese Aussagen sind für mich nicht neu. Doch die Tatsache, dass „Gottes Gebot bestehen bleibt“, dass „Jesu Worte nicht vergehen“, stimmt mich erst dann dankbar, wenn mir bewusst wird, dass alles andere ein Ende hat. Schon ein Beispiel macht das deutlich: meine Gesundheit. Jünger werde ich nicht mehr, im Gegenteil. Im Laufe der Zeit werden die gesundheitlichen Probleme zunehmen. Das aber ist letztlich nicht entscheidend für mein Leben, wenn die „Worte Jesu nicht vergehen“, dann gilt auch die andere Aussage Jesu für mich: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Dann muss ich mich auch nicht mehr so erschrecken, wenn ich an mein Ende erinnert werde, sondern kann getrost in die Zukunft schauen, weil ich mit Jesus über den Tod hinaus leben werde.

Pastor Udo Vach