CD der Woche
Building 429: Listen to the Sound
Hören Sie es auch?
Der Albumtitel klingt ja zunächst schon ein bisschen platt. Aber gut Zuhören lohnt sich tatsächlich, die Jungs von Building 429 machen nämlich richtig gute Texte.
Es geht darum, durch Jesus gerettet zu werden, dass das Leben auch manchmal ein Kampf sein kann oder dass wir dazu geschaffen wurden, Gott die Ehre zu geben. Große Themen also, manches Mal auch nicht leicht verdaulich - und vor allem Themen, die viele Fragen aufwerfen. Die Texte greifen eben diese Fragen auf und gehen die Texte in die Tiefe. Sie bringen zum Nachdenken, treiben dazu, nach Antworten zu suchen.
Poetische Sprache
Die Songs von Building 429 sind Gedichte, die viele Bilder verwenden, um schwer greifbare Dinge handfest zu machen. Zum Beispiel in dem Song „Right Beside You“. In dem Refrain heißt es: „Wenn Mauern dich einschließen und du denkst, du sinkst mehr, als du schwimmst. Wenn nichts mehr für dich übrig zu bleiben scheint, dann werde ich an deiner Seite sein. Ich werde da sein.“
In der Strophe wechseln Building 429 die Erzählperspektive. Nun singen sie nicht mehr aus der Sicht von Gott sondern aus der Sicht von mir. Wir sind kostbar, unbezahlbar. Das ist unser Wert. Die Kinder des Himmels hier auf Erden.“
Softer Rock-Sound
Einmal Softrock – immer Softrock. Auch wenn von den Gründungsmitgliedern nur noch einer übrig ist (Leadsänger Jason Roy). Natürlich bringt jeder Musiker etwas Neues in eine Band. Und auch Building 429 hat sich weiterentwickelt und behandelt jetzt andere Themen als in ihrer Anfangszeit. Aber musikalisch haben sie ihren Stil über Jahre nicht groß verändert. Vielmehr haben sie ihn verfeinert.
Was bedeutet der Bandname?
Epheser 4,29: „Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe.“ Damit wäre dann auch gleich das Wort „Building“ im Namen geklärt. Es geht ja immerhin um die „Erbauung“.
Bei der musikalischen Arbeit von Building 429 soll es nicht um ihr Denken und Handeln gehen, sondern um Gottes Anliegen. Anders geht es auch gar nicht, behauptet zumindest der Leadsänger Jason Roy. Der sagt:
Gott muss definitiv Teil von dem sein, was du tust. Die Zahl der Bands, die kommen und gehen, weil sie für ihren eigenen Ruhm spielen, ist so groß. Wir wollen den jungen Leuten dort draußen verschiedene Dinge mitgeben. Erstens: Niemand schenkt dir etwas. Vielleicht bist du die begabteste Person, hast die schönste Stimme aller Zeiten. Das heißt noch lange nicht, dass du irgendwie erfolgreich sein wirst. Die Realität ist, dass du eine Person mit einem so starken Charakter sein musst, dass Leute dir folgen möchten.
Es geht nicht um deine Stimme, es geht nicht um dein Talent. Es geht darum, was Gott in deinem Leben tut.
Popularität für den Guten Zweck nutzen
2010 sind Building 429 z.B. nach Haiti gegangen, kurz nachdem dort das starke Erdbeben war und alles verwüstet hat. Da haben sie zusammen mit der Organisation „Food For The Hungry“ den Menschen vor Ort beim Wiederaufbau geholfen. Building 429 ist ein Partner dieser Organisation . Die Band hat das Projekt unterstützt, indem sie eine Tour gemacht haben, auf der sie Geld für die Opfer sammelten.
Listen to the Sound - "Right beside you"
Wenn der Leadsänger Jason Roy davon singt, wertvoll zu sein, dann singt er von dem, was Gott in seinem eigenen Leben getan hat. Denn Roy selbst hatte eine schwere Kindheit. Aber in Gott und in der Musik hat er seine Heimat gefunden. Es zeigt, was Gott mit gebrochenen Menschen alles anfangen kann. Zum Beispiel nutzt er sie, um gute Musik zu machen.
Listen to the Sound - "Listen to the Sound"
Da fängt die Band mit einem einfachen Akustikgitarren-Intro an. Dann kommt der Klang eines Melotrons. Und bei diesem Sound denkt man unweigerlich an den Beatles-Song „Strawberry Fields Forever“. Nur dass der Text von Building 429 nicht um bunte Erdbeerfelder oder sonstige Drogen-Halluzinationen geht, sondern darum, dem Klang der „Hoffnung“ zu lauschen. Zu oft wollen mir andere Stimmen sagen, ich wäre nicht gut genug. Aber Gottes Stimme klingt anders.

