Andacht

Snowden hat Unrecht

Warum ich dem PRISM-Kritiker als Christ widerspreche

© Laura Poitras / Praxis Films / wikimedia unter CC-BY-3.0

Im Mai 2013 hat Edward Snowden geheime Dokumente über das bis dahin noch nicht öffentlich bekannte Spähprogramm PRISM an die Redaktionen der Washington Post und den Guardian verschickt. Damit hat er sich selbst einige Probleme und der Welt eine ausgewachsene Überwachungs- und Spionageaffäre beschert.

Als Motivation, die fragwürdigen Praktiken der NSA an die Öffentlichkeit zu bringen, äußerte Snowden gegenüber dem Guardian unter anderem: „Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich unterstützen oder wo ich leben möchte.“

Recht hat er. Zwar kann mir die NSA keinen Strick draus drehen, wenn sie meine E-Mails liest und weiß, was ich bei Facebook mag. Ich habe meines Wissens nichts zu verbergen, was geltendes Recht verletzt und entsprechend auch nichts zu befürchten. Trotzdem geht es niemanden etwas an, mit welchem Kosename ich meine Frau anrede oder welchen Kommentar ich unter das witzige Foto eines Freundes bei Facebook hinterlassen habe. Punkt.

Was Snowden nicht aufdeckt
Und trotzdem will ich als Christ Snowden widersprechen. Denn wir leben aus biblischer Sicht ohnehin in einer Welt, in der alles aufgezeichnet wird – nein, schon aufgezeichnet ist. Außerdem will ich in solch einer Welt leben. Ja, richtig gehört.

Die Hintergründe: David spricht zum Beispiel davon, dass Gott alle meine Taten kennt: „Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben.“, schreibt er in Psalm 139,16. Gott weiß alles. Schon vor meiner Geburt.

Schwer zu verstehen? Mehr als das. Es ist erschreckend! Welchen Kosename ich für meine Frau verwende und welche Fotos ich witzig finde, weiß Gott schon längst. Was PRISM herausfindet, ist ein Witz. Der eigentliche Skandal ist es, dass es nur wenige Menschen juckt, dass Gott alles weiß. Dabei hat sein Wissen eine viel größere Tragweite als es die Puzzlestücke von PRISM jemals haben könnten.

Ich will, dass einer alles weiß
Womit wir beim zweiten Punkt sind. Wir leben in einer Welt, in der so einiges schief läuft. Eine Welt, in der das Böse Macht hat und wo Menschen andere Menschen verhungern lassen, sie verletzen und sogar töten. Und ich will, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür muss jemand wissen, wer für was die Schuld trägt.

Die Bibel bezeugt: Gott weiß Bescheid. Es wird ein Gericht geben am Ende der Zeit, und kein noch so kleines Vergehen wird unentdeckt bleiben. Johannes beschreibt es mit folgenden Worten: „Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.“ (Offenbarung 20,12)

Es gibt einen Gott, der das letzte Wort hat und gerecht richten wird. Das finde ich tröstlich. Denn Menschen kommen in der Schuldfrage schnell an ihre Grenzen. Bei so manchen Familiendrama stellt sich die Frage, ob der Mann seine Frau aus purer Bosheit geschlagen hat, oder ob sie ihn jahrelang verbal gedemütigt oder beides oder waren es doch nur die finanziellen Probleme? Kein menschlicher Richter kann das abschließend klären. Gott hingegen wird für Klarheit sorgen. Mit ihm wird wirkliche Gerechtigkeit möglich. Sein Wissen wird heilsam sein.

In dieser Welt und mit diesem Gott möchte ich leben.

Joachim Bär

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Von Sarkoidose am .

Snowden macht begreifbar was in der Bibel angekündigt.
Sollte seine Haltung nicht die Unterstützung der Christen, insbesondere der evangelikalen finden?

Von Benny am .

Also, ich habe in dem Artikel rein gar nichts gelesen, wo Snowden widersprochen wird, bzw. der einzige "Vorwurf" ist, dass Gott eh schon alles weiß?
Wirklich schlechte Andacht, wie ich finde!

Von Ingo am .

Zum letzten Absatz, das muß auch kein "menschlicher " Richter klären, man darf und sollte nie eine Frau (natürlich auch keinen Mann) schlagen!. Pfui!

Von Simon am .

Ich habe jetzt voller erstaunen den Beitrag durchgelesen. Zum Teil stimmt es ja auch aber für mich geht es einfach ums Prinzip. Edward Snowden wir in der USA wie ein Schwerverbrecher gejagt. Das andere ist, dass sie sagen sie verwenden es zur Terror Bekämpfung das ist für mich nur eine Ausrede den auch Terroristen haben EDV Techniker und Informatiker und die wiesen, wie sie das umgehen könne. Also so leid es mir tut ich stehe voll und ganz hinter Edward Snowden obwohl ich bekennender Katholik bin und gerade vom WJT komme

Von Mike am .

"Ich habe meines Wissens nichts zu verbergen, was geltendes Recht verletzt und entsprechend auch nichts zu befürchten"
Das legen Sie ja gar nicht fest, das ist das Problem. Auch nicht der Wähler und der Bürger, sondern es wird willkürlich von Menschen festgelegt, die daraus persönliche Vorteile ziehen. Es werden leider viele Menschen mittlerweile ohne Gerichtsprozesse oder Beweise gefoltert und das hier im Westen.
Und selbst wenn es bei ihnen nichts gibt: Das kann sich ja ändern. Stellen sie mehr

Von Marcus am .

Was soll denn dass jetz? Jetzt auf einmal soll es wegen Snowden die Leute stören, dass Gott alles weiß? Die Herleitung ist meiner Meinung nach von Anfang an fehlerhaft. Snowden geht es um die Überwachung von Menschen durch Menschen und die Verwertung dieser Dinge. Gott braucht keine Dinge wie PRISM! Sorry, ich find den Artikel voll daneben. Das all überwachene Auge ist den Freimaurern und Illuminaten zuzuordnen, nicht zu Gott!

Von Christoph K. am .

Spannnende Diskussion hier!
Über Snowden als Person kann und muss man nicht unbedingt diskutieren. Es ist für uns nicht möglich zu entscheiden, aus welchen Motiven heraus er gehandelt hat - ob selbstlos im Interesse vieler oder aus einem Selbstdarstellungsbedürfnis oder einer Mischung aus beidem. Held oder Verräter - kann und will ich nicht entscheiden, das steht einem anderen zu.
In jedem Fall hat Snowden dafür gesorgt, dass eine unglaublich skandalöse Geschichte bekannt wurde. Die Frage ist, mehr

Von Angelika G. am .

Zitat (J.Bär): "Bei so manchen Familiendrama stellt sich die Frage, ob der Mann seine Frau aus purer Bosheit geschlagen hat, oder ob sie ihn jahrelang verbal gedemütigt..." Das widerspricht jeder psychologischen Erkenntnis und ist ein erneuter Schlag ins Gesicht für das Opfer. Es ist sehr erschreckend, wenn auf einer christlichen Seite solche frauenverachtenden Meinungen geäußert werden. Gewalt in der Ehe ist das Schlimmste in einer Ehe, viel schlimmer als Fremdgehen, was ja immer verteufelt mehr

Von Kreisner am .

Gott weiß über mich Bescheid. Ich weiß es und in viellerei Hinsicht, ist es für mich beruhigend. Das wichtigste daran ist es, dass ich davon in seinem Wort lesen kann und dass er sein Allwissen vor mir nicht verborgen hält. Er steht für mich und sorgt für mich. Das gibt mir Sicherheit. Unter seinem Schutz fühle ich mich geborgen. Und in welchem Buch konnte man lesen, dass PRISM mich "sieht".
Wenn ich weiß, dass auch jemand in dieser Welt für meine Sicherheit sorgt und versucht Terror im Keim mehr

Von Chris am .

Hallo Herr Bär
Ich kann nicht nachvollziehen wie sie zu dem Schluss kommen das Snowden möchte das niemand alles weiß? Gibt es noch andere Zitate die sie zu diesem Schluss gebracht haben? Selbst wenn seine Worte wären: Ich möchte nicht das Irgendwer alle diese Dinge weiß. Finde ich es schwierig zu Interpretieren das er Gott mit impliziert hat!

Von Ingo D. am .

Sehr geehrter Herr Bär,
ich wäre ihnen dankbar wenn Sie Belege/Zitate liefern könnten, worauf sie ihre Unterstellung gegenüber H.Snowden gründen:
" Snowden wünscht sich eine Welt, in der niemand wirklich Bescheid weiß – und geht davon aus, dass das auch so sein wird, wenn die NSA (und andere Geheimdienste) mit ihrem fragwürdigen Vorgehen aufhören."
Aus dem Guardian-Zitat "„Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich mehr

Von Thomas am .

Ist ja ein netter Gedankenanstoß, aber wird der Sache nun überhaupt nicht gerecht. in die NSA kann ich kein Vertrauen haben genauso wenig wie in Google, Facebook oder Apple.... und so weiter......
gerade als Christ verfolge ich diese Überwachungspraktiken mit großer Skepsis.
Danke für die später erfolgte Konkretisierung!!!
;-)

Von Jaques L. am .

Herr Bär, Ihnen steht das Verdienst zu, zu Beginn des Berichtes auf ein Totschlagargument hinzuweisen, das bei Fragen der staatlichen Überwachungs- und Zwangsmaßnahmen immer wieder verwendet wird - "ich halte mich ja an die Gesetze und habe somit nichts zu befürchten". Artverwandt ist auch "ich falle ja nicht unter die Reichensteuer". Diese Argumente sind ebenso entwaffnend naiv wie zugleich auch gefährlich. Dies umso mehr in Zeiten zunehmender Rechtsbrüche vor allem durch den Gesetzgeber mehr

Von Joachim Bär am .

Liebe Leser,
herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Rückmeldungen. Vier Punkte möchte ich noch einmal verdeutlichen, weil sie in der Kürze der Andacht wohl nicht gut rübergekommen sind:
- Was die NSA treibt, ist ein Skandal. Und Snowden riskiert viel, damit die Welt davon erfährt. Dafür bewundere ich ihn. Und ich möchte weder seinen Mut noch das fragwürdige Vorgehen der NSA relativieren.
- Snowden wünscht sich eine Welt, in der niemand wirklich Bescheid weiß – und geht davon aus, dass das auch mehr

Von Markus am .

Informationen sind Wissen. Gesammeltes, gebündeltes Wissen ist Macht - egal was diese Informationen beinhalten. Ein liebevoller Gott mit seinem unglaublich gutem Herz für seine Schöpfung kann damit umgehen. Aus unserer Glaubenssicht wissen wir aber alle dass wir in einer gefallenen (sündigen) Welt leben die zu großen Teilen nach Anderen, nicht Gott wohlgefälligen Dingen strebt. Wenn wir unsere eigene Fehlbarkeit kennen und wissen dass wir selbst wenn wir uns nach Gott ausrichten immer wieder mehr

Von Günther M. am .

Das sind aber mal eigenartige Gedankenpirouetten: Snowden hat Unrecht, weil Gott sowieso alles weiss!? Wenn Gott alles weiss ist das gut, weil Gott gut ist. Wie alle Menschen sind die Betreiber von Prism aber nicht gut, und der Missbrauch der Daten ist sehr wahrscheinlich. Insofern hat Snowden Recht, wenn er diese BigBrother-Überwachung öffentlich macht.

Von Jamina Lea S. am .

Hallo!! Wir sollen uns also wieder einmal mehr eine Ansicht von den Amis teilen und alle geltende Regel zur Norm machen??! In dem Land, in denen so unzählig viele Christen behaupten, sie seien Christen, jedoch ihre eigene Richter haben, die es berechtigen, eine Todesstrafe auszusprechen, die sich nicht darüber freuen, wenn nun auch arme Menschen eine Krankenkasse haben, die jahrelang debattieren, wenn ihre südlichen Nachbarn Nothilfe gewährt wird? Gott kenn mich zwar durch und durch und er mehr

Von Peter am .

Was ist das denn für ein Irrsinns-Vergleich...? Die totale Überwachung durch Geheimdienste wird mit dem "All-Wissen" durch Gott verglichen? Gott ist wie die NSA? Die NSA ist gar nicht so schlimm, nur weil sie wie Gott alles weiß?
Sorry...als Christ kann ich diesem Bullshit nur widersprechen.

Von Rami A. am .

"Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Ich will in die Hand des Herrn fallen; denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß; aber in die Hände der Menschen will ich nicht fallen!" - 1. Chronik 21:13
Wie schon andere vor mir denke auch ich, man sollte da differenzieren.

Von Uli P. am .

Bei Gott sind meine Lebensdaten gut aufgehoben. Da kann ich mich bequem zurücklehnen, hier habe ich Vertrauen.
Überall sonst löst die Datensammlerei ein ganz ungutes Gefühl aus, denn in der Geschichte sind diese Daten fast immer missbraucht worden. Warum soll sich daran was geändert haben

Von Claudia A Berlin am .

Ich wundere mich, dass der ERF so einen verkorksten Artikel überhaupt abdruckt. Ich glaube, dass vom Autor nicht verstanden worden ist, dass es nicht darum geht, wer etwas über mich weiß, sondern dass Profile von Menschen erstellt werden, die dann dem sogenannten Scoring dienen und dann besteht die Gefahr, dass Menschen in Gruppen eingeteilt werden und Scoring-Agenturen dann darüber entscheiden, wer noch gewisse Vorzüge erhält und wer nicht. Es gab schon Fälle, wo die Postleitzahl durch mehr

Von Mirko am .

Oh ja, Gott weiß alles und kennt mich durch und durch.
Wenn aber Menschen alles von mir wissen, die weder gnädig noch lieb sind, dazu geneigt, Wissen über mich zu missbrauchen, will ich das nicht.
Wenn es nicht mutige Menschen gäbe, die zwar recht spät, aber immerhin doch die Bremse für sich ziehen, will ich das sehr loben, selbst wenn weiter spioniert werden wird.
Es muss mehr Christen geben, die aufstehen gegen das Böse, das uns belauschen, aushorchen und schließlich entblößen will.
Wenn Gott mehr

Von Georg F. am .

Totale Überwachung durch einen totalitären Gott! Will das diese Andacht vermitteln? Das Snowden-Zitat wird hier als "Aufhänger" für eine theologische Aussage benutzt, die dadurch ein verzerrtes Gottesbild vermittelt und entsprechende Vorurteile bedient. Diese Andacht erweist der Sache Gottes einen "Bärendienst". Lieber ERF, nehmen Sie bitte diesen Text aus dem Netz!

Von Margita am .

Anstatt als Christen gleich mit Bomben zu schießen sollten wir nicht auch mal andere Meinungen stehen lassen? Ich meine, Herr Bär wollte dies bestimmt nicht entschuldigen oder für Gutheißen, sondern einfach daß wir gelassen damit umgehen.Ja wir leben in der Endzeit und sollten wir uns da nicht freuen, wenn so viele Dinge geschehen wie die Bibel vorhersagt? Allen Weisheit und Herrn Bär und Gottes reichen segen

Von Brigitte am .

Das Thema ist ziemlich schräg verfehlt. Ich weiss, dass GOTT alles weiss über mich, aber ER wird das Wissen über mich nicht missbrauchen. Aber Menschen tun das anscheinend. Man kann die Taten der "Überwacher" doch nicht mit Gottes Allmacht gleichsetzen.

Von Günther U. am .

Ja Gott läßt so manche Dinge ans Tageslicht kommen ( so wie jetzt durch den ExGeheimdienstler) damit wir eine kleine Vorstellung bekommen was möglich ist.
Unser Gott ist uns ohnehin in allem " Vorraus"

Von Friedrich R. am .

Habe selten eine so danebenliegende "Andacht" beim erf gelesen! Wird da nicht mehr theologisch lektoriert?

Von E.Longus am .

Der Unterschied zwischen Herr Bär- und Herr Snowden ist doch folgender, dass Herr Bär mit seinem Artikel hier nichts zu befürchten hat, weil sein Artikel weder im geistlichen- noch im geistigen Sinn einen bleibenden Eindruck beim Leser hinterlässt.
Falsche Propheten gab es schon immer, doch Menschen mit Zivilcourage dagegen sind Mangelware ! Herr Snowden verdient Respekt... denn in Gewissensfragen hat uns unser Schöpfer von Anbeginn an, einen
freien Willen zuerkannt !

Von Michael B. am .

Lieber ERF,
tut uns bitte den Gefallen und nehmt den Artikel einfach wieder raus.
Wir sind auch nicht nachtragend und wissen, dass auch vieles Gutes von Euch publiziert wird. Aber das hier war nichts.
Blessinx,
Michael Bogner (schockiert und verblüfft, wie man solch einen Vergleich populistisch für das Evangelium missbrauchen kann und damit Klischees bedient und so genau das Gegenteil erreicht von dem, was man eigentlich gewollt hat)

Von wolf am .

Es ist immer noch peinlich und auf fb entsteht nur Kopfschütteln über diesen Artikel.

Von Wolf am .

Das ist einfach nur peinlich.

Von Britta F. am .

Auch ich bin Christ und find es gut das Gott alles weiß, aber die Menschen ? (NSA) da stehen nur die Türen offen um uns zu manipulieren... keiner ist ohne Sünde und durch offenlegung aller Daten geschieht Mißbrauch, dessen bin ich überzeugt, Gott wird uns alle richten und bis dahin versucht uns der Teufel das steht fest, das kann kein Schutz sein für uns... die Spionage; nein das ist ein Werk des Teufels...
absolut...

Von Justus am .

Snowden hat Recht,
weil wir in einer Demokratie leben und schon
im Grundgesetz das Fernmelde- und Postgeheimnis aus gutem Grund verankert ist.
Leider wird hier Gott mit der NSA verglichen,
was in keinem Zusammenhang steht.
Wir sind Gott sei Dank noch nicht bei der
Stasi!!

Von Anselm am .

Unter dem Strich finde ich diese Seite erfreulich. Natürlich bin auch ich der Ansicht, dass man Gottes "totale Überwachung" nicht mit derjenigen von Menschen durch Menschen gleichsetzen kann. In so genannten Rechtsstaaten mag das noch einigermaßen angehen, aber was ist in totalitären Staaten, welche die Überwachung zur Christenverfolgung nützen? Nein, erfreulich finde ich, dass die ERF-Andachten offenkundig viel und aufmerksam gelesen werden, dass in den seltenen Fällen, in denen etwas zu mehr

Von A.Matthiessen am .

Das was sie schreiben - das Gott alles weiß etc. ist richtig und gut - hat allerdings überhaupt nichts mit dem zu tun, was Hr. Snowdon möchte. Ich möchte nicht von anderen Menschen kontrolliert werden - was daraus werden kann kennt "man" aus Zeiten der Diktatur. Wenn Menschen Menschen kontrollieren wollen, setzen sie sich an die Stelle Gottes. Diese steht ihnen jedoch nicht zu. - Folglich find ich Ihren Artikel nicht zutreffend.

Von Cornelia M. am .

Den Vergleich zwischen Gott und der totalen (menschlichen) Überwachung zu Wagen, finde ich sehr mutig, aber leider total schräg. Wenn mein Erschaffer alles über mich weiß und über mich richtet, weiß ich doch, dass er auch gnädig ist und ich durch seinen Sohn, Jesus Christus, freigesprochen bin. Wo ist da die Parallele zum Geheimdienst? - Schlecht recherchiert, halbgar argumentiert und dilettantisch formuliert! Dislike!

Von G.-L. Weller am .

auch ich möchte einen Nachtrag schreiben:
Liebe Mit-Freunde des erf: bedenken Sie bitte, daß die technische Überwachungsmöglichkeit mit payback und PC und Datenclouds sich derart erweitert hat, daß wir längst in der entzeitlichen Gefahr der Tyrannei eines Antichristen stehen.
Wie verbringen wir deshalb unsere Zeit?
Werden wir jedoch einem Arbeitgeber unloyal (wie Snowden) um dann andernorts in einem Unrechtsstaat Zuflucht zu suchen? Was meinen Sie, was er wo auch immer zu tun gezwungen sein mehr

Von G. Weller am .

...für mich ist es auch tröstlich und hoffnungsvoll, daß alles ans Licht kommt. Das haben wir in der Geschichte oftmals erlebt und es wird vollkommen offenbar werden. So ist nichts gleichgültig, was und wie ich es lebe... (Heiligung).
Daß Oppositionspolitiker sich damit hervortun, jetzt Datenschutz einzufordern, der trotz Datenschutzbeauftragtem und dessen Mitarbeiter so schlecht aufgestellt ist.
Natürlich frage ich mich auch, warum der Bundesrechnungshof mit seinen Enthüllungen nicht mind. so mehr

Von Stefan am .

Ich finde die Andacht Klasse und kann den Aufschrei des Entsetzens bei den Leserbriefen nicht wirklich nachvollziehen. Erstens wurde hier mit einem echt aktuellen Bezug auf das eigentliche Thema aufmerksam gemacht: Dass es vielen Menschen völlig egal ist, dass Gott definitiv alles weiß, aber beim Datenschutz wird geeifert, als ginge es ums Überleben. Zweitens staune ich über die Naivität mancher Mitbürger, was die technischen Möglichkeiten angeht. Meines Erachtens kann es niemand verhindern, mehr

Von V., Karl Heinz am .

Ich kann dem nur bedingt zustimmen. Können wir bei allen Missetaten warten bis Gott am Ende der Zeit Gerechtigkeit walten lässt?
Ich meine "Nein"! Ohne menschliche Gerichtsbarkeit ist ein Leben auf Erden nicht möglich. Und um Missetäter zu ermitteln, geht es nicht ohne Nachforschungen bzw. Ausspähungen. Ich habe auch kein Problem damit, dass irgendwelche Späher meine Post lesen.

Von Rainer am .

Dann braucht man beim techniklastigen ERF auch keinen Datenschutz, oder? Alles ist transparent. Zwischen Gott und einem Geheimdienst sollte es doch noch einen qualitativen Unterschied geben, finde ich.

Von Marion am .

Ich finde es sehr mutig was Herr Snowden getan hat und ich hoffe er hat es uneigennützig getan. Schade finde ich nur, das er keinen Platz bekommt wo er leben darf und vorallem geschützt wird, und jeder sich drückt Ihn aufzunehmen. Und das finde ich eigentlich am schlimmsten!!! Lügen ist nicht so schlimm wie die Wahrheit zu sagen (ironisch gemeint!).

Von Sven-Erik T. am .

Alles richtig gemacht.
Ein zeitaktuelles Thema zum Aufhänger genommen, eine neugierig machende Überschrift, schon hat man viele Leser...
Aber auch hier heiligt der Zweck nicht die Mittel. Aus meiner Sicht unprofessionell und faktisch falsch. Eine Zwischenline "Ich will, dass einer alles weiß" kann ich im Zusammenhang mit Gott nicht zustimmen, da sie davon ausgeht, das Gottes Wissen über mich tatsächlich von einer willentlichen Entscheidung meinerseits ausgeht. Bravo, wieder einmal Gott ein mehr

Von Gerd am .

Es wäre besser gewesen für den ERF und Herrn Bär wenn dieser Artikel nicht geschrieben worden wäre!

Von Heiko Kuschel am .

Lieber Herr Bär,
über diesen Artikel habe ich mich als Christ sehr geärgert. Denn natürlich ist klar, dass Gott alles von mir weiß. Aber die NSA ist eben gerade NICHT Gott, auch wenn sie es vielleicht gerne wäre. Das erinnert mich dann wieder an den Turmbau von Babel.
Ich selber habe dazu auch schon auf evangelisch.de gebloggt: http://weblogs.evangelisch.de/weblogs/stilvoll-glauben/2013/06/30/neue-missionsschancen-durch-die-nsa
Was die NSA tut, verbreitet Angst und Misstrauen. Dass Gott alles mehr

Von Ralph am .

Lieber Herr Bär,
Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen.
Gott soll und darf alles wissen - aber weltliche Geheimdienste können ihr Wissen irgendwann mißbrauchen. Zum Beispiel wenn einmal wieder eine totalitäre Regierung an die Macht käme - dann würden wir Christen vielleicht alle dafür büßen müssen, was wir einmal im Netz oder im Telefonnetz gesagt und verbreitet haben. So geht es doch schon vielen Brüdern und Schwestern in unfreien Ländern. Soll das egal sein???

Von Chris am .

Verstehe ich das richtig das dann jeder der die Macht hat alles (oder nahezu alles) zu wissen Gott ist? Ich finde es Gruslig wenn Jemand eine Datenbank über jeden Menschen auf der Welt anlegt mit all seinen aktivitäten im Internet. Werweiß ob die Daten in der nächsten Finanzkriese nicht verkauft werden... Ich habe Hohen Respekt das Herr Snowden ohne Rücksicht auf seine Eingene Person den Mut bewiesen hat das Anzuprangern. Und in der Bibel fühle ich mich immer wieder aufgerufen dazu das Böse mit mehr

Von Petra am .

Wenn es zu Gottes Plan gehört, jetzt nach und nach alles aufzudecken was verborgen war um immer mehr Menschen die Augen zu öffnen, dann MUSSTE es so sein. Von wem bekommt dieser Mensch Snowden die Kraft, das alles durchzustehen? Wenn er nur an sich denken würde, hätte er solch eine Gefahr auf sich genommen? Öffnet die Augen, den Verstand und euer Herz!!!
Zu ihrem Abschlusssatz möchte ich bemerken:
1 Joh.2,15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in mehr

Von Siggi am .

Sehr geehrter Herr Bär,
ich empfinde ihre Überschrift als Populistischen Aufschrei der dem Inhalt nicht gerecht wird, nur um Aufmerksamkeit zu generieren. Meiner Meinung nach muss man nicht Reißerische Überschriften wählen, um auf das Wort Gottes aufmerksam zu machen.
Inhaltlich werden Äpfel mit Birnen verglichen, weil Gottes Aufzeichnungen Wertneutral und im Sinne/ zum Wohle des Menschen sind. Dies kann man von keiner Menschlichen Organisation behaupten.
Mit freundlichen Grüssen,
Siggi

Von Herbert am .

"Andacht"? - tut mir leid; auf dieser Seite erwarte ich das, was mir Andere nicht sagen können...
Schon der Einstiegsabschnitt lässt mangelnde Sensibilität erkennen "...hat er sich selbst einige Probleme... beschert.". Bei Snowden geht es ums Überleben! "Einige Probleme" ... Über alles Weitere enthalte ich mich gern; die "Andacht" ist mir gründlich vergangen.

Von Gertrud am .

Nachtrag:
Habe doch glatt vergessen zu erwähnen, dass ich mich, meine Augen betreffend nicht zu einer Gleitsichtbrille durchringen kann. Dagegen habe ich mitAugengymnstik gute Erfahrungen. (auch während des Autofahrens), dazu gehören auch mal hochhackige Schuhe. Ich weiß in jedem Fall: mit oder ohne Brille und mit welchen Schuhen auch immer: er wird mich mit seinen Augen leiten und meinen Fuß nicht (vom Pedal) gleiten lassen.

Von Snowden hat Recht am .

Da wirft der Bär (Joachim) aber alles durcheinander! Daß Gott alles weiß, is klar! Aber die Überwachungswut von Staaten sind Wegbereiter für den Antichrist, und das sollte dem Bär nicht recht sein! Da fragen Sie mal die Bürger der DDR. Aber die technischen Möglichkeiten heute sind noch viel weitreichender als die des KGB und der Stasi. So frage ich mich was der Bär unter Christsein versteht. Im Grunde würde unter einem solchen Aufsatz in der Schule "Thema verfehlt" oder "Thema verwechselt" Note 6 stehen müssen.

Von Gertrud am .

Diesen Artikel kann ich nur folgendermaßen kommentieren: Lieber Herr Bär ich muss mir dringend sommerliche Schuhe kaufen - ansonsten bekomme ich Hühneraugen und Sie wissen ja auch dass Vorsorgeuntersuchungen bei Augen dringend empfohlen werden. Darüber hinaus frage ich mich oft weshalb auf meiner Suppe immer so viel Fettaugen schwimmen."

Von Tomas am .

Ich bin anderer Meinung.
Wie meine Vorredner zuvor gesagt haben, genießt auch bei mir Gott vollstes Vertrauen, weil er als Schöpfer als einziger die Fähigkeiten dazu besitzt, objektiv zu richten. Wie froh ich bin, dass er zugleich barmherzig ist. Deshalb tut es mir gut, zu wissen, dass er alles weiß.
Problem ist, dass diese persönlichen Daten in Hände von Menschen gelangen, die genauso wie ich nur Menschen sind, subjektiv denken und oft Irrtümern unterliegen. Ein sehr oft verbreiteter Irrtum mehr

Von Jaques L. am .

Hallo Herr Bär, es gibt nur einen Gott, und das ist nicht der Staat (welcher auch immer). Er ist vielmehr der Gegenspieler, denn Jesus bekam bei seiner Versuchung in der Wüste alle Reiche dieser Welt vom Teufel angeboten. Ihm gehören die Reiche, i.e. Regierungen dieser Welt, Staatsmacht wendet sich früher oder später immer gegen Gott. Das erleben wir gegenwärtig mit der unseligen EUdSSR. Bezeichnend der Kalender mit allen Feiertagen aller noch so kleinen Religionen, und kein einziger christlicher Feiertag. Mal ganz abgesehen von der totalitären Ausrichtung.

Von Nat am .

Wenn ich es richtig verstehe, geht es in dem Artikel doch weniger um Snowden, der ist nur der Aufhänger, oder dir Praktiken diverser Staaten, sondern darum, dass es tatsächlich jemand gibt, der alles weiß und dass das auch wichtig ist.

Von Lorch D. am .

"Snowden hat Unrecht" so weit würde ich nicht gehen, wenn gleich ich den obigen Ausführungen mehrheitlich zustimme. Ist es nicht erschreckend, so ich z.B.im Netz nach einem Bügeleisen für meine Frau suche und ich dann noch Wochen danach auf allen möglichen Seiten Bügeleisen angeboten bekomme? Das ist ja noch harmlos. Dass man nichts zu befürchten hat, so man sich an geltendes Recht hält, wird leider gelegentlich durch die Praxis wiederlegt. Beispiel: Antidiskriminierungsgesetz;
Da sind mehr

Von Klaus D. am .

Hallo Herr Bär,
insbesondere die Überschrift, aber auch die beiden ersten Absätze haben mich mächtig geärgert. Mir entstand der Eindruck, als wollte sich hier jemand auf Kosten von Snowden literarisch wichtig machen.
Den Absatz "Ich will, dass einer alles weiß" finde ich Klasse - nur hat der mit den ersten beiden überhaupt nichts zu tun. Für sich allein wäre dieser ein wirklich lesenswerter Artikel.
Klaus Denkhaus

Von Kati am .

Es würde uns Christen gut stehen, wenn wir auch politisch mehr Verantwortung übernehmen und aktiv Unrecht anprangern. Das heißt im Fall Snowden aktiv darauf hinzuweisen, dass es tatsächlich nur eine Macht gibt, welche das uneingeschränkte Recht hat unser Leben aufzuzeichnen...und damit ist definitiv nicht die USA gemeint.

Von Andreas am .

Das Gott alles über mich weiß, das ist für mich kein Problem, denn er geniesst mein uneingeschränktes Vertrauen. Das der Staaten bzw. Geheimorganisationen über mich möglicherweise alles wissen bzw. erfahren können, das empfinde ich als ein großes Problem, denn i n diese Organisationen habe ich absolut kein Vertrauen.
Gott - JA
BND, NSA MI V und wie sie alle heißen - NEIN

Von Carolina am .

Ich empfinde angesichts der Dimension der Aufzeichnungen, und angesichts der Mengen an Daten die gesammelt werden die vorgestellten Gedanken eine typisch christliche Weltflucht-Perspektive. Schade! Gott hat uns einen Verstand und Urteilsvermögen gegeben, vielleicht sollten wir diese Geschenke einfach gebrauchen.
Die Frage, warum die USA diese Unmengen an Daten und Aufzeichnungen sammelt, wird in dem Beitrag nicht gestellt. Es geht sicherlich nicht darum, ob man etwas zu verbergen hat, oder mehr

Von danker am .

Gerade als Christ bin ich froh über Menschen die den Mut haben ihre Meinung offen zu bezeugen und mit den Konsequenzen leben. Klar gibt es hier und da notwendige Anmerkungen zu der Art des Vorgehens. Aber gerade als Christ habe ich keine Lust in einer überwachten Welt zu leben, die zwar heute noch meine Überzeugung im gesetzlichen Rahmen toleriert, aber morgen diese als Unrecht deklarieren kann. Gott ist souverän, ein Staat aber niemals. Kurz gesagt, auch wenn mir die Intention des Artikels mehr

Von Michl G. am .

.. das ist gefährlich - wer so einen Artikel über Snowden benutzt der die Straftat: Datenüberwachung, Eingriff in die Privatsphäre - aufdeckt und dann eine Predigt schreibt und Gott in einen Bezug bringt - der das gleich tut - verurteilt doch Gott. Ist überhaupt Snowden so wichtig, das man ihn in einer Predigt unterbringt? Bissl unglücklich!