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Themenwoche Gemeinde-Website

Weisheiten für Gemeinde-Webmaster

Den Internetauftritt Ihrer Gemeinde können Sie leicht technisch aufwerten - auch ohne ein Programmierer zu sein. Wir zeigen Ihnen wie.

Eine Gemeinde, die mit einem geschulten Programmierer versorgt ist, kann sich glücklich schätzen. Doch was ist, wenn entsprechendes Fachpersonal fehlt? Schließlich steht und fällt der Erfolg einer Gemeindewebseite nicht zuletzt mit einer funktionierenden und benutzerfreundlichen Technik. Sie ist keineswegs zweitrangig oder gar unwichtig. Denn erst eine gut programmierte Webseite bringt Ihre Inhalte auch wirklich zuverlässig zur Zielgruppe. Wir haben daher ein paar Technik-Tipps zusammengestellt, die auch von Nicht-Informatikern umgesetzt werden können.

Lebendige Gemeinde – lebendige Webseite
Aktualität ist in der Webwelt ein hohes Gebot. Daher ist es wichtig, die Gemeindeseite stets mit neuen Inhalten wie News, Ankündigungen, Bildern, Predigten oder künstlerischen Beiträgen zu füllen. Damit das reibungslos abläuft, bietet es sich an, ein Redaktionssystem zu verwenden (CMS – Content Management System). Das hat auch den Vorteil, dass mehrere Leute (ohne Programmierkenntnisse) an den Inhalten der Webseite arbeiten können.

Mittlerweile gibt es eine Menge an kostenlosen CMS. Besonders interessant für Gemeinden sind Wordpress oder joomla. Ein großer weiterer Vorteil dieser beiden Systeme ist, dass es eine Vielzahl an fertigen Layoutvorlagen gibt, die sich ohne Probleme übernehmen und anpassen lassen.

Lassen sie sich finden
Ob Ihre Gemeindewebseite über Google gefunden werden kann oder nicht, ist kein Zufall. Ein paar Handgriffe im HTML-Quelltext erhöhen die Chancen drastisch. Verwenden Sie unbedingt gut überlegte Meta-Tags. Das sind einige Quelltextzeilen, die ihre Seite für Suchmaschinen beschreiben. Sie werden in den <head>-Bereich der HTML-Seite eingefügt. Wichtig ist, dass Sie einen guten Titel und Schlüsselwörter für jede Unterseite finden. Diese sollten den Inhalt der jeweiligen Seite treffend zusammenfassen.

Eine gute CMS-Software generiert diese Codezeilen automatisch, Sie können aber auch einen externen Meta-generator verwenden. Auch der <title>-Tag, der am Anfang des HTML-Quelltextes im <head>-Bereich steht, sollte für jede Unterseite eindeutig sein, die wichtigsten Keywords enthalten und nicht länger als 60 Zeichen lang sein. Für fortgeschrittenere Webmaster lohnt sich der Einsatz des kostenlosen Google Webmaster Tools.

Viele Startseiten
Machen Sie sich bewusst, dass jede Unterseite eine potentielle Startseite für Besucher ist. Sucht ein Internetnutzer nach Predigten oder Veranstaltungen wird er von einer Suchmaschine gleich auf die entsprechende Unterseite geschickt. Überlegen Sie sich also, welchen Ersteindruck Besucher auf jeder ihrer Unterseiten bekommen und ob sie von dort aus problemlos zu anderen wichtigen Teilen der Webseite gelangen.

Verständliche Navigation
Achten Sie darauf, dass sich (Erst-)Besucher ohne Probleme auf ihrer Webseite bewegen können – eine einfache und logische Navigation ist dafür unerlässlich.

Screenshot
 "Brotkrumennavigation"

Zu viele Hauptmenüpunkte wirken verwirrend und abschreckend, versuchen Sie stattdessen die Inhalte auf 3-6 Hauptmenüpunkte aufzuteilen.
Außerdem hilft es dem Benutzer immer zu wissen, wo er sich gerade befindet – typischerweise wird dies mit einer sog. Brotkrumennavigation umgesetzt, welche Sie beispielsweise auch über den Artikeln von www.erf.de finden. 

Nutzen sie bestehende Möglichkeiten
Sie müssen nicht jedes Rad neu erfinden. Stichwort Wegbeschreibung: Wenn Sie ihre Gemeindeadresse bei Google Maps suchen, finden Sie oben rechts eine Schaltfläche, die „Link“ heißt. Dort erhalten sie den HTML-Code der aktuellen Karte, den sie in ihre Gemeindewebseite einbauen können. Die Besucher können auf diese Weise auch eine Wegbeschreibung zu ihrer Gemeinde herausfinden.

Stichwort Predigten: Für wordpress gibt es mehrere Möglichkeiten, aus hochgeladenen MP3-Dateien einen Podcast generieren zu lassen. So können sich Besucher aktuelle Predigten oder Musik direkt auf ihren MP3-Player laden.

Insgesamt lohnt es sich meist, am Anfang etwas mehr Zeit in die Technik zu investieren, damit die Pflege und Aktualisierung der Webseite danach umso leichter von der Hand geht.
 

Autor: Simon Ennulat


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Leserbrief zu diesem Beitrag

Von Mike Schade am 01.05.2009, 12:42 Uhr.
Danke Herr Ennulat (und andere Verfasser) für die guten und nützlichen Tipps. Es gibt immer wieder mal noch kleine aber feine (und somit interessante) Impulse die ich in meiner Arbeit (ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen) mit einfliessen lassen kann. (z. B. "viele Startseiten", Schwerpunkt einer Seite" usw...)