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Magazin ANTENNE

ANTENNE Juli/August 2010

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Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden.

Die eine fromme Gruppe verdächtigt die andere, dass sie angeblich vom Glauben abgefallen sei. Aufgekommen ist das Gerücht, weil sich die eine fromme Gruppe in den Augen der anderen nicht „bibeltreu“ verhalten hat. Ohne der Sache genauer nachzugehen oder die Betroffenen selbst anzusprechen, hat man aufgrund von Gerüchten einfach für sich den Schluss gezogen: Die anderen sind vom rechten Weg des Glaubens abgekommen. Und schon ist wieder einmal Zwietracht untereinander gesät worden … Ein Sachverhalt, wie er sich heutzutage unter Christen leider immer wieder abspielt.

Das ist kein neues Phänomen. Wenn man im Buch Josua das 22. Kapitel liest, spielt sich eine ähnliche Geschichte ab. Sie sind Bruderstämme. Die einen leben auf der einen Seite des Jordan und die anderen auf der gegenüberliegenden. Der Bau eines Altars führt dazu, dass den Oststämmen der rechte Glaube abgesprochen wird. Diese Geschichte zeigt, wie weit eine Mutmaßung führen kann. Soweit, dass die Bruderstämme sich beinahe bekriegen.

In diesem Fall entscheidet man sich dann doch, miteinander zu kommunizieren. Es wird Klartext geredet. Die Anschuldigungen werden ausgesprochen. Es folgt eine wahre Verteidigungsrede der Verdächtigten und am Ende können sie die Vorurteile ausräumen und sie bekräftigen: „Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden.“ So steht es im Buch Josua geschrieben. Und am Ende misstraut man sich nicht mehr, sondern man geht in Frieden auseinander und freut sich.

An dieser Begebenheit aus dem Alten Testament könnten wir uns so manches Mal ein Beispiel nehmen. Wie viel mehr Segen könnte das über die gesamte Christenheit mit all ihren Unterschieden bringen!
 

Autor:
Piera Reich

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