Gott lieben!?
Liebe ich Gott? Und wenn ja, wo steht er auf der Liste der geliebten Dinge meines Lebens? Diesen Fragen stellt sich Sabine Petri.
Liebe ich Gott? Und wenn ja, wo steht er auf der Liste der geliebten Dinge meines Lebens? Diesen Fragen stellt sich Sabine Petri.
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Dtn 6,5 (E)
Ich liebe viele Dinge. Ich liebe gute Musik, einen schönen Urlaub, ein spannendes Buch und auch so manche Sportart. Zusätzlich steht bei mir in dieser Liste der lieben Dinge auch Gott: Er ermutigt mich, antwortet auf meine Gebete und gibt mir in seinem Wort wertvolle (Über-)Lebenstipps. Allgemein gesagt: Gott bringt mir rundum ein besseres Lebensfeeling.
„Aber - ist mir Gott
auch selbst als Person wichtig?“ stellt sich mir plötzlich die Frage beim Lesen des obigen Bibelverses. Ein Buch liebe ich, wenn es mir ein gutes Gefühl schenkt oder mich fasziniert. Ich ertappe mich darin, dass es mir mit Gott manchmal ähnlich geht: Ich verbringe nur Zeit mit ihm, um etwas davon zu bekommen. Lese nur in der Bibel, um Ermutigung zu erfahren. Und wenn Gott nicht so reagiert, wie ich es gerne hätte, bin ich schnell enttäuscht. „Wenn Gott mir nicht das gibt, was ich brauche, dann suche ich es eben woanders“ kommt bei mir dann manchmal der Gedanke auf.
Der Bibelvers macht etwas deutlich, was ich so oft vergesse: Nicht für das, was Gott gerade für mich tut, sollte ich ihn in erster Linie lieben, sondern für das was er ist. Und das hat er mir - und jedem Menschen - deutlich gezeigt. Nämlich, dass er Liebe ist. Obwohl ich mein Leben oft ohne Gott gestalte, gab Gott alles hin was er hatte, um mir den Weg zu sich zu zeigen: Aus Liebe lässt er seinen Sohn für mich und alle Menschen sterben, damit wir wieder mit ihm Verbindung treten können.
Er weiß, dass ich –, dass wir als seine Geschöpfe – Gott brauchen und lässt uns nicht alleine. „Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe.“(1. Johannes 4, 10.16a)
Ich möchte mich neu aufmachen, Gott von ganzem Herzen, von meinem ganzen Sein und mit all meiner Kraft zu lieben. Nicht mit einer Liebe, die bei der ersten Enttäuschung aufhört zu existieren. Sondern mit einer Liebe, die treu zu Gott steht. In guter Laune und schlechter Laune. Ob ich Gottes gute Wege gerade verstehen kann oder nicht. Denn er ist es wert.
Foto: sxc.hu / leovdworp
Autor: Sabine Petri
Leserbrief zu diesem Beitrag
- Von Micha am 11.01.2010, 17:28 Uhr.
- Ich kann Stephanies Worte nur dick unterstreichen. Gott liebe ich um seitetwillen. Er hat unbändige Sehnsucht nach Gemeinschaft mit uns Menschen, die wir nur selber (du und ich) stillen können. Er ist verrückt danach, sonst wäre sein Einzigstes - Jesus - nicht für uns gestorben. In meiner morgentlichen stillen Zeit erfahre ich tiefen Frieden, Gelassenheit und Geborgenheit, die nur der gute himmlische Vater schenken kann. Diese morgentlichen Begegnungen möchte ich mit nichts in der Welt tauschen. ER ist das Beste, was mir begegnet ist.
- Von Konrad Bollmann am 11.01.2010, 9:12 Uhr.
- Ich liebe GOTT, weil GOTT die Liebe ist! Bei allem Versagen, bei allen Fragen in meinem Leben steht ER mir zur Seite. ER ist nicht erschienen, um mich zu vernichten, sondern, um mich zurecht zu bringen.
Mit allem, was ich bin u. habe, gehöre ich IHM. Und ER kann u. will mich gebrauchen.
Nun bin auch ich fähig, Liebe zu üben. GOTT beschenkt mich reichlich, damit ich habe, abzugeben u. ein Segen zu sein. Ich komme bei GOTT nicht zu kurz. Ich habe mehr, als ich brauche.
"Nun sorget nicht für den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage habe!"
Heute darf u. soll ich ein lebendiges Zeugnis sein! Allein ein Lächeln vollbringt oft schon Wunder. Darum übergen wir uns GOTT, damit wir hingebungsvoll auch unseren Nächsten lieben können. - Von Sabine am 11.01.2010, 9:01 Uhr.
- Dieser Beitrag spricht mir voll aus dem Herzen. Danke.
- Von Heiko am 07.01.2010, 19:48 Uhr.
- Danke für diesen Text. Mir geht es oft genau so.
- Von Mathias Schneider am 05.01.2010, 15:51 Uhr.
- Das Thema von Sabine Petri ist gut sowie ihre Ausführung dazu, nur stört das Wort"Lebensfeeling" das zu deutsch"Lebensgefühl"lau-
tet.Sie sollte doch den Entschluss fassen ihren Beitrag deutsch oder englisch zu schreiben. - Von marijke am 04.01.2010, 12:30 Uhr.
- alles gute für 2010, frau petri. genau dieses thema beschäftigt mich auch am anfang dieses jahres. danke für die guten gedanken dazu.
- Von Stephanie am 04.01.2010, 8:57 Uhr.
- Nicht für das, was Gott gerade für mich tut, sollte ich ihn in erster Linie lieben, sondern für das was er ist.
Der Satz hat mich beim lesen im Herzen berührt und Sehnen in mir geweckt, die Welt ist mir fremd, leider, doch ich erlebe das erste mal so richtig Hunger danach. Bislang lernte ich Gott erstmal kennen und soweit als jetzt möglich vertauen und arbeitete Vergangenes auf und erlebte Befreiung und Innere Veränderung. Ich merk, diese Kostbarkeit, ohne Alltag und Anforderungen, sich ganz dem Sein in seiner Liebe hingeben, zieht mich magisch an, da vergess ich gerad alles um mich herum und mich und meine Lebenssituation auch. Welch herrliche Pause, die ich so, bei allem tun, nicht haben kann. Doch Gott wird mir bestimmt liebend gerne diesen Liebesraum schenken, wenn ich ihn darum bitte, nur du und ich und Liebe, sonst endlich mal nichts mehr. (Tieges ausatmen....)



