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(Bsp.: Himmel | Johannes 3,16)
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Gedanken zum Monatsspruch

Unerschöpflich wie das Meer

Unser Glaube mag schwanken und schwächeln. Gottes Liebe und Heil aber sind beständig - auch in stürmischen Zeiten.

Hebräer 11,1:
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Da ist uns für den Monat Mai eine starke Losung vorgegeben!

Ich frage mich bei diesem Bibelwort, ob ich so glauben kann: nicht zweifeln, immer nur glaubensstark sein. Ich frage mich ebenso, ob ich so glauben will: ohne Rückfragen und alles hinnehmend. Nach meinem Verständnis aktiviert der Zweifel sogar meinen Glauben. In Zeiten der Verunsicherung frage ich zumeist viel intensiver nach dem Herrn meines Lebens, dem ich mich zwar anvertrauen möchte, bei dem ich aber manches nicht verstehe. Ja, und nicht immer empfinde ich die Freude des Glaubens.

Welche Qualität des Glaubens ist in diesem Vers gemeint?

Es geht gewiss nicht um irgendeinen Glauben, sondern um die Beziehung zu Jesus Christus. Er ermöglicht mir und uns zu verstehen, dass er uns und alle Menschen liebt. Nicht umsonst feiern wir die großen christlichen Feste. Weihnachten: Das Gedenken daran, dass Gott uns menschlich ganz nahe kommt. Er nimmt Anteil an unserem Leben, sogar an den Tiefpunkten, die unsererseits nicht zu bewältigen sind. Karfreitag und Ostern: Gottes Liebe zeigt sich in seiner Selbsthingabe uns zugute und in der Überwindung des Todes. Pfingsten: Gottes Geist hilft uns verstehen und glauben, dass unser Leben von Gott her erneuert wurde und nun nach seiner Weisung zu gestalten ist.

Das sind die Grundpfeiler unseres Glaubens. Und aus diesem Schenken Gottes wächst und lebt unsere Beziehung zu ihm. So dürfen wir Zuversicht und Hoffnung haben, denn Christus ist der Bürge für unsere Verbindung zu Gott. Er sagt JA zu uns. Und das dürfen wir glaubend annehmen.

Von Max Feigenwinter stammen die Worte:

Du kommst auf mich zu;
blickst mich an,
nimmst mich an,
stehst zu mir,
sagst ja,
einfach ja,
uneingeschränkt ja,
und ich merke, dass alles
leichter wird, besser geht,
dass ich wage zu sein.

In diesen Worten kommt uns die Zuversicht entgegen, sie sprechen von der Hoffnung, die uns im Monatsspruch vorgestellt wird.

Ich merke, hier ist Glaube die Wirkung des Heils, das mir Gott gewährt. Er handelt an mir, so dass mein Vertrauen wächst und in meiner Ausrichtung des Lebens Gestalt gewinnt. So wird meine Lebenspraxis glaubend geprägt. Was Gott tut, das bleibt, trotz unserer Scherben im Leben und unserer Hinterfragungen.

Meine Befindlichkeit bestimmt nicht meinen Glauben

Als ich ein paar Tage im Herbst an der Ostsee verbrachte und täglich am Ufer entlang wanderte, machte ich eine Beobachtung: Je nach Wetterlage war das Wasser einmal aufgewühlt vom Sturm und anderentags ruhig und die Sonne in ihrem Glanz widerspiegelnd. Es gab Uferbereiche mit herrlichem feinem Sand und ebenso schroffe Küstenabschnitte mit dicken Findlingen ins Meer hineinragend. Bei dieser Wahrnehmung dachte ich an das Bibelwort von der Zuversicht und vom nicht zweifelnden Glauben. Und ich verstand in der Übertragung auf mein eigenes Leben, dass nicht meine Befindlichkeit meinen Glauben bestimmt, nicht meine sonnigen und leichten Tage und nicht meine Sorgenzeiten, also die Uferbeschaffenheit. Dicke Steine kennen wir ja zumeist alle im Leben. Und Grund zur Freude erleben wir auch nicht selten - und seien es „nur“ die „kleinen“ Freuden. Diese unsere Verarbeitungsweisen wechseln. Das erleben wir mal mit Erschütterung und ein anderes Mal mit starkem Vertrauen, eben je nach Uferabschnitt.

Das Meer - unerschöpflich

Was aber bleibt, ist die Fülle des Meeres. Was in unserem Leben bleibt, ist das, was Christus für uns getan hat. So ist der Glaube das, was Gott in uns wirkt. Wir benötigen keine Glaubensskala, um uns oder anderen Rechenschaft geben zu können, ob unser Glaube gewachsen ist. Die Beständigkeit der Liebe, der Vergebung und des Heils von Gott ist uns vorgegeben. Dieses Meer ist nicht auszuschöpfen.

Und wenn wir uns auf diese von Gott gegebene Beziehung einlassen, wird unser Leben davon geprägt. Wir werden verändert - aus der Liebe Christi heraus. Das, was mir nicht gelingt - mein Strandgut - darf ich wegspülen lassen. Die Maßnahmen Gottes, wie er an uns arbeitet, wie er uns zur Reifung Hilfestellung gibt, sind vielfältig. Gottes Liebeshandeln bedarf keines Zweifels. Jesus ruft am Kreuz: „Es ist vollbracht!“ Ich wünsche uns den fröhlichen und zuversichtlichen Glauben, wie er uns im Monatsspruch aufleuchtet.

Quelle: Informationsbrief Nr. 64 / 2-2010 des Evangelischen Seniorenwerks (ESW

Foto: salsoul / sxc.hu

Autor: Liesel Pohl


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Leserbrief zu diesem Beitrag

Von Jonathan Hauer am 15.09.2010, 16:09 Uhr.
Alles ist möglich dem, der glaubt!
Markus 9, 23
Gott erfüllt nicht immer sofort Alle unsere Bitten. Er versucht uns den Weg des Glaubens zu lehren.
Oft müssen wir viele Hürden in unserem Leben bewältigen, bis wir merken, dass sich Glaube lohnt. Gott möchte unseren Charakter formen, verändern und reifen lassen. Dazu gehört, dass wir lernen müssen, Gott auch in stürmischen Zeiten zu vertrauen. In ausweglosen Situationen wird unser Glaube gefordert. Aber wir können uns auf die Fürsorge und Hilfe Gottes verlassen.
Glaube lohnt sich. Alle großen Persönlichkeiten mussten zuerst die Schule des Glaubens durchlaufen. Joseph wurde von seinem Brüdern nach Ägypten verkauft. In Ägypten wurde er ungerechterweise ins Gefängnis gesteckt. Trotzdem verharrte er im Glauben an Gott und sein Glaube wurde belohnt. Joseph wurde zu dem zweitmächtigsten Mann in Ägypten.
Unser Glaube mag schwächeln und wanken. Auf Gottes Liebe ist verlassen, denn sie bleibt besteht - auch in stürmischen Zeiten.
Seine Liebe hat er am Kreuz bewießen.
Vielleicht stehst du vor einer ausgweglosen Situation. Vertraue Gott, dass er das Beste aus deiner Lage macht. Du kannst Gott alle deinen Anliegen, Sorgen, Nöte, Ängste, Probleme, Bedürnisse und Sehnsüchte sagen. Er hat immer ein Ohr für dich.
Psalm 28, 7: Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher jubelt mein Herz, und ich will ihn preisen mit meinem Lied.