Tag der Deutschen Einheit

Dankbar für die Wiedervereinigung und Jogi Löw

Was schätzen Prominente und unbekannte Menschen an Deutschland? Und wie beten sie für das Land? ERF Online hat nachgefragt.

Wenn ich an Deutschland denke, dann bin ich für so vieles dankbar, dass meine Worte nicht reichen. Oben an steht unser weltgeschichtliches Wunder: Deutschland hat eine friedliche Wiedervereinigung erlebt. Ich habe in Chemnitz eine Heimat gefunden. Hier habe ich Freunde, hier kann ich gestalten und mitmachen, hier habe ich mein Mandat bekommen.

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich für ein Klima der Dankbarkeit und Wertschätzung. Für viele Menschen, die die Ärmel hoch krempeln und sich engagieren für unser Gemeinwesen und für eine gerechtere Welt. Beten und Handeln - das gehört für mich zusammen.

Frank Heinrich (Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Chemnitz, CDU)


Wenn ich an Deutschland denke, dann bin ich dankbar für seine Toleranz und die Geduld und Rücksichtnahme der Menschen, wenn es um die verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Denkweisen geht. Als Kanadier, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt, war ich oft dankbar für die Geduld der Leute mit mir beim Erlernen der deutschen Sprache. 

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich, dass Gott die Menschen hier davor bewahrt, sich dem Zynismus und Skeptizismus in Bezug auf Fragen des Glaubens und des Vertrauens zu Gott hinzugeben.

Danny Plett (Songwriter und Musiker)


Was ich an Deutschland schätze: Ich mag die Deutsche Sprache. Die kann ich jedenfalls am besten von allen. Die vielen deutschen Dialekte bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Ich liebe Land, Leute meiner Pfälzer Heimat und meiner Wahlheimat Hamburg und die Vielfalt der deutschen Landschaften.

Ich schätze es sehr, dass in unserem Grundgesetz freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit verankert sind. Deutschland war nicht nur, sondern ist immer noch das Land der Dichter und Denker. Faszinierend finde ich, dass es in Deutschland nicht nur Deutsche Küche, sondern auch Französische, Italienische, Indische, Chinesische, Spanische, Thailändische, Japanische, Indonesische ... und so viele kulinarische Entdeckungen zu machen gibt.

Eva Jung (Kommunikations-Designerin & Mitglied im Art Directors Club (gobasil.com, godnews.de))


Wenn ich an Deutschland denke, dann bin ich dankbar für den Frieden, die Freiheit, die Menschenrechte, die soziale Gerechtigkeit und die Religionsfreiheit. Ich bin begeistert von dem Fleiß der Deutschen, der Treue zu ihrem Land, ihre Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Genauigkeit.

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich für die Politiker, dass sie für ihr Land die richtigen Entscheidungen treffen. Und ich bete für das Volk, dass sie die Umkehr zu Gott schaffen.

Namam Rashid* (Frau Rashid ist mit 32 Jahren aus dem Nordirak nach Deutschland eingewandert)


Wenn ich an Deutschland denke, dann bin ich dankbar für über 60 Jahre Frieden, für die Aufarbeitung der Vergangenheit und Überwindung der Teilung; für den exzellente Ruf im Ausland, für die Freiheit bei Evangelisation und Gemeindeaufbau aber auch im unternehmerischen Engagement. Ich bin dankbar für die Stärke der deutschen Wirtschaft und dem Streben nach Qualitätsoptimierung in allen Bereichen. Und ich bin dankbar für Jogi Löw und die Entwicklung der Fußball-Nationalmannschaft.

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich für gesellschaftliches Zusammenhalten von Arm und Reich, aber auch von Jung und Alt, für geregelte Migration und gelingende Integration, für einen geistlichen Aufbruch unter den Christen. Ich bete für das Eindämmen der maßlosen Überschuldung und die Stärkung der Generationengerechtigkeit, für die Ausweitung des sozialen Unternehmertums und die Rückkehr zum christlichen Abendland.

Timo Plutschinski (Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes CiW, Vorstandsmitglied KcF / Micha-Initiative)


Wenn ich an Deutschland denke, bin ich dankbar, für die Schönheit und Weite unseres Landes. Ich freue mich immer wieder daran, dass ich diese Weite jetzt selbst erleben kann und nicht warten muss, bis ich Rentnerin bin. Kaum vorstellbar, dass es vor der Wende selbstverständlich war, jedes Jahr ein Jahr abzurechnen: "Wenn ich 60 bin, darf ich in den Westen fahren". Ich bin dankbar, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten unsere Vergangenheit immer wieder und sehr ehrlich thematisiert haben. Könnte es sein, dass das einmalig ist in der Welt?

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich, dass wir unsere Gaben, unseren Reichtum, all das was "typisch deutsche" Stärken sind, in die Weite der Völkerwelt dienend und demütig einbringen. Ich träume davon, dass wir als Deutsche dafür bekannt werden, dass wir großzügig sind, demütig und fröhlich.

Astrid Eichler (Pfarrerin und Leiterin der Single-Initiative EmwAg)


Wenn ich an Deutschland denke, bin ich dankbar, dass ich in so einem schönen, vielgestaltigen Land lebe, wo nicht alles, aber vieles, seinen Platz und seine Ordnung hat. Dass ich die wählen und wieder abwählen kann, die bereit sind, eine besondere Verantwortung für unser Land zu übernehmen.

Wenn ich für Deutschland bete, dann bete ich, dass Gott diesem Land noch einmal eine Chance gibt. Dass der Glaube zurückkehrt. Die Sehnsucht nach Gott. Martin Luther hat gesagt, dass Gottes Wort und seine Gnade wie ein fahrender Platzregen ist, der nicht wieder dorthin zurück kommt, wo er einmal gewesen ist. Vielleicht macht Gott ja mal eine Ausnahme.

Jürgen Werth (Autor und Liedermacher, Vorstandsvorsitzender ERF Medien)


* Der richtige Name ist der Redaktion bekannt

Bildrechte: Susanne Domaratius / Janz Team / Eva Jung & Micha Miklas / Timo Plutschinski / Astrid Eichler / Gerth Medien


Was gefällt Ihnen an Deutschland und wofür beten Sie, wenn Sie an das Land denken?

Schreiben Sie uns über die Leserbrieffunktion! Versuchen Sie dabei einmal bewusst, dem Dank mehr Platz einzuräumen als den Entwicklungen, die Ihnen Sorgen machen. Und wenn Sie möchten, sprechen Sie im Anschluss daran selbst ein kurzes Dank- und Bittgebet.
 

Die Beiträge wurden zusammengestellt von Hanna Willhelm

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Von Hanna Willhelm am .

Hallo Lienhard S., man sagt uns Deutschen nach, "Weltmeister im Meckern zu sein". Dieser Beitrag sollte dazu ein Gegengewicht bilden und die Möglichkeit geben, einmal die positiven Seiten dankbar wahrzunehmen. Natürlich gibt es auch Grund zur Kritik, aber diese soll hier einmal bewusst nicht im Vordergrund stehen.

Von Lienhard S. am .

Ich schließe mich gern allen hier vorgestellten Kommentatoren an, doch für mich persönlich gibt es ein großes ABER !
Es gibt unendlich viele Spendenkonten in unserem schönen Deutschland, die an unser aller Mitleid appellieren, ...
... aber es ist nicht ohne Protest hinnehmbar, daß unser Deutschland einer der größten Rüstungsexporteure ist, was ja bekanntlich Milliarden in diesem Rüstungsgeschäft verschlingt !
Ich bin der Meinung, daß Lob die Kritik nicht ganz ausklammern
darf !

Von Matthias W. am .

Ihr fragt was an Deutschland gut ist wir dürfen uns freuen das Gott das unser Land so friedlich zusammen geführt hat ohne Gewalt aber wir müssen für Land beten das sich Ost und West noch besser versteht und das Kokorenzkampf entsteht

Von Claudia D. am .

Dank für wunderschöne Landschaften, eine faszinierende Muttersprache aber auch für das Nationengewimmel und den Austausch mit den anderen Kulturen. Dank, dass wieder Juden in Deutschland leben wollen, trotz des Holocaust und für die Wiedervereinigung mit der Möglichkeit so vielen supernetten Kolleg(inn)en und Glaubensgeschwistern vom ehemaligen "drüben" zu begegnen. Dank für Religionsfreiheit und den Austausch/friedlichen Dialog mit Andersgläubigen nicht zuletzt auch unter den christlichen mehr

Von Antje S. am .

Ich danke Gott für das Wunder der Wiedervereinigung unseres Landes und für das Wunder der Versöhnung mit vielen Ländern nach dem 2. Weltkrieg.Ganz besonders auch für die Versöhnung mit Israel und dias Verantwortungsbewusstsein für dieses Land. Ich bete, dass wir als Volk und die Politiker als Verantwortliche die Stärke bekommen, diese Haltung nicht zu verlassen, egal wie die politische Weltentwicklung sein mag. SHALOM!

Von Rosemarie B. am .

Ich danke dafür, dass wir uns als bekennende Christen nun in ganz Deutschland seit dem Mauerfall öffentlich versammeln dürfen.
Seid Gesegnet
Rosemarie B.

Von Dieter B. am .

Ich danke dafür, dass wir eine parlamentarische Demokratie haben.
Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für 21 Jahre deutsche Einheit und bitte dich um mehr Dankbarkeit für meine Mitbürger.

Von Röschen am .

Ich danke Gott von ganzem Herzen für das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung. So konnte ich endlich etwas von der Welt sehen.
Wenn ich an Deutschland denke, dann denke ich an ein wunderschönes Land, dem Gott jetzt eine Chance gibt, ein Segen für die ganze Welt zu sein.
Möge Deutschland, besonders für ISRAEL bleibend, immerwährend ein SEGEN sein und sich niemals mehr, wie auch die Welt sich entscheiden mag, sich gegen Israel stellen.
GOTT IST EIN GOTT, ER TUT WUNDER! SCHALOM