"Ich habe einen schweren Fehler gemacht"
Dr. Margot Käßmann zieht die Konsequenzen aus ihrer Alkohohlfahrt und tritt von allen Ämtern zurück. Ihre Erklärung im Wortlaut
„Am vergangenen Samstagabend habe ich einen schweren Fehler gemacht, den ich zutiefst bereue. Aber auch wenn ich ihn bereue, und mir alle Vorwürfe, die in dieser Situation berechtigterweise zu machen sind, immer wieder selbst gemacht habe, kann und will ich nicht darüber hinweg sehen, dass das Amt und meine Autorität als Landesbischöfin sowie als Ratsvorsitzende beschädigt sind. Die Freiheit, ethische und politische Herausforderungen zu benennen und zu beurteilen, hätte ich in Zukunft nicht mehr so wie ich sie hatte. Die harsche Kritik etwa an einem Predigtzitat wie „Nichts ist gut in Afghanistan“ ist nur durchzuhalten, wenn persönliche Überzeugungskraft uneingeschränkt anerkannt wird.
Einer meiner Ratgeber hat mir gestern ein Wort von Jesus Sirach mit auf den Weg gegeben: „Bleibe bei dem, was dir dein Herz rät“ (37,17). Und mein Herz sagt mir ganz klar: Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben. So manches, was ich lese, ist mit der Würde dieses Amtes nicht vereinbar. Aber mir geht es neben dem Amt auch um Respekt und Achtung vor mir selbst und um meine Gradlinigkeit, die mir viel bedeutet.
Hiermit erkläre ich, dass ich mit sofortiger Wirkung von allen meinen kirchlichen Ämtern zurücktrete. Ich war mehr als 10 Jahre mit Leib und Seele Bischöfin und habe all meine Kraft in diese Aufgabe gegeben. Ich bleibe Pastorin der hannoverschen Landeskirche. Ich habe 25 Jahre nach meiner Ordination vielfältige Erfahrungen gesammelt, die ich gern an anderer Stelle einbringen werde.
Es tut mir Leid, dass ich viele enttäusche, die mich gebeten haben, im Amt zu bleiben, ja die mich vertrauensvoll in diese Ämter gewählt haben. Ich danke allen Menschen, die mich so wunderbar getragen und gestützt haben, für alle Grüße und Blumen, die meiner Seele sehr gut getan haben in diesen Tagen. Dem Rat der EKD danke ich sehr, dass er mir gestern Abend deutlich sein Vertrauen ausgesprochen hat.
Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der hannoverschen Landeskirche und in der EKD, die mich haupt- und ehrenamtlich unterstützt haben. Insbesondere danke ich meinem engsten Team, das mir in manchem Sturm die Treue gehalten hat. Ich danke allen Freundinnen und Freunden, allen guten Ratgebern. Und ich danke meinen vier Töchtern, dass sie meine Entscheidung so klar und deutlich mittragen und heute hier sind.
Zuletzt: Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Für diese Glaubensüberzeugung bin ich auch heute dankbar.“
(Foto: Monika Lawrenz / lvh)
Autor: red
Leserbrief zu diesem Beitrag
- Von Gottfried Pendl am 15.03.2010, 11:08 Uhr.
- Ja sie sagt selbst,das sie einen schweren Fehler gemacht hat,aber wem passiert so was nicht,kein Mensch ist Unfehlbar und man muß an die Bibelsstelle denken;"Wer Frei ist von Sünden (Fehlern)der werfe en ersten Stein!" Und ich sage da gibt es nicht einen einzigen Menschen auf dieser Welt,der den ersten Stein werfen könnte.Ich finde es Schade,das sie zurück getretten ist und ich an ihrer Stelle wäre schon in den Ämtern geblieben,denn kein Mensch ist Unfehlbar.Ich wünsche ihr alles Gute und GOTT schütze und Segen sie.Alles gute auf den weitern Lebensweg!!!!
- Von Sibyll Hölscher am 07.03.2010, 18:09 Uhr.
- " Wer von Euch ohne Schuld ist..."
Ja, Fr. Käßmann hat eine Fehler gemacht. Ja, sie hat wahre Größe bewiesen und die Kraft Gottes erhalten, eine anständige und wertgebende Entscheidung zu fällen.
Als Christinsteht es mir nicht an, sie zu richtenm. Es staht mir aber auch nicht an, den Beamten zu richten, der die Information an die Presse gab. Aber ich bin tief enttäuscht von uns als Menschen, die wir so niedrig denken und handeln.
Das Fr. Käßmann ihre Teilnahme an unseren Gemeindetagen in Lüdenscheid abgesagt hat, stimmt mich unendlich traurig. Ich hatte mir den Terlin schon lange frei gehalten.GOTT SEI DANK ist unser HERR der Einzige, der weiß, wohin das alles führt. ER allein kennt den Weg, weiß um Sinn und Ziel. IHM können wir ALLES zutrauen.
Ich wünsche Fr. Käßmann von Herzen GOTTES SEGEN. Sie wird ihren Weg gehen, mit IHm und unter seiner Führung. AMEN - Von Rita Schmid am 02.03.2010, 19:02 Uhr.
- Einfach nur bewundernswert.
Dass Frau Dr. Käßmann in der heutigen Zeit Flagge zeigt. Würde mir wünschen, dass dieses Beispiel Schule macht und unsere Politiker von dieser Frau mal was lernen. Das hätte Größe. Frau Dr. Käßmann war und ist für mich ein Vorbild was den christlichen Glauben uns seine Glaubwürdigkeit anbelangt. Gerade weil Sie es mit ihrem Glauben ernst nimmt, weiss sie, dass sie nur einem Rechenschaft ablegen muss und das ist Gott - und sonst keiner. Hoffe dass Frau Dr. Käßmann weiterhin so unbeirrt ihren Weg geht. - Von Ruth Müller am 01.03.2010, 16:09 Uhr.
- Sehr geehrter Frau Dr. Käßmann,
ich hatte anfangs sehr wenig Verständnis für Ihr Verhalten. Aber letztlich richtet nur einer und der sieht ins Herz und beurteilt die Menschen gerecht und treu. Der Sohn Gottes ist für alle unsere Fehler am Kreuz gestorben und wenn wir das wirklich glauben sind wir durch sein Opfer gerecht gemacht. Der Herr segne Sie
mit freundlichen Grüßen
Ruth Müller - Von Elfriede Scharrer am 01.03.2010, 10:57 Uhr.
- Ich kann nur staunen, über diese Reaktion, dass Frau Käßmann nach ihrer Tat solche Konsequenzen gezogen hat und ich wünsche ihr von Herzen, dass Gott, er sie hält neue Überzeugungskraft in iher Verkündigung schenkt und nichts lahm legen kann. Ihr Votum in den unterschiedlichsten Fragen, waren und sind mir auch weiterhin hilfreich.
Elfriede Scharrer - Von chris am 01.03.2010, 5:54 Uhr.
- was für eine menschliche Größe legt sie mit ihrem Rücktritt an den Tag. Ich hoffe, dass unsere Kirche eine neue Aufgabe für sie haben wird, bei der sie ihre Gaben voll einbringen kann.
- Von Jan-Uwe Ohme am 28.02.2010, 18:15 Uhr.
- Meine allerhöchste Achtung für Frau Käßmann.Sie war als unsere öberste Bischöfin eine Wohltat für unsere Kirche.Für mich war und ist sie sehr glaubwürdig.
Wer darf nur einen Stein in die Hand nehmen um damit Frau Käßmann treffen zu wollen?
Ich denke viele meiner Mitmenschen,ob Christ oder nicht, waren schon in ähnlichen Situationen.
Ich wünsche Frau Käßmann Kraft für ihre weiter Zeit und bitte für sie um GOTTES Schutz und seinen Segen für sie und ihre Familie
dieses wünscht ihr
Uwe - Von Diana am 28.02.2010, 16:45 Uhr.
- Nun ich habe Respekt vor dieser Entscheidung, aber was wäre gewesen wenn sie nicht zurückgetreten wäre?! Irgendwer hätte ihr das immer mal wieder aufs Butterbrot geschmiert... also blieb ihr da eine wirkliche Wahl. Sie hat halt Pech gehabt, weil sie erwischt wurde. Es gibt doch nun wirklich schwerwiegendere Fehler und wenn man mal sieht was sie vorher in Bewegung gesetzt hat und trotz ihrer enormen Präsenz immer ohne Makel funktioniert hat. Nun nehmen wir mal an, sie hätte getrunken, wäre nicht von Menschen gesehen worden.... sie hätte doch weiter gemacht oder? Gott zu dem sie eine persönliche Beziehung pflegt hätte es aber doch gesehen, weil ihm nichts entgeht. Doch sie wüßte Gott würde ihr vergeben und es ihr nicht nachtragen und sie hätte vor seinen Augen nicht an Wert verloren. Das zeigt doch nur wie eingeschränkt wir Menschen sind, wieviel mehr Weite Gott hat. Schade das Sie genau aus diesem Grund nicht die Aufgabe mehr weiter ausführt, die Sie ja wohl ganz gut kann.
Schade!!! - Von bwl am 28.02.2010, 12:54 Uhr.
- Es ist schon komisch, wenn hier von "voll besoffen" geschrieben wird, wie wenn sie das regelmässig täte. Wer von euch kennt denn den Hintergrund und den Verlauf des Abends?
Sie hat ihre Konsequenz gezogen und das gilt es anzuerkennen und zu respektieren.
Alle darüber hinaus gehenden Be- und Verurteilungen stehen uns nicht zu. - Von Heinrich Georg Hefter am 28.02.2010, 11:28 Uhr.
- "So manches, was ich lese, ist mit der Würde dieses Amtes nicht vereinbar."
Also nicht ihr Fehlverhalten, sondern was sie liest? - Von Peter am 28.02.2010, 0:05 Uhr.
- Sehr geehrte Damen und Herren,
für mich stellt sich hier eine Bibelstelle dar, in welcher Jesus vom Teufel versucht wird. Jesus konnte dieser Versuchung Widerstand leisten. Doch Satan versucht es bei allen Personen, welche für den Glauben wichtig sind, Menschen begeistern können und dadurch andere Menschen in den Himmel kommen können, weil diese zum Glauben an den Dreifaltigen Gott finden
(Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist).
Wichtig ist daher für die Zukunft der Kirche in Deutschland, für den/die neue Ratsvorsitzende(n), daß diese Person von Euch Gläubigen durch das Gebet unterstützt wird, um der Versuchung Satans widerstehen zu können.
Allmächtiger Gott, Vater im Himmel, Alpha und Omega, Beginning und End, ich bitte Dich Gott von Abraham, von Isaak, von Jakob, Ich rufe zu Dir "Ich bin, der Ich bin", ich rufe zu Dir, Gott von Shedrach, Mednach und Abednego, komm, komm, komm und beschütze die/den neuen Ratsvorsitzende(n) vor jeder Versuch, hilf ihm, dass er demütig im Deinem Auftrag wirkt, die Frucht des Heiligen Geistes in ih(m)r wirkt, in Jesus Namen, Amen
mfg, bittet betet oft, regelmäßig dafür, Peter (aus Österreich) - Von Helmut am 27.02.2010, 15:45 Uhr.
- Wenn alle, die schon akoholisiert
im Straßenverkehr unterwegs waren, und nicht erwischt wurden,
Ihren Führerschein abgeben müssten, wäre es wohl ziemlich leer auf unseren Straßen....!?! - Von Gudrun am 27.02.2010, 1:28 Uhr.
- "Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand." Das ist tröstlich. Verzichtbar sind vor Selbstgerechtigkeit strotzende Steinewerfer und Nachtreter. Das ist abstoßend und ätzend. Ich stimme Katrin voll und ganz zu.
- Von Heiko am 26.02.2010, 23:05 Uhr.
- Das Jesus jeden der ernsthafte Entscheidungen in seinem Leben
ihm überläßt trägt,daran ist kein Zweifel. König David ist da ein Vor-bild für alle. Auch er hätte doch beinahe gegen sein eigenes Volk gekämpft. Nun können wir Christen in manchen Krisen-situationen unseres Lebens kaum dagegen selbst "ankämpfen". Genauso wenig ist dann unsere
oftmalige Trägheit von Nutzen, sondern ein Fliehen zu Gottes Barmherzigkeit. Dies hat die Fr. Käßmann doch offentsichtlich ge-
tan. Sich in die Gnade Gottes zu
begeben ist eine ureigenste Tugend aller mir bekannten Gottesfürchtigen Menschen der Geschichte. Verurteilungen sprechen dann wohl demjenigen selbst ein Urteil. Keiner von uns sollte dies tun ! - Von Joerg am 26.02.2010, 18:42 Uhr.
- Lieber Theo,
so einfach ist es trotzdem nicht. Sicherlich muss man vergeben, aber man muss sich auch damit auseinandersetzen und nicht den Deckmantel der Nächstenliebe drüber decken. Und im übrigen hätte sie laut Bibel gar nicht das Recht ein solches Amt zu bekleiden. Geschieden und noch eine Frau, die sich laut Bibel nicht über einen Mann zu erheben hat und auch nicht lehren darf.
Es ist aber auch schön, dass es Landeskirchen gibt, die nicht so verbohrt sind und generell Traubensaft zum Abendmahl reichen.
Joerg aus Sachsen - Von solrex am 26.02.2010, 16:41 Uhr.
- Es ging bei der viel zitierten Geschichte aus Johannes Kapitel 8 mit der ertappten Ehebrecherin nicht allein um diese Frau. Vielmehr zeigte Jesus den heuchlerischen Pharisäern ihren eigenen sündigen Zustand auf. Sie wollten ja Jesus in eine Falle locken. Aber ohne viele Worte von Jesus, offenbarte der HERR die Herzen der Ankläger. Sie alle schlichen von dannen, nachdem sie vom Wort Jesu getroffen wurden. Die scheinheiligen Sittenrichter wurden plötzlich selbst zu Angeklagten. Während der Frau ihre Sünde vergeben wurde – sie tat sicher darüber Buße – mussten die Ankläger mit ihrer Sünde weiterleben.
Die Frau durfte einen Neubeginn machen – ein Leben ohne die begangene Sünde des Ehebruchs. Übrigens fällt bei der Geschichte auf, dass von einem Mann, der ja auch erwischt wurde, keine Silbe zu finden ist. Diese Frau war vermutlich eine Nichtjüdin, deshalb konnte der jüdische Mann nach den Pharisäischen Gesetzen nicht angeklagt werden. Nur die Nichtjüdin hatte die Todesstrafe zu erwarten.
Frau Käßmann hat sich zwar notgedrungen entschuldigt und ist zurückgetreten. Ob sie Buße im biblischen Sinn getan hat, ist jedoch eine andere Frage. Als Vertreterin der historisch-kritischen Theologie – eine Politik die der SPD und den Grünen nahe steht, ist hier wahrscheinlich leider nicht zu rechnen. Diese echte Buße ist Frau Käßmann nur zu wünschen. Jesus bietet jedem das Heil an:
Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen. Joh 6,37 - Von farkas am 26.02.2010, 12:03 Uhr.
- "Steine werfen"
nur für die, die das noch nicht wussten;-)
1. Steinigung tötet menschen!
2. Ermahnung rettet menschen!
3. Bitte 1. und 2. nicht vertauschen!
und
4. Die Pharisäer wurden wegen der Haltung als "Türsteher" (Wer in den Himmel kommt bestimmen zu wollen) von Jesus abgemahnt und nicht wegen des Eifers Gott zu gefallen!
mfg
Farkas - Von Katrin am 26.02.2010, 10:30 Uhr.
- Ich finde es richtig, daß sie so zurückgetreten ist, das ist glaubwürdig. Ich wünsche ihr Gottes Segen ! Keiner sollte sie verurteilen, erstrecht Farkas nicht !! In seinen Zeilen ist Jesus Liebe nicht zu spüren, schade !!
- Von HeHe am 26.02.2010, 8:21 Uhr.
- In unserer Gemeinde wird seit Mitte letzten Jahres auch nur noch Traubensaft ausgeschenkt.
- Von Friedemann am 26.02.2010, 8:16 Uhr.
- Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!
- Von Theo am 25.02.2010, 21:51 Uhr.
- Hallo Joerg!
Ja, es ist so einfach! Auch wenn jemand "besoffen" Auto fährt, kann er dafür um Vergebung bitten und auch bekommen.
Die Geradlinigkeit hat Frau Dr. Käßmann bewiesen, weil sie für ihren Fehler um Entschuldigung gebeten hat und von den Ämtern zurückgetreten ist.
Übrigens wird in unserer Kirche in Ostfriesland zum Abendmahl nur Traubensaft ausgeschenkt und somit keiner ausgegrenzt. - Von jella-marie am 25.02.2010, 21:25 Uhr.
- gott hat seine geschichte mit gescheiterten menschen geschrieben wie z.b. mit einem david, mit einem petrus, mit zöllern und pharisäern. immer wieder gab es nach dem scheitern einen neuanfang und doch mussten die menschen auch die konsequenzen ihres fehlverhaltens tragen. das vergehen von frau k. fordert konsequenzen - aber es wird einen neuanfang geben. ich kann mir vorstellen, dass sie in zukunft (noch) barmherziger und demütiger den menschen begegnen kann und solche menschen brauchen wir an der basis. Menschen die zuhören, mitleiden und helfen. ich bete für frau k. dass sie einen guten weg findet zur aufarbeitung der letzten zeit und dann einen von gott gesegneten und frohen neuanfang. sie kann nie tiefer fallen als in gottes hand - und wir auch nicht!
- Von Lothar Lemke am 25.02.2010, 20:15 Uhr.
- Ich wünsche Frau Käßmann Gottes Hilfe in dieser schwierigen Zeit!
- Von Frieder am 25.02.2010, 18:51 Uhr.
- Geradlinig!?
"Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet" (Bergpredigt). Daran will auch ich mich halten. Deshalb bewerte ich das Schicksal nicht. Mit überschwänglichem Lob sollte man auch nicht zu laut sein. Was mir auffällt will ich anmerken. Richtig ist, dass Alkohol ein dramatisches Zeitproblem ist. Frau Käßmann hat dies lobenswert in Predigten und Interviews immer wieder angemerkt und auch mehrmals auf Alkohol im Straßenverkehr hingewiesen.
Ist es dann geradlinig, wenn Sie betrunken Auto fährt? Sie predigt Wasser und trinkt Wein.
Eine ganze Reihe biblischer Richtlinien wären da anzufügen u.a.: 1.Kor.9,27 ... sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde. - Von solrex am 25.02.2010, 17:24 Uhr.
- Sie zeigt Größe? Das war eine Haltung aus der Not geboren. Es gab für diese Straftat keine andere Wahl als zurückzutreten. Dass sie von den Oberen de EKD zum Bleiben aufgefordert wurde, ist ein beschämendes Zeugnis für diese Leute. Das war kein verzeihlicher Fehler, den sich die ersate Frau der EKD hier geleistet hat. Wenn sie glaubwürdig sein wollte, dann hätte sie echte Buße in biblischem Sinn zeigen müssen. Was sie für ein Evangelium verkündet, sieht man an der von ihr vertretenen "Bibel in gerechter Sprache", die meilenweit von Gottes Wort entfernt ist. Ihre Haltung zur Verkrippung der Kinder ist geradezu beschämend und steht auch iom krassen Gegensatz zu den Vorgaben und Zielen der DEA. Leider lobt auch die DEA Frau Käßmann fast in den Himmel - einfach unverständlich, was hier abläuft!
- Von Andrea am 25.02.2010, 17:17 Uhr.
- Respekt vor der Entscheidung von Frau Käßmann. Sie wollte eine geradlinige Ratsvorsitzende sein, zu politischen Entscheidungen Stellung beziehen. Ihre Glaubwürdigkeit wäre beim Verbleib im Amt in Frage gestellt. Sie ist sich selbst treu geblieben, indem sie ihre Ämter niederlegte. Ich hoffe, wünsche und bete für sie, dass sie gestärkt aus dieser Situation hervor geht und dass ihr Glaube an die vergebende Liebe unseres Herrn Jesus sie begleitet.
- Von Joerg am 25.02.2010, 15:03 Uhr.
- So einfach kann es nicht sein. Vor allem kann von Herrn Bohl keine Geradlinigkeit bescheinigt werden, wenn jemand besoffen in ein Auto steigt.
Auf der anderen Seite lehnt die Kirche das alleinige Ausschenken von Traubensaft zum Abendmahl ab, obwohl an keiner Stelle in der Bibel steht, dass zum Abendmahl vergorenen Wein ausgeschenkt werden muss. Der gerettete Trinker wird so ständig vom Abendmahl ausgeschlossen bzw. ist beim Abendmahl ein Mensch zweiter Klasse, wenn er sich outen muss beim Traubensaftgang (wenn dieser überhaupt angeboten wird).
So haben wir jetzt eine historische Chance, das Abendmahl neu zu überdenken, einmal mehr aus biblischer Sicht!
Jörg aus Sachsen - Von farkas am 25.02.2010, 13:37 Uhr.
- "ist auch nur ein Mensch"
Was bedeutet das? sowas wie ein moderne Begriff für "Absolution"? Welche "wunderbare" Glaube wird ihr hier bescheinigt? Dass sie glaubt, sie wird schon nicht erwischt? Wurde sie, aus einer Notlage heraus genötigt besoffen Auto zu fahren? Es gibt im Leben immer (not) Situationen, die statt nach dem Buchstaben des Gesetzes Barmherzigkeit fordern, stimmt. Aber, dort und nur dort erfahren wir selber die Güte und Barmherzigkeit Gottes. Solche
Situationen sind hierzulande (Gott sei dafür Dank) äusserst selten!
mfg
Farkas - Von marijke am 25.02.2010, 12:29 Uhr.
- ich lese gerade 1. timotheus über die diakone und ältesten der gemeinde. ich erinnere mich daran, dass sie auch bei den menschen, die nicht glauben, einen guten ruf haben sollen, damit der satan sie nicht zu fall bringt. dass wir unseren brüdern und schwestern vergeben sollen, ist für mich auch keine frage. es aber für grenzenlosen hochmut zu halten, diesen fehltritt mit dem amt für unvereinbar zu halten, kann ich nicht teilen. es gibt unterschiedliche sichtweisen in Gottes wort, die von gnade und barmherzigkeit, die von gericht und strenge, die von ordnung und unterordnung. es kommt vor allem auf die situation aus, wie der 1. timotheusbrief zeigt.
- Von susanne am 25.02.2010, 12:24 Uhr.
- Es ist eine sehr schwierige Situation und ich fände es überaus schade, wenn Frau Käßmanns Rüchtritt angenommen wird. Nicht, dass ich der Meinung wäre, es sei in Ordnung, was sie tat....aber ihre Reaktion darauf, nämlich die Rücktrittserklärung lässt ihre Einsicht und Reue klar erkennen. Angemessen fände ich es nicht, wo bliebe sonst die Barmherzigkeit? Kann mich da nur Herrn Oberkinkhaus und Frau Rösch anschließen.
- Von Waltraud am 25.02.2010, 11:53 Uhr.
- Antwort an farkas:
natürlich, so wie Sie das ausgedrückt haben, kann man den "Fall Frau Käßmann" ausdrücken. Doch die Menschen können nur Christen sein, weil sie aus der Vergebung Jesu Christi leben; alles Andere ist grenzenloser Hochmut. Schade, dass Frau Käßmann nicht im Amt geblieben ist, nur wer sich als Sünder erkannt hat, kann andere Sünder verstehen und ihnen helfen. - Von Lydi Rösch am 25.02.2010, 9:49 Uhr.
- Dass Frau Käßmann einen Fehler begangen hat, kein Zweifel, aber zeigt uns das nicht, dass selbst eine Bischöfin ein Mensch mit Fehlern ist??Macht sie das nicht einfach menschlich und wer will sie dafür verurteilen oder warum Gründe dafür haben, weshalb sie getrunken hat??
Ich finde es auch sehr schade, obwohl ich katholisch bin, dass sie von ihren Ämtern zurück getreten ist, das zeigt aber ihre Geradlinigkeit. Ich bin auch der Meinung, dass man diese Größe anerkennen sollte, die Rücktritte aber nicht annehmen, ihr einfach Bedenkzeit lassen und ich glaube ganz einfach, dass wir Christen mehr Toleranz lernen sollten und dass wir nicht vergessen sollten, dass wir alle, ausnahmslos, Fehler machen und Gott verzeiht uns jeden Fehler, aber wir Menschen????
Ich wünsche Frau Käßmann aus tiefstem Herzen, dass sie, falls die Rücktritte angenommen werden, Ihre wunderbare Art und ihren tiefen Glauben an anderer Stelle den Menschen schenken kann und dass sie sich von Gott getragen weiß. Lydi Rösch - Von Silvi am 25.02.2010, 9:10 Uhr.
- Wieviele Blau-Kreuz-Gruppen treffen sich unter dem Dach unserer Kirche. Was müssen die oft ringen, um trocken zu bleiben. Was sollten diese leidgeplagten Menschen denken, wenn ihre Kirchenchefin solches Vorbild abgibt? Und welche Anforderungen stellt die Bibel "nur schon an einen Diakon". Frau Käßmanns Entscheidung halte ich für richtig!
- Von HeHe am 25.02.2010, 8:38 Uhr.
- Ich halte Frau Käßmanns Rücktritt und ihre Begründung dafür für stichhaltig und Zeichen ihrer Größe. Manch ein Politiker kann sich hier mehr als eine SCheibe abschneiden.
Ja, Frau Käßmann hat einen großen Fehler gemacht. Ja, sie ist Sünderin, wie wir übrigens alle. Und - sie steht dazu. Sie zieht die Konsequenzen.
Ich rechne dieser Frau zu ihren Mut, ihre Geradlinigkeit und ihre Größe hoch an. Damit sage ich nicht, dass ihre Fahrt unter Alkoholeinfluß gut oder richtig war.
Ich bin Anhänger der 0-Promille-Grenze. Auch eine Bischöfin ist nur ein Mensch.
Ich würde mich freuen, wenn genau so ein Aufschrei durch dieses Land ginge bezüglich der Mißbrauchsfälle, die in der Katholischen Schwesterkirche von ihren Amtsträgern an Kindern und Jugendlichen tatsächlich begangen wurden! Auch diese Herren, die dies getan haben, die dies vertuscht haben und es somit weiter ermöglichen, können sich von Frau Käßmann eine sehr große Scheibe abschneiden! - Von farkas am 25.02.2010, 7:58 Uhr.
- hmmm, was ist hier los?
Die Zeiten haben sich beängstigend radikal geändert.
"Eine geschiedene Bischöfin fährt in einer Luxuslimousine, in der Fastenzeit voll besoffen über eine rote Ampel" Noch vor 15 Jahren ging so eine Bemerkung glatt als Chauvi-Witz durch. Ich bin verblüfft worüber wir hier diskutieren. Zu was wollen wir denn diese Frau beglückwünschen? Dass sie immerhin niemand überfahren hat? Wo soll die Grenze sein ihr Christenheit? nichts für Ungut!
mfg
Farkas - Von Mensch am 25.02.2010, 0:38 Uhr.
- ..möchte einfach nur sagen, dass ich Gott um Trost und Kraft für den Menschen Margot Käßmann bitte. Außerdem wünsche ich ihr Mut und Lebensfreude!
- Von Martin Oberkinkhaus am 24.02.2010, 22:28 Uhr.
- Die Entscheidung ehrt die Schwester im Glauben, wenn sie von ihren Ämtern zurücktreten will. Dennoch: ihre kirchliche Ämtern von einem Fehlverhalten abhängig zu machen, widerspricht der biblischen Botschaft. Gesellschaftlich sind rechtliche Schritte nicht verzichtbar - Kirche ist als "Gemeinschaft der Sünder auf dem Weg" nicht auf die gesellschaftlichen als "weltliche" Regeln verpflichtet.
Die hannoversche Kirchenleitung und der Rat der EKD sollten diesen Rücktritt nicht annehmen. Sünde heißt nicht Ausschluss aus den Ämtern der Kirche, sondern ein Amt der Kirche ist abhängig davon, wie mit Sündern umgegangen wird. Deshalb wäre es zu wünschen, dass der Rücktritt
als Absicht und Einsicht zur Kenntnis genommen wird, aber nicht angenommen wird.
D a s wäre ein Zeichen christlicher Liebe!
Martin Oberkinkhaus, - Von marijke am 24.02.2010, 22:10 Uhr.
- ich bin sehr betroffen, fassungslos. es ist sicher falsch, sie an den pranger zu stellen. aber die genossene menge an alkohol war einfach zu groß, um nicht betroffen zu sein. was hätte alles passieren können, das, Gott sei dank, nicht passiert ist. mich verwirrt die ganze sache, und ich hätte mir klärende worte von ihr gewünscht. ich hoffe, sie kommen irgendwann noch.
- Von Rosemarie Such am 24.02.2010, 20:36 Uhr.
- Sehr geehrte Frau Käßmann,
mit tiefer Betroffenheit, habe ich von Ihrem Rücktritt gelesen und gesehen. Schade!!!
Aber es passt zu Ihrer Geradlinigkeit, dass Sie sich zu diesem Schritte entschlossen haben.
Gott segne Sie und stärke Sie in dieser vor Ihnen liegenden Zeit.
In herzlicher Fürbitte
grüßt Sie
Rosemarie Such
aus dem Kreis Uelzen - Von Karl- Heinz am 24.02.2010, 19:32 Uhr.
- Ja sie zeigt wenigstens Größe, ( prima) und solche größe hätte man gebraucht in so ein Amt
Schade - Von Karlo, z.Zt. Süd-Spanien am 24.02.2010, 18:39 Uhr.
- Ich gebe Ihr Recht, in Bezug auf ihre Aufgabe, aber finde es trotzdem schade. Gottes Segen Frau Käßmann
- Von Dieter Staudt am 24.02.2010, 18:07 Uhr.
- Wie sehr erinnert mich das Geschehene an die Geschichte mit der Sünderin ......"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"
Wer in unserer Gesellschaft verfehlt....wird an den Pranger gestellt, ohne Wenn und Aber!
Aus dieser Perspektive heraus kann man den Rücktritt verstehen.
Doch bei Jesus "gehen die Uhren anders", man erinnere sich an die Angelegenheit mit Petrus, nachdem er unseren Herrn verleugnet hat. Kein Tadel, keine Verurteilung, keine Zurücksetzung, im Gegenteil Jesus hebt den Versager in Amt und Würden. Wie anders ist doch unser Herr, als wir Menschen? Worüber ich sehr froh bin, wegen mir und auch wegen der vielen "Versager" mit denen Gott seine Geschichte geschrieben hat. - Von ano nym am 24.02.2010, 17:57 Uhr.
- Eine begrüßenswerte Entscheidung, die sehr viel Respekt verdient. Ich hoffe und bete, dass sie ihre Persönlichkeit und Gaben an anderer Stelle einbringen kann.



