Klick, klick, klick: Geholfen!
Helfen ohne wirklich etwas zu tun: Geht das? Was sich erst einmal unglaubwürdig anhört, ist in Wirklichkeit im Internet schon längst möglich.
Helfen kostet Kraft, Zeit, zumindest Geld und manchmal Tränen. Dass das nicht immer der Fall sein muss, zeigen einige pfiffigen Ideen, die wir für Sie aus dem Internet zusammengestellt haben.
dofair
Dofair ist eine Suchmaschine, die das Arbeiten und Suchen im Internet erleichtern möchte. Ganz simpel und intuitiv lässt sich die individuelle Suche von über 70 Suchdiensten koordinieren. Gleichzeitig kann man soziale Projekte unterstützen, indem man über dofair einkauft. Pro Einkauf erhält dofair eine prozentuale Vergütung von Amazon, ebay, iTunes, buch.de und anderen. Bis zu 90 % davon werden automatisch an soziale Projekte gespendet.
Die Nutzung von dofair ist kostenlos, der Preis für die Produkte für den Endkunden gleich wie beim jeweiligen Internet-Anbieter. Es ist keine Anmeldung erforderlich, für den User entstehen keinerlei Kosten. Sowohl die Liste der Anbieter als auch der unterstützten sozialen Projekte ist aber recht beschränkt. Es finden sich lediglich fünf Partnerorganisationen, darunter der Deutsche Kinderschutzbund oder subvenio e. V., die sich für Unfallopfer einsetzt.
Planethelp
Eine ähnliche Idee wie dofair verfolgt Planethelp. Auch hier sind es Provisionszahlungen, die Planethelp erhält, wenn man über dieses Portal einkauft - übrigens schon seit 2001. Das Portal ist keine Suchmaschine, eher ein großes Portal für Online-Shops aller Art. Die Liste der Shops ist mit knapp 500 Einträgen immens, die Anzahl der Partnerorganisationen ebenfalls, darunter Ärzte ohne Grenzen, Unicef und WWF. Hier finden sich auch christliche Hilfsorganisationen wie World Vision, Opportuniy International oder Prisma, ein evangelikales Hilfswerk für jugendliche Straftäter.
Die Nutzung kann ohne Anmeldung erfolgen, eine registrierte Nutzung ist jedoch von Vorteil. Nur dann muss man nicht bei jedem Einkauf von Neuem die bevorzugte Hilfsorganisation anwählen, hat immer den Überblick über das über die Einkäufe gespendete Geld und kann sich eine persönliche Shopliste anlegen. Auch hier entstehen für den Endkunden keine zusätzlichen Kosten.
forestle
Forestle nennt sich eine "grüne" Suchmaschine, die sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzt. Pro Suchanfrage werden durchschnittlich 0,1m² Regenwald geschützt. Nach eigenen Angaben hat Forestle schon mehr als 3,5 Mio m² Regenwald gerettet. Derzeit steht die Rettung von Regenwald auf Costa Rica im Mittelpunkt.
Das Geschäftsmodell basiert auf Werbeeinnahmen durch Sponsorenlinks. Diese Textanzeigen werden wie auch die Suchergebnisse von Yahoo geliefert. Der Partner von forestle ist eine renommierte Naturschutzorganisation, The Nature Conservancy (TNC), die zahlreiche Projekte zum Schutz des Regenwaldes betreibt. 90% der Einnahmen fließen an TNC. Die restlichen 10% werden für Server, Domains und CO2-Zertifikate verwendet - was die Suche über forestle CO2-netral macht. Übrigens werden künstliche, wiederholte Klicks auf Anzeigen und ebensolche Suchanfragen aus der Statistik herausgerechnet.
therainforestsite.com
Die Idee ist einfach: Täglich die Website besuchen und einmal einen grünen Punkt anklicken, schwups wird man zu einer Seite mit Werbung geführt. Die Einnahmen entstehen also auch hier durch Werbung der Partnerorganisationen. Die Gelder fließen nach Angaben von therainforestsite zu 100% in den Schutz von Regenwald in Ecuador, Peru und Paraguay, durchgeführt von The Nature Conservancy und anderen Hilfsorganisationen. 35.000 Personen klicken den grünen Button täglich an, man kann sich per Email daran erinnern lassen, zu klicken.
Auch hier kann man einkaufen und auch hier fließt dann ein Teil der Einnahmen an die Hilfsorganisationen – was aber für deutsche User bei dieser US-amerikanischen Website nur bedingt interessant ist. Umso bemerkenswerter aber: Das Prinzip von therainforestsite wurde auf der gleichen Website für Projekte zu den Themen Hunger, Brustkrebs, Tierschutz, Gesundheit für Kinder und Alphabetisierung umgesetzt. Auch hier gilt: Einfach klicken!
Autor: Joachim Bär
Leserbrief zu diesem Beitrag
- Von Helga am 02.02.2010, 19:52 Uhr.
- Vielen Dank fuer diese guten Informationen !



